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Das Wetter und der Gartenteich

Welche Auswirkungen hat das Wetter auf den Teich?

Der Himmel ist wolkenlos, die Sonne brennt auf der Haut und schon seit Tagen gab es keine Abkühlung. Mitten in dieser prallen Hitze befindet sich der Gartenteich. Er bekommt die ungebremsten Sonnenstrahlen ab.

Oder aber: Plötzlich ziehen Wolken auf. Der Himmel wird schwarz wie die Nacht. Ein Blitz erhellt den Horizont für Sekunden, dann folgt der Donner. Nun fallen Regentropfen so groß wie Haselnüsse herab. Der Regen wird immer stärker und trifft ungebremst auf die Oberfläche des Gartenteichs. Der Wasserstand steigt und bald schon tritt das kühle Nass über den Rand des Teichs.

So verschieden diese Situationen auch sind, sie werfen eine Frage auf: Welche Auswirkungen hat das Wetter auf den Gartenteich? Immerhin befindet sich der Teich ungeschützt unter freiem Himmel. Damit treffen ihn Sonne, Regen, Hagel, Sturm, Schnee und andere Wetterereignisse. Zudem wirkt das Wetter nicht nur auf den Gartenteich, sondern auch auf die darin lebenden Fische. Erfahren Sie, welchen Einfluss das jeweilige Wetter auf den Gartenteich und seine Bewohner hat.

Wenn das Unwetter kommt

Ein Unwetter am Gartenteich hat zweierlei Gesichter. Zum einen die Seite der Teichbewohner. Wenn sich der Himmel zuzieht und verdunkelt, ist der Regen nicht mehr fern. Wer die Gelegenheit hatte, seine Teichfische bei Regen zu beobachten, der wird irritiert sein. Denn Koi, Goldfisch und Co. ziehen sich nicht verängstigt auf den Boden des Gartenteichs zurück. Vielmehr werden sie aktiv und schwimmen umher. Hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Der Regen prasselt auf die Oberfläche des Gewässers und sorgt für eine starke Bewegung. Dadurch wird der Teich mit Sauerstoff angereichert, der wiederum die Fische munter macht. Zusätzlich sorgt das Unwetter für eine Abkühlung im Teich, die die Aktivität der Fische weiter fördert.

Neben dem höheren Sauerstoffgehalt bringt ein Unwetter für die Fische noch mehr Positives mit sich. Hierzu gehört das steigende Futterangebot. Der Regen spült Insekten sowie Würmer von der Uferböschung und überhängenden Ästen in das Wasser. Auf diese Weise bekommen die Fische durch den Regen eine schmackhafte Mahlzeit. Daher versammeln sich die Fische oftmals schon bei leichtem Regen am Rand des Gartenteichs und suchen nach Futter.

Pflanzen und Technik sind betroffen

Starker Regen kann Blätter und Pflanzenteile beschädigen.

Zum anderen hat ein Unwetter Auswirkungen auf die Pflanzen sowie die Technik im Gartenteich. Für diese Bereiche bringt ein Unwetter negative Effekte mit sich. Bei einem Unwetter treten häufig gleichzeitig Regen und starker Wind auf. Diese Kombination setzt den Pflanzen im und rund um den Gartenteich sehr zu. Die Blätter und andere Pflanzenteile können durch Starkregen beschädigt werden. Zudem führt die Witterung teilweise zu einem Abrutschen der Uferböschung. Dadurch gelangen Materialien ins Wasser, die dem biologischen Gleichgewicht schaden.

Unser Tipp: Greifen Sie direkt nach einem Unwetter zum Kescher und entfernen Sie lose Pflanzenteile sowie Laub aus dem Wasser. So hat der Gartenteich eine Chance, sein ökologisches Gleichgewicht zu halten und nicht umzukippen.

Wenn das Wetter derart zugeschlagen hat, kann das Wasser im Gartenteich zunächst getrübt sein. Immerhin wurde Fremdmaterial in den Teich gespült und der Teich wurde durch den starken Regen aufgewirbelt. Das legt sich nach ein paar Tagen wieder.

Ist Ihr Gartenteich mit einem Filter ausgestattet, kontrollieren Sie diesen einen Tag nach dem Unwetter. Denn es kommt vor, dass sich abgerissene Pflanzenteile an die Ansaugöffnung setzen und den Filter verstopfen. Diese Verstopfung lösen Sie, sodass die Filterleistung aufrecht erhalten werden kann.

Hinweis: Den Filter befreien Sie lediglich von losen Pflanzenteilen und führen keine Komplettreinigung durch. Durch die Reinigung entfernen Sie einen Großteil der nützlichen Filterbakterien. Doch gerade die brauchen Sie nun für eine schnelle Regenerierung der Teichbiologie. Würde der Filter gereinigt, bräuchte der Gartenteich sehr viel länger, um die eingebrachten Materialien abzubauen.

Vorbereitungen für ein Unwetter

Bevor Ihr Gartenteich durch ein Unwetter Schaden nimmt, können Sie Schutzmaßnahmen ergreifen. Hierzu gehört ein sicherer Uferbereich. Dafür wird der Bereich am besten so angelegt, dass er nicht abrutschen kann. Zusätzlich entfernen bzw. sichern Sie alle Gegenstände rund um den Teich, die hinein geweht oder ins Wasser stürzen können. Des weiteren sorgen Sie mit einem Laubschutznetz, dass lose Blätter, Äste und andere Materialien in den Gartenteich gelangen. Das alles passiert, bevor das Gewitter da ist. Während des Unwetters geht die Eigensicherung vor und Sie sollten sich nicht am Gartenteich aufhalten.

Heiße Temperaturen im Gartenteich

Pralle Sonne kann für den Gartenteich und seine Bewohner gefährlich werden.

Ebenso hat die pralle Sonne einen Einfluss auf den Gartenteich. Denn die Sonne lässt die Wassertemperatur ansteigen. Gerade in kleinen Teichen kommt es sehr schnell zu einer Erhöhung der Temperatur. Als Grenze gilt eine Wassertemperatur von 22°C. Bei höheren Gradzahlen wird es für die Teichbewohner gefährlich. Immerhin hängt die Wassertemperatur mit dem Sauerstoffgehalt zusammen. Je wärmer es im Wasser ist, desto niedriger wird der Sättigungspunkt. Damit kann Sauerstoff im warmen Wasser schlechter gelöst werden. Dieser Sauerstoff fehlt den Fischen und führt zu Atemnot.

Als Soforthilfe bietet sich das Nachfüllen von kühlerem Wasser an. Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht zu rapide abfällt und sich auch nicht unter dem Normbereich befindet. Aufgrund der heißen Temperaturen kann es passieren, dass das Teichwasser verdunstet. Diesen Verlust gleichen Sie ebenfalls durch ein Nachfüllen von Wasser aus.

Der Sauerstoff ist entscheidend

Damit der Sauerstoffgehalt generell geregelt ist, achten Sie darauf, dass genügend Unterwasserpflanzen vorhanden sind. Diese regulieren die natürliche Sauerstoffproduktion und ziehen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser. Die Nährstoffe in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung können einen Algenbefall hervorrufen. Daher entfernen Sie Verunreinigungen bei heißem Wetter regelmäßig. Dazu gehört das Abfischen von Algen und Teichschlamm. Beispielsweise nutzen Sie eine Harke, um die grünen Algen aus dem Gewässer zu beseitigen. Ein nützliches Hilfsmittel ist ein UVC-Teichklärer, der mittels UV-C Strahlung Algen abtötet.

Weitere Hilfsmittel für mehr Sauerstoff sind Springbrunnen, Fontänen und Pumpen. Alles, was das Wasser in Bewegung bringt, reichert das Wasser mit Sauerstoff an.

