Ratgeber: Fischhaltung im Gartenteich

Die Fischhaltung im Gartenteich gestaltet sich anders, als die Haltung im Aquarium. Immerhin sind Fische im Gartenteich jahreszeitlichen und wetterbedingten Veränderungen ausgesetzt. Zudem gibt es verschiedene Arten von Gartenteichen, bei denen sich die Fischhaltung wiederum unterscheidet. Das heißt, dass es nicht DIE allgemeine Fischhaltung im Gartenteich gibt. Zudem müssen die Ansprüche der jeweiligen Fischart miteinbezogen werden. Doch es gibt auch generelle Faktoren, die Sie beachten sollten, damit eine artgerechte Fischhaltung in Ihrem Gartenteich generell möglich ist. Welche Kriterien das sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der richtige Standort

Der Standort ist das A und O für die Fischhaltung.

Wenn Sie Fische in Ihrem Gartenteich halten wollen, ist der wichtigste Aspekt der Standort des Gewässers. Denn der Teich darf der Sonneneinstrahlung nicht permanent ausgesetzt sein. Liegt der Gartenteich in der Sonne, treten im Sommer schnell Oberflächentemperaturen von 30°C auf. Zahlreiche Teichfische kommen aus kühlen Gewässern bzw. großen Gewässern mit der Möglichkeit sich in tiefer liegende Zonen zurückzuziehen. Daher wäre ein Teich in vollsonniger Lage nicht artgerecht und würde der Gesundheit der Fische schaden.

Allerdings heißt das nicht, dass Sonne für den Gartenteich tabu ist. Idealerweise bekommt das Gewässer nur zeitweise Sonnenstrahlen ab. Beispielsweise sind die morgendlichen Sonnenstunden perfekt, um den Fischen Tageslicht und etwas Wärme zu bieten, ohne das Wasser aufzuheizen.

Welche Größe für den Teich?

Die Größe des Gartenteichs ist entscheidend für die Wahl und Anzahl der Fische. Bei schwimmaktiven Fischarten sollte die Länge der Tiere mit dem Faktor 10 multipliziert werden. Beispielsweise gilt diese Regelung für Störe. Für ruhigere Fischarten wird die Körperlänge des Tieres mit dem Faktor 5 bis 8 multipliziert. Sollen den Teich unterschiedliche Fischarten bewohnen, muss die Berechnung von der Körperlänge des größten Fischs ausgehen.

Störe brauchen einen großen Gartenteich.

Zum besseren Verständnis: Sollte ein schwimmaktiver Fisch mit 1 Meter Körperlänge das größte Exemplar im Teich werden, muss der Gartenteich 10 Meter lang sowie 6 Meter breit sein und bei einem Fisch mit 50 cm Länge 3 bis 4 Meter.

Die Tiefe des Gewässers sollte nie unter 1,5 Meter liegen. Nur so verhindern Sie, dass das Wasser im Sommer überhitzt bzw. im Winter durchfriert. Beide Szenarien wären tödlich für die Fische im Gartenteich.

Wenn Sie die passende Größe des Gartenteichs an die Fischarten angepasst haben, sollten Sie den Teich nicht maßlos mit Tieren befüllen. Für einen Fisch mit 50 cm Länge sollten 1.000 bis 3.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Alles sauber dank Teichtechnik

Mit der Fischhaltung im Gartenteich geht auch die richtige Teichtechnik einher. Hierzu gehören u. a. ein Filter und eine Teichpumpe. Diese sorgen dafür, dass alles sauber bleibt und die Fische mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden. Eine Filteranlage erleichtert Ihnen das Säubern des Gewässers. Denn Fische verunreinigen das Wasser durch Futterreste und Ausscheidungen. Würden diese einfach im Teich belassen, würde der steigende Nährstoffgehalt zu erhöhten Algenwachstum führen. Genau das wird mit einer entsprechenden Filteranlage verhindert.

Zusätzlich sorgt eine gute Pumpe für eine Anreicherung mit Sauerstoff. Dabei ist der Sauerstoff nicht nur für die Fische lebensnotwendig, sondern auch für die im Wasser lebenden Mikroorganismen. Diese erhalten das Ökosystem im Teich und verhindern ebenfalls eine Algenausbreitung.

Fazit: Wenn Sie nun die Faktoren Fischarten, Standort, Größe und Technik bedacht haben, dann steht der Fischhaltung im Gartenteich nichts mehr im Weg.