Müdigkeit im Frühling

Wie werde ich die Frühjahrsmüdigkeit los?

Fühlen Sie sich im Frühjahr oft matt, weniger leistungsstark und häufig müde? Das alles sind Anzeichen für die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit. Diese wird durch den Übergang von kalten zu warmen Temperaturen hervorgerufen. Jede Jahreszeit hat ihre typischen Wetterbedingungen. Diese saisonalen Schwankungen sind normal und alle Lebewesen sind ihnen unterworfen. Im Frühling heißt es daher für unseren Körper, sich wieder an die steigenden Temperaturen zu gewöhnen. Die Blutgefäße öffnen sich durch die Wärme. Dadurch sackt der Blutdruck ab und es gelangt weniger Blut ins Gehirn. Folglich erreicht auch weniger Sauerstoff unser Gehirn und das hat einen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Neben Müdigkeit gehören auch Kreislaufbeschwerden, Infektanfälligkeit und depressive Verstimmungen zu den Symptomen. Gerade wetterfühligen Menschen machen diese Temperaturveränderungen Probleme. Um dieser Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken, gibt es einige Mittel.  

#1 Tipp: Bewegung für Körper und Geist

Problematisch ist, dass der Mensch seinen Lebensstil nicht an seine natürliche Umgebung anpasst. Das heißt, wenn es im Frühjahr nur tagsüber hell ist und es bereits am späten Nachmittag dunkel wird, müssen die Sonnenstunden genutzt werden. Eigentlich sollte der Mensch tagsüber im Hellen körperlich aktiv sein. Dieses Verhalten bringt den Kreislauf sowie den Blutdruck in Schwung und senkt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Allerdings ist das für die meisten von uns nicht möglich: Tagsüber verbringt ein Großteil der Menschen sitzend oder stehend an ihrem Arbeitsplatz. Erst, wenn es bereits dunkel ist, wird das Büro verlassen. Dieser Rhythmus verhindert eine schnelle Anpassung an die neue Jahreszeit. Doch es gibt eine Lösung: Bewegung in jeglicher Form. Trotz Job und anderen Verpflichtungen, sollten Sie sich so oft es geht an der frischen Luft bewegen. Kurbeln Sie Ihren Kreislauf an und bringen Sie Ihren Körper in Schwung. Dabei haben Sie vielseitige Möglichkeiten und können den heimischen Garten oder Ihre Terrasse zu Ihrem persönlichen Trainingsraum machen. Legen Sie eine Yogamatte aus und bringen Sie sich mit Ganzkörperübungen in Form. Yoga stärkt die Tiefenmuskulatur, stabilisiert den Blutdruck und die frische Luft wirkt wie ein Energieschub für das Gehirn. Die Devise lautet: Hauptsache Bewegung. Ob Spazierengehen, Wandern, Inlineskating, Radfahren oder Gartenarbeit, jede Art der Bewegung an der frischen Luft ist gut.

#2 Tipp: Kreislauf unterstützen

Neben ausreichender Bewegung kann der Kreislauf auch mittels kalten Duschen angekurbelt werden. Das kalte Abduschen wirkt für die meisten Menschen erst einmal abschreckend, doch es hilft wunderbar. Wenn die Beine, Arme und der Oberkörper kalt abgebraust werden, wird der Kreislauf direkt angeworfen und Energie durchzieht den Körper. Eine sanftere Methode ist es, morgens barfuß über eine nasse Wiese zu laufen. Alternativ gibt es sogenannte Tretbecken. Dort hat das Wasser eine Temperatur unter 18 °C und geht nicht über Kniehöhe.

#3 Tipp: Nicht zu viel Kaffee und Koffein

Kaffee und Koffein sind Wachmacher. Wer morgens eine kleine Menge zu sich nimmt, stimuliert seine Konzentration und Aufmerksamkeit. Doch Achtung: Wenn dem Körper bei Müdigkeit den ganzen Tag über neue Portionen Koffein und/oder Kaffee zugeführt werden, wird der Müdigkeitszustand nur verstärkt. Denn der Körper braucht Erholungspausen von den Wachmachern. Bekommt er diese nicht, fällt der Körper immer tiefer in die Müdigkeit.

#4 Tipp: Mehr Farbe!

Um sich selber mit mehr Energie zu versorgen, sollten mehr Farben in den Alltag gebracht werden. Farben haben einen Einfluss auf unsere Stimmung. Dieser psychologische Effekt kann als Stimmungsaufheller genutzt werden. Farbenfrohe Kleidung, farbintensive Gegenstände und Möbel oder eine bunte Wand können die Müdigkeit vertreiben. Die Farbe Rot ist zum Beispiel ein Energieträger.

#5 Tipp: Genug Trinken

Die Frühjahrsmüdigkeit kann auch mit einer ausreichend hohen Flüssigkeitsaufnahme bekämpft werden. Am Tag sollten Sie mindestens 2 Liter Wasser zu sich nehmen. Der menschliche Körper besteht zu 70 % aus Wasser: Die Körperzellen werden von Wasser durchdrungen und ermöglichen eine Kommunikation im Körper. Ohne Wasser würden Organe, der Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System sowie die Verdauung nicht mehr funktionieren. Nährstoffe und Sauerstoff werden durch das Wasser zu den Zellen sowie Organen transportiert. Wer zu wenig trinkt, kann sich schlecht konzentrieren, wird müde und krankheitsanfällig.

#6 Tipp: Leichte Küche

Eine zu schwere Kost belastet den Körper. Deftige Gerichte wie Klöße oder Braten brauchen eine längere Verdauung. Dafür muss der Körper reichlich Energie aufbringen, die folglich an anderer Stelle fehlt und uns müde werden lässt. Wählen Sie lieber leichtere Mahlzeiten mit viel Gemüse, pflanzlichem Eiweiß, Salat und hochwertigen Fetten. Diese Lebensmittel versorgen den Körper mit Vitaminen und geben Energie.