Um eine starke Überhitzung zu vermeiden, sorgen Sie für Schatten. Hierbei sind Sonnenschirme und Pavillons hilfreich. Achten Sie auf eine ausreichende Befestigung der Sonnenschirme. Zudem sind dichte Gräser und hohe Bäume tolle Schattenspender. Allerdings sollten die Gräser und ihre ins Wasser reichende Wurzeln regelmäßig gestutzt werden. Anderenfalls wird das Wasser zugewuchert. Da ein Baum in Teichnähe Laub mit sich bringt, montieren Sie ein Schutznetz über den Gartenteich.

Die Welt der Nano-Aquaristik

Die Aquaristik braucht nicht immer viel Platz, sondern kann auch in kleineren Formaten begeistern. Beispielsweise die Nano-Aquaristik. Hierbei liegt der Fokus auf kleinen Dimensionen. Das fängt bereits bei der Wahl des Aquariums an. Im Vergleich zu Standardbecken fällt die Aquariengröße der Nano-Aquaristik winzig aus und beinhaltet nur eine geringe Wassermenge. Neben der Aquariengröße sind auch die Einrichtung, die Aquarientechnik und die Bewohner anders, als bei den großen Becken. Worin die Unterschiede genau liegen und was Sie bei der Nano-Aquaristik beachten müssen, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Das winzige Aquarium

Während Standardaquarien bei einem Wasservolumen ab 70 Litern beginnen, liegen Nano-Aquarien weit unter diesen Werten. Von einem Nano-Aquarium wird gesprochen, wenn das Becken zwischen 10 und 60 Liter Wasser fasst. Dabei sind Nano-Aquarien meist 30 x 30 x 35 cm groß. Mit diesen Maßen sind vielfältige Möglichkeiten verbunden, die mit einem großen Becken nicht realisiert werden können. Zum Beispiel kann ein Nano-Aquarium in Räumen aufgestellt werden, die für die großen Formate keinen Platz bieten.

Somit ist es möglich, das Nano-Aquarium im Bad, in der Küche oder im Schlafzimmer zu positionieren. Selbst ins Büro passt das kleine Becken und fügt sich wunderbar ein. Zusätzlich wiegt ein gefülltes Nano-Aquarium vergleichsweise wenig und benötigt keinen speziellen Unterschrank. Eine Kommode oder ein Tisch reichen vollkommen aus.

Trotz der zahlreichen Optionen gibt es Standorte, die für das kleine Aquarium ungeeignet sind. Hierzu zählt direktes Sonnenlicht. Dieses würde das Wasser überhitzen und eine Algenbildung hervorrufen. Besser ist ein ruhiger und relativ dunkler Standort wie etwa in einer Ecke des Zimmers.

Schnecken eignen sich fürs Nano-Aquarium.

Da der zur Verfügung stehende Platz in der Nano-Aquaristik begrenzt ist, eignen sich nur kleine Tiere als Besatz. Zu diesen tierischen Bewohnern gehören neben Garnelen und Zwergflusskrebsen auch Schnecken.

Ein Nano-Aquarium einrichten

Sobald Sie ein Miniaturbecken haben, kann es los gehen. Als erstes kommt ein Nährstoffboden in das Aquarium. Dieser bildet die Basis und wird ungefähr 2 cm hoch eingefüllt. Diese Nährstoffschicht liefert die Substanz, die die Pflanzen später zum Leben benötigen. Nun folgt eine 3 cm hohe Schicht sogenannter Garnelenkies, der zuvor gut gewaschen wird. Auf diese Weise werden Verunreinigungen oder Belastungen wie Kalk weg gespült. Dieser Kies ist speziell für kleine Aquarienbewohner wie Garnelen konzipiert und sehr feinkörnig. Er verhindert, dass Futterreste in die Nährstoffschicht gelangen und das Wasser belasten. Dunkler Kies wirkt edel und stellt einen besonders attraktiven Kontrast zum Grün der Pflanzen dar.

Jetzt wird es Zeit für die Dekoration. Beliebte Elemente sind Wurzeln und Steine. Sie verleihen dem Nano-Aquarium eine gewisse Natürlichkeit und bieten verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, falls Tiere in das Aquarium einziehen sollten. Dabei sollten die Steine für Aquarien geeignet sein. Das heißt, die Steine sind wasserneutral und geben keine Stoffe ins Wasser ab. Ebenfalls sollte das Holz für den Einsatz im Aquarium geeignet sein. Nehmen Sie niemals frisches Holz, da es im Wasser fault und das Wasser enorm belastet.

Anschließend kann das Aquarium zu 2/3 mit Wasser gefüllt werden. Nehmen Sie Leitungswasser mit einer Temperatur von 20°C und reichern Sie es mit einem Nano Wasseraufbereiter an. Damit der Boden nicht aufgewühlt wird, legen Sie einen flachen Teller in das Becken. Nun wird das Wasser über den Teller laufen gelassen und der Boden wird nicht aufgewirbelt.

Jetzt wird‘s grün

Pflanzen bringen Leben ins Aquarium.

Erst dann wird es Grün im Nano-Aquarium. Die einzusetzenden Aquarienpflanzen sollten vorher ordentlich gewässert werden, um keine gefährlichen Inhaltsstoffe (z.B. Dünger) an das Wasser im Aquarium abzugeben.

Nun wird die Technik eingebracht. Mittlerweile gibt es auch für winzige Aquarien passende Filtertechnik. Mit einem kompakten Nano-Eckfilter nimmt die Technik nicht viel Platz ein und fällt kaum auf. Achten Sie darauf, dass der Filter garnelensicher ist, falls Sie Tiere einsetzen wollen. Wird der Filter noch mit Stängelpflanzen kaschiert, ist er beinahe unsichtbar. Wenn der Filter angebracht ist, wird das Aquarium vollständig mit Wasser befüllt und eine Abdeckscheibe auf das Becken gesetzt. Schließlich wird eine Aufsteckleuchte installiert und das Nano-Aquarium ist fertig eingerichtet.

Bevor Sie Unterwasserbewohner in das Nano-Becken setzen, muss das Aquarium eingefahren werden. Hierin sind Aquarien aller Größen gleich: Ohne eine Einlaufphase sollte kein tierischer Besatz erfolgen. Denn das Ökosystem im Aquarium muss sich erst einspielen und stabil sein. Selbstverständlich können Sie auch ein reines Pflanzenbecken pflegen.

Pflanzen in der Nano-Aquaristik

Moos ist eine beliebte Pflanze in der Nano-Aquaristik.

Für ein intaktes biologisches Gleichgewicht im Aquarium geht es nicht ohne Pflanzen. Dabei übernehmen Pflanzen mehrere Funktionen. Zum einen erzeugen sie Sauerstoff, der für tierische Bewohner lebenswichtig ist. Zum anderen entziehen Aquarienpflanzen dem Wasser die Nährstoffe, die Algen für ihren Wachstum und ihre Ausbreitung benötigen. Darüber hinaus reinigen die Pflanzen das Wasser auch von Schadstoffen und verdrängen damit Krankheitskeime. Des weiteren reduzieren die Pflanzen den Stress für die Tiere, da sie Schutz und Verstecke bieten.

Beliebte Pflanzen in der Nano-Aquaristik sind Moose. Sie gibt es mit feinfiedrigen oder dick gepolsterten Blättern, als schnell ausbreitende Bodendecker und als scheinbar schwerelos schwebende Bälle. Das Moos wird von Mikroorganismen besiedelt, die beispielsweise von Garnelen verspeist werden. Zudem sind Moose eine tolle Beschäftigung für Garnelen. Auf den Blättchen wird nach Futter gesucht oder sich anderweitig beschäftigt. Der geringe Bedarf an Nährstoffen und Licht macht Moose extrem pflegeleicht. Sie vertragen Temperaturen zwischen 20 bis 28°C, sodass sie optimal mit der Garnelenhaltung harmonieren.

Das Nano-Aquarium beleuchten

Es gibt spezielle Beleuchtung für die Nano-Aquaristik. Hierbei handelt es sich um verstellbare Aufsteckleuchten, die am Rand des Aquariums befestigt werden. Mit ihren Farbspektren sorgen sie für eine gute Farbwiedergabe der Einrichtung und Tiere. Während der Beleuchtung laufen die Stoffwechselprozesse der Pflanzen ab und verbrauchen ihre Energie. Allerdings sind die Pflanzen enorm wichtig für das kleine Ökosystem und sollen gesund bleiben. Deswegen sollte die Beleuchtungszeit unterteilt werden. Morgens wird für 4 bis 5 Stunden beleuchtet. Es folgt eine zwei- bis vierstündige Pause ohne Beleuchtung, die von erneutem Licht von 5 bis 7 Stunden abgelöst wird. Auf diese Weise bekommen die Pflanzen eine Erholungsphase. Um nicht dauern an- und auszuschalten, lohnt sich die Installation einer Zeitschaltuhr.

Ratgeber: Das Aquarium umrüsten

Kann ein Süßwasseraquarium auf Meerwasser umgerüstet werden?

Die Aquaristik zieht mit ihrem Charme zahlreiche Aquarianer in ihren Bann. Gerade Anfänger entscheiden sich oftmals für die Süßwasseraquaristik, da sich um Meerwasserbecken vielerlei Mythen und Stolpersteine ranken. Jedoch kommt dem einen oder anderen Süßwasseraquarianer nach einer Weile der Gedanke, von Süß- auf Salzwasser umzurüsten. Daher die Frage: Kann man ein Aquarium umrüsten?

Die Antwort ist ja. Es ist prinzipiell möglich, ein Süßwasseraquarium auf Salzwasser umzurüsten. Dafür müssen die Stellschrauben neu justiert werden. Was wir damit meinen und wie das geht, erfahren Sie nun.

Andere Bedürfnisse ans Licht

Wer von Süß- zu Meerwasser wechseln will, der sollte die Aquarientechnik neu aufstellen. Hierbei müssen aber nicht ganz von vorne beginnen, da Sie ja bereits über ein Aquarium verfügen. Für die Meerwasseraquaristik brauchen Sie jedoch eine andere Beleuchtung. Im Salzwasserbecken sind ganz andere Bewohner zu finden, als im Süßwasseraquarium. Ein Süßwasserfisch benötigt ein Lichtspektrum, mit dem ein Meereslebewesen nicht gut klar kommt. Korallen, Anemonenfisch und Co. sind auf abweichende Lichtspektren angewiesen. Deshalb tauschen Sie die Beleuchtung einfach aus. Die alten Fassungen der Röhren können Sie wiederverwenden.

Unterschiede der Aquarientechnik

Zudem werden Meerwasseraquarien mit speziellen Technikbecken mit Überlauf und Rückförderpumpe kombiniert. Diese Ausstattung sorgt für eine gute Wasserzirkulation und reichert das Wasser mit Sauerstoff an. Hinzu kommt ein Eiweißabschäumer. Dieser entlastet das Ökosystem im Aquarium, da er das Wasser mittels Aufschäumen säubert. Durch den Schaum werden Schadstoffe gefangen und eingeschlossen. Der Schaum treibt an die Wasseroberfläche und wird einfach abgeschöpft.

Für das Umrüsten auf Meerwasser ist der Einsatz von Strömungspumpen wichtig. Sie sind nötig, um im Aquarium die natürlichen Gegebenheiten nachzustellen. Im offenen Meer gibt es Naturgewalten wie etwa meterhohe Wellen und starke Strömungen. Mit solchen Strömungspumpen wird die Natur im kleineren Rahmen imitiert. Dabei wird das Wasser umgewälzt. Als Richtwert gilt eine 20-fache stündliche Umwälzung des Wasservolumens.

Wärmen und Kühlen

Während das Heizen bzw. Kühlen beim Süßwasseraquarium nicht immer Pflicht ist, darf es beim Meerwasserbecken nicht fehlen. Immerhin sollte im Meerwasseraquarium eine konstante Temperatur von 25°C herrschen. Damit wird im Winter geheizt und im Sommer nach Bedarf gekühlt. Zur Kühlung gibt es spezielle Lüfter und Kühlaggregate.

Schließlich unterscheidet sich auch die Einrichtung des Meerwasserbeckens und muss bei einer Umrüstung angepasst werden. Denn ein Salzwasseraquarium benötigt sogenanntes Lebendgestein, Kies und Sand. Diese Aspekte dienen als biologische Filter und halten die Wasserwerte stabil. Empfehlenswert sind löchrige Steine, da poröse Steine viel Platz für nützliche Bakterien und Kleinstlebewesen bieten.

Der Weg zum ersten eigenen Aquarium

Die Aquaristik ist ein facettenreiches Hobby, bei dem es viel zu beobachten gibt. Im Aquarium erwarten Sie faszinierende Unterwasserlandschaften bis hin zu außergewöhnlichen Tieren mit ihren speziellen Verhaltensweisen. Doch wie gelingt der Schritt in die Welt der Aquarianer? Genau diese Frage beantworten wir in unserem heutigen Blogbeitrag.

Schritt 1: Das Aquarium

Zur Basis der Aquaristik gehört selbstverständlich das Aquarium. Der Gedanke, dass die Haltung von Fischen nicht viel Platz benötigt und ein rundes Wasserglas reichen würde, ist ein Irrglaube. Denn runde Aquarien reflektieren Echos aus jeglicher Richtung, sodass sich die Fische in dem Becken nicht zurechtfinden.  Daher greifen Sie bitte ausschließlich auf rechteckige Aquarien zurück. Wenn die Behälter rechteckig sind, werden Schallwellen nicht gleichmäßig reflektiert und die Fische können Hindernisse, Fressfeinde und Ähnliches problemlos orten.

Große Fische brauchen ein großes Aquarium.

Neben der Form spielt auch die Größe eine wichtige Rolle. Hierbei ist ebenfalls ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Aquaristik ein Hobby für wenig Platz ist. Immerhin stellt das Aquarium den Lebensraum der von Ihnen zu betreuenden Wasserbewohner da. Wer sich eine richtige Unterwasserlandschaft gestalten möchte und größere Fische pflegen will, der braucht ein entsprechend großes Aquarium. Zudem erleichtert ein großes Aquarium ungemein die Stabilität der Wasserwerte. Je größer der Behälter, desto stabiler die Werte.

Allerdings gibt es auch in der Aquaristik kleinere Becken, die sogenannten Nano-Aquarien. Sie bilden eine Sonderform und sind für sehr kleine Tiere wie Zwergkrebse und Schnecken konzipiert. Wer nicht gerade mit der Nano-Aquaristik einsteigen will, der wählt am besten ein Aquarium mit 100 cm Kantenlänge. Sollten Sie jedoch bereits eine bestimmte Fischsorte favorisieren, die Sie pflegen wollen, dann sollte die Größe des Aquariums direkt an die Ausmaße der Fische angepasst werden.

Der richtige Standort

Für den perfekten Standort des Aquariums müssen einige Faktoren beachtet werden. Dazu gehört das Sonnenlicht. Direktes Sonnenlicht gilt es zu vermeiden. Das Licht heizt das Wasser unkontrolliert auf und schadet den Fischen, den Pflanzen und der Wasserqualität. Ebenso ungeeignet ist die Nähe zu einer Tür oder Lautsprechern.

Wählen Sie einen ruhigeren Standort, den Sie bequem vom Sofa oder Esstisch aus beobachten können. Die Tiere fühlen sich wohl, wenn nicht den ganzen Tag Trubel an der Aquarienscheibe herrscht.

Platzieren Sie das Aquarium auf einen geeigneten Unterschrank. In der Regel gibt es passende Aquarien-Schrank-Kombinationen. Wollen Sie den Schrank selber wählen, achten Sie auf seine Belastbarkeit. Immerhin wiegt ein Liter Wasser ein Kilogramm. Hinzu kommen die Dekoration und die Technik, die ebenfalls einige Kilos wiegen.

Nun geht`s an die Technik

Ein Aquarium ist ein künstlich angelegtes Gewässer. Damit alles geregelt und im Gleichgewicht abläuft, braucht es die passende Aquarientechnik. Für ein ausgewogenes Ökosystem im Aquarium benötigen Sie einen Filter. Er ist das A und O eines intakten Aquariums. Der Filter wälzt das Wasser im Becken um. Währenddessen  arbeiten reinigende Bakterien auf Hochtouren und bauen giftige Ausscheidungen ab. Zudem wird durch die Wasserumwälzung das Algenwachstum eigedämmt.

Ein Anhängefilter wird einfach an die Rückwand des Aquariums gehangen.

Bei Aquarien bis 120 Liter Wasservolumen kann ein Innenfilter genutzt werden. Diesen montieren Sie an die Rückwand des Aquariums. Mit Unterwasserpflanzen und etwas Dekoration gelingt es gut, den Filter zu kaschieren. Sollten Sie ein voluminöseres Aquarium wählen, ist ein Außenfilter zu empfehlen. Solche Filter sind entsprechend der Aquariumsmaße größer und werden im Unterschrank aufbewahrt. Der Außenfilter wird mittels Schläuchen mit dem Aquarienwasser verbunden. Im Inneren des Filters befindet sich eine Pumpe, die das Wasser zirkulieren lässt und es entsteht ein intakter Filterkreislauf.

Ein weiteres Element der Aquarientechnik ist der Heizstab. Dabei wärmt er nicht das Wasser auf, sondern soll eine gewisse Temperatur konstant halten. Der Heizstab und seine zu leistende Funktion werden an die jeweilige Fischart angepasst. Sollten Sie ein Kaltwasseraquarium pflegen wollen, kann gegebenenfalls komplett auf den Heizstab verzichtet werden. Soll das Wasser allerdings gleichmäßig in einem Bereich zwischen 24 und 26°C bleiben, ist ein Heizstab ideal. Immerhin sind Fische bei Temperaturdifferenzen recht empfindlich.

Beleuchtung im Aquarium

Damit Sie alles im Blick haben und die Tiere einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus bekommen, darf die Beleuchtung nicht fehlen. Die Aquarienbeleuchtung imitiert das Sonnenlicht und trägt zur Gesundheit der Fische sowie der Pflanzen bei. Dementsprechend beträgt die ideale Beleuchtungszeit zwischen 10 und 12 Stunden. Mit einer Zeitschaltuhr kann die Beleuchtung gleichmäßig gesteuert werden.

Üblicherweise werden Tageslichtröhren in kalt- sowie warmweißem Lichtspektrum genutzt. Doch es gibt auch sogenannte Colorleuchten, die die Farben der Fische stärker herausholen sollen. Wer die Beleuchtungsintensität verdoppeln will, sollte auf Reflektoren setzen. Auf diese Weise wird es heller, aber der Energieverbrauch bleibt gleich. Allerdings ist diese Methode nur geeignet, wenn die Beleuchtungsintensität für den jeweiligen Fischbesatz geeignet ist.  

Die Einrichtung: „Home sweet Home“

Mit der Einrichtung wird das Aquarium individuell.

Sobald die Basis steht, kann es an die Einrichtung gehen. Dabei hängen die Details vom gewünschten Tierbesatz ab. Doch es gibt einige generelle Aspekte, die zur Aquariumseinrichtung gehören. Dazu zählt der Bodengrund. Dieser besteht aus zwei Schichten. Die erste Schicht bildet ein Nährstoffboden. Er nimmt ungefähr 1/3 des gesamten Bodenvolumens ein und sorgt für ausreichend Nährstoffe für die Unterwasserpflanzen. Hierauf wird eine ca. 4 bis 6 cm dicke Schicht aus abgerundetem Kies gefüllt. Der Kies hat einen Durchmesser von ein bis zwei Millimeter und verhindert, dass der Nährstoffboden aufgewirbelt werden kann. Es gibt zahlreiche Farben beim Kies, sodass individuelle Vorlieben erfüllt werden können.

Bei manchen Fischen (z.B. Buntbarsch oder Diskusfisch) wird statt des Kieses feiner Sand verwendet. Dabei wird eine maximal zwei Zentimeter dicke Sandschicht aufgetragen, die regelmäßig gesäubert werden muss.

Ein weiteres Einrichtungselement sind die Aquarienpflanzen. Sie tragen einen Großteil zur Wasserqualität bei und sollten nicht fehlen. Sie sind quasi die Lunge des Aquariums. Am besten werden zwei bis drei Wasserpflanzen je 10 Liter Wasservolumen gepflanzt. Die Wurzeln werden in den Nährstoffboden gesetzt und mit dem Kies fixiert. Aquarienpflanzen gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. So entstehen einzigartige Landschaften, die die Wasserwerte stabilisieren.

Schließlich kann Dekoration zum Einsatz kommen. Diese reicht von Steinen über Wurzeln bis hin zu Skulpturen aus Keramik. Damit es ein einheitliches Bild im Aquarium gibt, kann die Rückwand von außen mit einer Folie beklebt oder direkt mit einer Strukturrückwand ausgestattet werden.

Das Wasser kann kommen

Startersets sorgen für kristallklares Wasser.

Sobald das Aquarium fertig eingerichtet ist, füllen Sie es mit Wasser. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Leitungswasser enthält oftmals Rückstände von Desinfektionsmitteln oder Schwermetallen. Deshalb sollten die Stoffe mit einem Wasseraufbereiter beseitigt werden. Zudem lohnen sich Filterstarterbakterien. Diese sorgen dafür, dass der Selbstreinigungsprozess des Wassers aktiviert wird. Mit einem Wassertest überprüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte. Das Aquarium soll mindestens zehn Tage für sich stehen. Das heißt, es kommen noch keine tierischen Bewohner hinein. In dieser sogenannten Einlaufphase justieren Sie die Technik und die Bakterien beginnen mit ihrer Arbeit. Erst, wenn die Wasserwerte nach diesen 10 Tagen für weitere 3 Tage hintereinander stabil waren, können die ersten robusten Bewohner einziehen. Je länger Sie mit dem Fischbesatz warten, desto besser ist das Ökosystem eingefahren.

Wasserfall im Gartenteich – Setzen Sie Akzente

Ein Wasserfall im Gartenteich ist ein echter Hingucker. Dabei ist bereits der Gartenteich an sich ein beeindruckendes Element, dass durch seine glänzende Wasseroberfläche und die grünen Gräser sowie Farne ein Ambiente der Ruhe verbreitet. Kommt nun ein Wasserfall hinzu, wird der Gartenteich optisch aufgewertet. Denn ein Wasserfall zieht die Blicke magisch an.

Sobald ein Wasserfall im Gartenteich vorhanden ist, wird er bestaunt und zu einem zentralen Punkt des Gewässers. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Wasserfall im Gartenteich aussehen soll. Von der stufenförmigen Kaskade bis zum steil abfallenden Wasser – Ihre Optionen sind vielfältig.

Der Wasserfall und seine Vorteile

Für den Wasserfall im Gartenteich spricht nicht nur seine Optik. Darüber hinaus hat das Wasserelement einen positiven Einfluss. Denn ein Wasserspiel wertet die Qualität des Wassers auf. Aufgrund des Plätscherns wird das Wasser in Bewegung gebracht. Sobald das herunterfallende Wasser in den stehenden Teich fällt, wird das Gewässer punktuell aufgewirbelt. Dadurch wird der Teich mit Sauerstoff angereichert. Schließlich führt die höhere Sauerstoffzufuhr zu einem besseren biologischen Gleichgewicht.

Welcher Wasserfall passt?

Es gibt nicht nur eine Art Wasserfall für den Gartenteich.

Wer einen Wasserfall im Gartenteich realisieren will, der hat die Wahl zwischen mit Folien gelegten Wasserelementen und vorgeformten Schalen. Hierbei ist entscheidend, ob Sie noch mitten im Bauvorhaben stecken oder der Gartenteich schon fertig ist. Denn im Bauprozess können Sie den Wasserfall mittels Steinen und Folie selber designen. So kann ein kleiner Bachlauf angefertigt werden, der zu einem Wasserfall wird und in den Gartenteich mündet. Oder Sie nutzen vorgeformte Elemente. Gut bewährt haben sich Wasserfälle aus Edelstahl. Diese sind leicht zu reinigen und rosten nicht. Mit einer integrierten LED-Beleuchtung ist der Wasserfall auch im Dunkeln ein wahrer Blickfang.

Der richtige Aufbau

Der Aufbau eines Wasserfalls setzt sich aus 3 Faktoren zusammen. Diese sind der Wasserauslass, das Wasserbecken sowie das Gefälle. Beim Wasserbecken handelt es sich in unserem Fall um den Gartenteich. Mittels einer Pumpe und eines Schlauchs werden der Auslass sowie das Auffangbecken verbunden. Auf diese Weise entsteht ein Wasserkreislauf.

Wasserfall mit Sturz

Haben Sie sich für einen vorgeformten Wasserfall entschieden, suchen Sie einen geeigneten Platz zur Montage. Dabei kommt es zusätzlich darauf an, ob das Wasser als Sturz oder terrassierter Lauf in den Teich treffen soll. Für einen Sturz ist ein natürliches Gefälle am Gartenteich ideal. Vielleicht haben Sie eine Böschung, die sich für den Wasserauslass eignet. Sollte der Bereich rund um den Gartenteich eben sein, helfen Sie nach. Zum Beispiel kann ein kleiner Hügel direkt am Gartenteich aufgeschüttet werden. Dieser wird mit Naturstein dekoriert oder mit Pflanzen besetzt. Die Wasserfallwanne wird auf dem höchsten Punkt des Hügels fixiert. Achten Sie darauf, dass sich der Auslass frei über dem Wasser befindet. Nur so, kann der Wasserfall senkrecht in den Teich plätschern.

Eine weitere Variante wäre das Schichten von Schieferplatten. Errichten Sie eine leicht versetzte Schichtung, sodass Spalten entstehen. In diese werden Farne gesetzt und erzeugen eine natürliche Optik. Die Wasserfallwanne wird ebenfalls auf dem höchsten Punkt montiert und kann ringsum mit Schiefer verziert werden.

Der Wasserfall im Gartenteich als Sturz.

Schließlich können Sie auch eine Wand für den Wasserfall mauern. Dafür wird am Rand des Gartenteichs ein kleines Mäuerchen errichtet, in dem die Wasserfallschale verbaut wird.

Aber übertreiben Sie es nicht mit der Höhe des Wasserfalls. Denn die Höhe sowie die Steigung bestimmen die Lautstärke des Wasserfalls. Während das Plätschern eine angenehm beruhigende Wirkung hat, kann ein lautes Aufklatschen von Wassermengen recht störend sein. Hier gilt es das richtige Maß an Höhe, Steigung und Durchflussmenge zu finden. Zudem sollten Sie tierische Teichbewohner berücksichtigen. Befinden sich im Gartenteich Fische, wollen diese nicht von Wassermassen runter gedrückt werden.

Sanfter Wasserlauf

Das Wasser läuft dank Auffangwannen sanft herunter.

Wollen Sie keinen steilen Wasserfall, sondern ein sanftes Gefälle? Dann modellieren Sie einen Bachlauf. Hierfür benötigen Sie ebenfalls einen erhöhten Ausgangspunkt, wie etwa einen Hügel. Von hier aus wird das Wasser stufenweise Richtung Gartenteich gebracht. Der Bachlauf besteht abwechselnd aus Auffangwannen und fließenden Abschnitten. Die Bachlaufwannen fangen das Wasser auf den einzelnen Ebenen auf. Durch den Zufluss wird permanent Wasser aus den Wannen gedrückt, sodass mehrere kleine Wasserfälle entstehen. Diese Variante bringt das Wasser schonend in den Gartenteich, erzeugt keinen Lärm und stört die Fische nicht.

Passende Technik für den Wasserfall

Der Wasserfall im Gartenteich plätschert nicht von alleine vor sich hin. Dafür brauchen Sie eine Pumpe. Die Leistung der Pumpe muss an mehrere Faktoren angepasst werden. Dazu gehören das Gefälle, die gewünschte Fließgeschwindigkeit des Wassers und die Höhe, dass das Wasser überwinden muss. Je größer die Förderhöhe ist, desto geringer ist die Förderleistung der Pumpe. Achten Sie daher auf das Leistungsdiagramm Ihrer Pumpe. Zusätzlich wird die Pumpenleistung auch von der Länge sowie dem Durchschnitt des Bachlaufs gehemmt.

Pumpenleistung berechnen

Damit die Pumpe zu Ihrem Vorhaben passt, berechnen Sie die benötigte Pumpenleistung. Dafür ist der Abschnitt ausschlaggebend, in dem die Fließgeschwindigkeit am schnellsten sein soll. Sie messen die Länge, Breite und Höhe des Abschnittes. Mit diesen Werten errechnen Sie Länge x Breite x Höhe. Daraus ergibt sich ein Volumen, welches einer Wassermenge entspricht. Hätten wir ein Volumen von 0,05 m³ berechnet, bedeutete dies 50 Liter Wasser. Um diese Menge mit einer Geschwindigkeit von 2 Meter pro Minute zu pumpen, benötigen Sie eine Pumpe mit einer Mindestleistung von 100 Liter/Minute. Soll das Wasser schneller fließen, wählen Sie eine stärkere Pumpe oder Sie gestalten den Bachlauf schmaler.

Funktionierender Wasserkreislauf

Um den Wasserkreislauf zu schließen, wird die Technik angeschlossen. Ein Schlauch stellt die Verbindung zwischen Auffangbecken und Wasserauslass her. Diesen Schlauch verlegen Sie außerhalb des Wasserfalls. Entsprechend wird der Schlauch um das Gefälle herum gelegt oder auf der Rückseite des Mäuerchens angebracht. Anschließend kaschieren Sie den Schlauch mit passender Dekoration. Mit dem richtigen Einsatz von Steinen und Pflanzen verschwindet der Schlauch aus dem Sichtfeld.

Natürlich wäre der Schlauch innerhalb des Bachlaufs oder unter den Wannen tatsächlich nicht sichtbar. Sobald es aber zu Wartungsarbeiten kommt, kommen Sie nicht mehr an den Schlauch heran bzw. Sie müssten alles auseinander bauen. Daher gilt beim Wasserfall im Gartenteich: Verbauen Sie die Technik so, dass Sie jederzeit erreichbar ist.

Wasserfall im kleineren Stil

Alternativ braucht es für einen Wasserfall keinen Gartenteich. Für das Wasserelement reicht bereits ein kleines Auffangbecken wie etwa eine Zinkwanne. So genießen Sie den Anblick eines Wasserfalls auch in kleineren Dimensionen.

Ratgeber: Der Goldfisch

Geselliger Karpfen für den Gartenteich

Der Goldfisch gehört zu den Fischen, die fast jeder kennt, aber auch unterschätzt. Denn Goldfische sind sehr gesellige Tiere, die Schwung in den heimischen Gartenteich bringen können. Vielleicht sind die farbenfrohen Fische ja auch etwas für Sie.

Typisch Goldfisch

Einzuordnen ist der Goldfisch in die Familie der Karpfenfische. Mit einer maximalen Körperlänge von 35 cm gehört er zu den mittelgroßen Fischen. Seinen Ursprung hat der goldene Fisch in China. Dort beheimatet er mittlere Wasserregionen, die mäßig fließen oder still sind. Der friedliche Fisch ist ein Schwarmfisch und braucht Artgenossen, um zu leben. Wenn die Gegebenheiten stimmen, kann das possierliche Tier bis zu 40 Jahre alt werden.

Die orange-gelbe Färbung gab dem Goldfisch seinen Namen.

Das Aussehen hat dem Fisch seinen Namen gegeben. Denn seine Grundfärbung ist orange-gelb. Hinzu kommen sein schlanker Körper und seine leicht transparent wirkenden Flossen. In Kontrast dazu sind seine Augen tiefschwarz. Männliche Goldfische sind schlanker als ihre weiblichen Artgenossen. Gerade in der Laichzeit sind die Geschlechterunterschiede deutlicher, da die weiblichen Goldfische dann Flecken tragen.

Die Männchen werben in der Laichzeit um ein Weibchen. Geht der weibliche Fisch auf das ausgeprägte Balzverhalten ein, können Goldfische bis zu 1.000 Eier auf einmal ablegen. Bereits nach einer Woche schlüpfen die Jungfische und haben graugrüne Schuppen. Erst mit acht Monaten färben sich die Jungfische in das typische orange-gelb.

Friedliche Fische

Der Goldfisch ist die Ruhe selbst. Er liebt es friedlich mit seinen Artgenossen umherzustreifen und genüsslich den Boden nach einer Mahlzeit abzusuchen. Die kleinen Allesfresser vertilgen sowohl pflanzliche, als auch tierische Nahrung. Ein Goldfisch sollte niemals alleine gehalten werden. Denn das Tier braucht den Kontakt zu anderen Goldfischen. Ansonsten fühlt sich der Fisch nicht wohl und geht ein. Erst, wenn es Goldfischen gut geht, zeigen sie ihre ganzen Verhaltensweisen. Hinzu kommt ihre Färbung. Auch diese ist erst intensiv, wenn sich der Fisch wohlfühlt. Daher bitte keine Einzelhaltung der sozialen Fische. Zudem sind „Goldfischgläser“ beziehungsweise runde Aquarien absolut ungeeignet.  

Goldfische im Gartenteich

Wenn der Gartenteich mindestens 150 cm tief ist, über verschiedene Teichzonen und ein geeignetes Filtersystem verfügt, dann ist er für Fische bewohnbar.

Für die Haltung im Gartenteich gilt: Auch ein Goldfisch hat Ansprüche.

Die Mindesttiefe ist notwendig, damit der Teich im Winter nicht durchfriert und Schwankungen im Teichkreislauf verkraften kann. Niedrige Teiche frieren im Winter durch, heizen sich im Sommer auf und kommen mit zusätzlichen Nährstoffen nicht zurecht. Solch ein Gartenteich wäre ungeeignet für einen Schwarm Goldfische.

Hat ihr Gartenteich die idealen Voraussetzungen, steht dem Besatz mit Goldfischen nichts im Weg. Allerdings sollten Sie den Teich auch nicht überfüllen. Pro Goldfisch sollten 500 Liter Wasservolumen zur Verfügung stehen, damit sich die Fische gut zu entwickeln. Wenn Sie einen Schwarm halten wollen, muss der Gartenteich die entsprechende Größe aufweisen.

Neben der Größe spielen auch das Bodensubstrat und die Bepflanzung eine Rolle. Ohne Bodensubstrat wirbeln die Fische beim Gründeln  Mulm auf und trüben das Wasser. Ideal ist ein feines Gemisch aus Kies und Sand. Darin können Nahrung gesucht und Pflanzen gesetzt werden.

Für die artgerechte und gesunde Haltung bepflanzen Sie den Teich vielfältig. Unterwasserpflanzen sorgen nicht nur für Sauerstoff, sondern entziehen dem Wasser auch Schadstoffe. Zusätzlich dienen Wasserpflanzen als Verstecke oder Laichplätze. Beispielsweise sorgen Seerosenblätter für Schatten. Damit es den Fischen nicht zu warm wird, liegt idealerweise ein Drittel des Gewässers im Schatten. Hierbei wärmt sich das Wasser nicht so schnell auf und es wird kein Algenwachstum provoziert.

Die beliebtesten Fische für den Gartenteich

Ein Gartenteich und ein Fischbestand gehören oftmals zusammen. Selbst wer eigentlich nur einen Gartenteich anlegen wollte, spielt schnell mit den Gedanken, einige Fische in den Gartenteich zu setzen. Dabei gibt es so einige Exemplare, die sich zu den beliebtesten Fischarten für die Teichhaltung entwickelt haben. Dies liegt vor allem an ihrer geringen Größe und ihren einfachen Haltungsbedingungen. Doch um welche Fische handelt es sich?

Der Klassiker unter den Fischen – Der Goldfisch

Goldfische gehören zu den beliebtesten Fischen im Gartenteich.

Wie auch in anderen Bereichen des Lebens, so gibt es auch im Gartenteich einen Klassiker. Hierbei handelt es sich um den Goldfisch. Der kleine gold-gelbe Fisch wird seit Jahrhunderten gezüchtet und gehört zu den beliebtesten Zierfischen. Mit einer maximalen Körperlänge von 30 cm und seinem friedlich, geselligen Wesen ist der Goldfisch ein gern gehaltener Fisch im Gartenteich. Die kleinen Schwarmfische brauchen Artgenossen und vertragen sich auch mit anderen Friedfischen sehr gut.

Der Sonnenbarsch: Exotische Schönheit

Mit einer maximalen Körperlänge von 15 cm gehört der Sonnenbarsch zu den kleineren Fischen. Seine Schuppen sind braun-türkis gefärbt und verleihen ihm ein exotisches Aussehen. Da die Fischart eine Wasserhärte von 17 bis 20 benötigt, um gesund zu bleiben, gehören bei der Haltung vom Sonnenbarsch regelmäßige Kontrollen der Wasserwerte dazu.

Während Goldfisch und Co. zu den geselligen Friedfischen gehören, sieht es beim Sonnenbarsch etwas anders aus. Denn der Gemeine Sonnenbarsch gehört zu den Raubfischen und sollte mit maximal einem Artgenossen zusammen gehalten werden. Hierbei müssen Sie allerdings mit reichlich Nachwuchs rechnen. Die Fischbabys würden wiederum dafür sorgen, dass sich keine Insekten, Amphibien oder andere kleineren Fische im Teich halten können. Wollen Sie jedoch eine natürliche Methode, um den Nachwuchs anderer Teichfische zu regulieren, dann ist der Sonnenbarsch eine Möglichkeit.

Doch eine Vergesellschaftung ist auch mit dem Sonnenbarsch möglich. Dafür sollten die Fische nicht zu klein sein, da sie sonst auf dem Speiseplan des Barsches stehen.

Aktive Schwimmerin – Die Goldorfe

Ein beliebter Fisch für den Gartenteich ist auch die Goldorfe. Die Fischart erreicht eine maximale Körperlänge von 25 cm und trägt weißgoldene bis orangerote Schuppen. Die Goldorfe ist schlank und sehr schwimmfreudig. Daher darf der Teich keinesfalls zu klein sein. Die lebhaften Fische brauchen genügend Schwimmplatz.

Als Teichbesitzer haben Sie viel Freude an diesem Fisch, da er sich gerne zeigt. Was die Goldorfe gar nicht mag, ist Einzelhaltung. Denn das Tier braucht einen Schwarm bestehend aus mindestens 8 Artgenossen. Gemeinsam schwimmen sie durch das Gewässer und präsentieren ihr facettenreiches Verhalten. Eine Verhaltensweisen zeigt das taktische Vorgehen der Fische: Die zügigen Schwimmer ernähren sich von Insekten, Mückenlarven sowie Pflanzen. Dabei locken Sie ihre Nahrung ins Mittelwasser des Teichs oder an die Wasseroberfläche und verspeisen sie dann. Damit sind die kleinen Zierfische auch nützlich, da sie die Mücken dezimieren.

Elritze – Ein umtriebiger Fisch

Die Elritze bleibt klein und zeigt sich überall im Teich.

Bei der Elritze handelt es sich um einen sehr lebhaften Teichfisch. Dabei bleibt diese Fischart mit einer Körperlänge von 8 cm vergleichsweise klein. In einem Schwarm von mindestens zehn Tieren fühlt sich der kleine Fisch wohl. Seine Schuppen zeigen eine dezente Silberfärbung und fallen besonders vor dunkleren Teichgründen auf.

Die Elritze bevorzugt keinen bestimmten Teichbereich und ist in der gesamten Wassersäule unterwegs. Diese Verhaltensweise trägt zu seiner Beliebtheit bei. Immerhin durchschwimmt die Elritze alle Ebenen und bringt Leben in das Gewässer. Zu seiner Nahrungsquelle gehören Pflanzen ebenso wie Wassertiere und Insekten, die auf der Wasseroberfläche landen.

Liebevolle Pärchen – Bitterling

Der sogenannte Bitterling ist ein kleinerer Fisch und erreicht nur eine Körperlänge von acht Zentimetern. Mit seinen silbernen Schuppen funkelt der Fisch wie ein kleiner Diamant, wenn Sonnenstrahlen auf ihn treffen. Hinzu kommt bei den Männchen die rötliche Iris, die dem Fisch ein außergewöhnliches Aussehen verleiht. Zu seinen Lieblingsspeisen gehören Insekten, kleine Wassertierchen sowie Pflanzen.

Auch für den Bitterling gilt, dass er Artgenossen zum Leben braucht. Denn diese Fischart bewegt sich paarweise durch den Teich. Ohne Partner würde der Bitterling eingehen. Sie sollten mindestens vier der Tiere halten, sodass ein Schwarm entsteht und jeder einen Partner hat. Wenn Sie Platz für mehr Bitterlinge haben, achten Sie bitte auf eine gerade Anzahl. So können sich die Tiere ihren Partner aussuchen und keiner bleibt alleine zurück.

Bepflanzung für die Tiefwasserzone

Ein Gartenteich gliedert sich in mehrere Zonen. Jede dieser Gartenteichbereiche hat seine eigenen Eigenschaften und Ansprüche. Neben dem Uferbereich, der Sumpfzone und dem Flachwasserbereich gibt es noch die Tiefwasserzone. Trotz all der Unterschiede haben die Zonen eine Gemeinsamkeit: Sie verfügen über reichlich Pflanzen, die für den jeweiligen Bereich charakteristisch sind. Doch was ist die ideale Bepflanzung für die Tierwasserzone und warum ist sie überhaupt nötig?

Was ist die Tiefwasserzone?

Die Tiefwasserzone ist der mittige Bereich im Gartenteich und beginnt ab einer Tiefe von ungefähr 90 cm. Falls es sich um einen Gartenteich mit Fischbesatz handelt, sollte der Tiefwasserbereich entsprechend mindestens 120 bis 150 cm tief sein. Mit einer solchen Tiefe wird sowohl verhindert, dass sich das Wasser im Sommer zu sehr erhitzt, als auch im Winter durchfriert.

Warum sind Pflanzen sinnvoll?

Das A und O für den Gartenteich ist sein Klima. Das heißt die Aspekte Sauerstoffgehalt und Nährstoffe müssen im Gleichgewicht sein. Damit dies so ist, braucht es die richtige Bepflanzung. Denn Unterwasserpflanzen produzieren Sauerstoff und nehmen zusätzlich Nährstoffe aus dem Wasser auf. Wenn keine überschüssigen Nährstoffe im Wasser vorkommen, kann auch kein Algenproblem entstehen. Immerhin fehlt die Lebensgrundlage der Alge, wenn die vorhandenen Nährstoffe bereits von den Pflanzen aufgenommen wurden.

3 Arten von Pflanzen

Es gibt unterschiedliche Pflanzenarten in der Tiefwasserzone. Zum einen gibt es sogenannte Schwimmblattpflanzen. Diese wurzeln im Boden und verfügen über lange Blüten- sowie Blattstiele mit denen sie die Wasseroberfläche erreichen. Zum anderen bewohnen ständig untergetauchte Pflanzen den tiefen Bereich im Gartenteich. Sie kommen mit wenig Licht aus und leben vollständig im Wasser. Dabei treiben sie frei im Wasser und wurzeln nicht. Als drittes gibt es im Tiefwasserbereich noch die Schwimmpflanzen. Sie treiben frei im Gartenteich und haben feine Wurzelhärchen.

Keine Wurzeln, sondern Blätter

Auch unter Wasser sorgen die Pflanzen für Sauerstoff.

Unterwasserpflanzen sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten der Tiefwasserzone. Die Blätter der ständig untergetauchten Pflanzenarten sind in der Lage die noch so kleinste Menge an Nährstoffen aus dem Wasser aufzunehmen. Da die Versorgung dieser Unterwasserpflanzen über die Blätter vollzogen wird, bilden sie kaum bis gar keine Wurzeln. Deshalb benötigen Sie im Tiefwasserbereich auch kein Bodensubstrat. Durch natürlich entstehende Ablagerung wird mit der Zeit dennoch eine Schlammschicht am Teichboden entstehen. Hier können schwache Wurzeln bei Bedarf hineinwachsen.

Passende Pflanzen für die Tiefwasserzone

Für die Tiefwasserzone gibt es Pflanzen, die fast vollständig unter Wasser leben und solche, die mit Hilfe ihrer Schwimmblätter an der Teichoberfläche zu sehen sind. Eine Auswahl für Ihren Gartenteich bekommen Sie nun:

  • Seerose
  • Wasserpest
  • Tausendblatt
  • Wasserfeder
  • Hornkraut
  • Wasserlinse
  • Schwimmfarn
  • Krebsschere
  • Wasserhyazinthe
  • Muschelblume
  • Wasserhahnenfuß
  • Wassernuss
  • Hechtkraut
  • Seekanne
  • Wasserknöterich

Ratgeber: Fischhaltung im Gartenteich

Die Fischhaltung im Gartenteich gestaltet sich anders, als die Haltung im Aquarium. Immerhin sind Fische im Gartenteich jahreszeitlichen und wetterbedingten Veränderungen ausgesetzt. Zudem gibt es verschiedene Arten von Gartenteichen, bei denen sich die Fischhaltung wiederum unterscheidet. Das heißt, dass es nicht DIE allgemeine Fischhaltung im Gartenteich gibt. Zudem müssen die Ansprüche der jeweiligen Fischart miteinbezogen werden. Doch es gibt auch generelle Faktoren, die Sie beachten sollten, damit eine artgerechte Fischhaltung in Ihrem Gartenteich generell möglich ist. Welche Kriterien das sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der richtige Standort

Der Standort ist das A und O für die Fischhaltung.

Wenn Sie Fische in Ihrem Gartenteich halten wollen, ist der wichtigste Aspekt der Standort des Gewässers. Denn der Teich darf der Sonneneinstrahlung nicht permanent ausgesetzt sein. Liegt der Gartenteich in der Sonne, treten im Sommer schnell Oberflächentemperaturen von 30°C auf. Zahlreiche Teichfische kommen aus kühlen Gewässern bzw. großen Gewässern mit der Möglichkeit sich in tiefer liegende Zonen zurückzuziehen. Daher wäre ein Teich in vollsonniger Lage nicht artgerecht und würde der Gesundheit der Fische schaden.

Allerdings heißt das nicht, dass Sonne für den Gartenteich tabu ist. Idealerweise bekommt das Gewässer nur zeitweise Sonnenstrahlen ab. Beispielsweise sind die morgendlichen Sonnenstunden perfekt, um den Fischen Tageslicht und etwas Wärme zu bieten, ohne das Wasser aufzuheizen.

Welche Größe für den Teich?

Die Größe des Gartenteichs ist entscheidend für die Wahl und Anzahl der Fische. Bei schwimmaktiven Fischarten sollte die Länge der Tiere mit dem Faktor 10 multipliziert werden. Beispielsweise gilt diese Regelung für Störe. Für ruhigere Fischarten wird die Körperlänge des Tieres mit dem Faktor 5 bis 8 multipliziert. Sollen den Teich unterschiedliche Fischarten bewohnen, muss die Berechnung von der Körperlänge des größten Fischs ausgehen.

Störe brauchen einen großen Gartenteich.

Zum besseren Verständnis: Sollte ein schwimmaktiver Fisch mit 1 Meter Körperlänge das größte Exemplar im Teich werden, muss der Gartenteich 10 Meter lang sowie 6 Meter breit sein und bei einem Fisch mit 50 cm Länge 3 bis 4 Meter.

Die Tiefe des Gewässers sollte nie unter 1,5 Meter liegen. Nur so verhindern Sie, dass das Wasser im Sommer überhitzt bzw. im Winter durchfriert. Beide Szenarien wären tödlich für die Fische im Gartenteich.

Wenn Sie die passende Größe des Gartenteichs an die Fischarten angepasst haben, sollten Sie den Teich nicht maßlos mit Tieren befüllen. Für einen Fisch mit 50 cm Länge sollten 1.000 bis 3.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Alles sauber dank Teichtechnik

Für Fische im Gartenteich ist auch die richtige Teichtechnik wichtig. Hierzu gehören u. a. ein Filter und eine Teichpumpe. Diese sorgen dafür, dass alles sauber bleibt und die Fische mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden. Eine Filteranlage erleichtert Ihnen das Säubern des Gewässers. Denn Fische verunreinigen das Wasser durch Futterreste und Ausscheidungen. Würden diese einfach im Teich belassen, würde der steigende Nährstoffgehalt zu erhöhten Algenwachstum führen. Genau das wird mit einer entsprechenden Filteranlage verhindert.

Zusätzlich sorgt eine gute Pumpe für eine Anreicherung mit Sauerstoff. Dabei ist der Sauerstoff nicht nur für die Fische lebensnotwendig, sondern auch für die im Wasser lebenden Mikroorganismen. Diese erhalten das Ökosystem im Teich und verhindern ebenfalls eine Algenausbreitung.

Fazit: Wenn Sie nun die Faktoren Fischarten, Standort, Größe und Technik bedacht haben, dann steht der Fischhaltung im Gartenteich nichts mehr im Weg.

Der Gartenteich und die Flachwasserzone

Welche Pflanzen sind geeignet?

Ein Gartenteich gliedert sich in verschiedene Zonen. Jeder dieser Abschnitte hat seine eigenen Merkmale und Ansprüche. Daher auch die Flachwasserzone. Sie schließt sich an die Ufer- und Sumpfzone an. Demgemäß ist die Zone der erste Bereich im Gartenteich, der ständig im Wasser steht.

Die Flachwasserzone ist mindestens 20 bis 60 cm tief und 30 bis 50 cm breit. Entsprechend müssen bei der Tiefe die unterschiedlichen Wetterverhältnisse bedacht werden. Denn auch bei Hitze sollte sich in dieser Zone Wasser befinden. Immerhin stehen in diesem Bereich nur Pflanzen, die permanent Wasser benötigen. Kurzum: Pflanzen der Flachwasserzone vertragen keine noch so kurze Austrocknung.

Keine Algen dank Flachwasserzone

Die Flachwasserzone spielt eine wichtige Rolle bei der Gesundheit des Gartenteichs. Immerhin sind in dem Flachwasserbereich die meisten algenverhindernden Pflanzen angesiedelt. Denn die Teichpflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser und dem Boden auf. Während die gepflanzten Gewächse gedeihen, fehlt es den Algen an Nährstoffen.

Wenn es keine Pflanzen in dem Bereich gäbe, würde der Nährstoffgehalt in Kombination mit Sonne zu einem Algenbefall führen. Anders gesagt: Wird die Zone optimal bepflanzt, fehlen die Nährstoffe für ein Algenwachstum. Somit trägt die Flachwasserzone bedeutend zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich bei.

Welche Pflanzen sind geeignet?

Die Sumpfschwertlilie gehört zu den beliebtesten Pflanzen der Flachwasserzone.

In der Flachwasserzone befinden sich größtenteils Pflanzen, die teilweise oder ganz über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Dennoch befinden sich ihre Wurzeln im Wasser. Das heißt, sie brauchen einen ständigen Wasserkontakt. Wohingegen im tieferen Bereich bereits Pflanzen angesiedelt sind, die ständig untergetaucht bleiben. Doch welche Pflanzen sind für den Flachwasserbereich des Gartenteichs geeignet?

Pflanzen für die Flachwasserzone

  • Froschlöffel
  • Hechtkraut
  • Igelkolben
  • Kalmus
  • Kardinalslobelie
  • Rohrkolben
  • Pfeilkraut
  • Schwanenblume
  • Sumpfschwertlilie
  • Tannenwedel
  • Teich-Schachtelhalm
  • Teichsimse
  • Wasserlobelie
  • Zungen-Hahnenfuß
  • Zwergkalmus
  • Zwerg-Rohrkolben
  • Zwerg-Seerose

Aufgepasst bei der Pflanzenwahl

Die Pflanzen in der Flachwasserzone sind robuste Gewächse mit einem regen Wachstum. Zum Beispiel Rohrkolben und Schilf wachsen gerne bzw. viel. Dementsprechend sollten sie nur für größere Gartenteiche genutzt werden. Infolge würde kleinere Gewässer schnell zuwachsen. Gute Alternativen sind die kleineren und zahmeren Verwandten dieser Pflanzen.

Beispielsweise entsteht mit Zwerg-Rohrkolben und Zwergkalmus weniger Arbeit bzw. Rückschneidebedarf. Allerdings haben auch die Pflanzen mit Hang zum regen Wachstum ihren Reiz. So überzeugt zum Beispiel der Zungen-Hahnenfuß mit leuchtenden Blüten und der Igelkolben zeigt hübsche Fruchtstände.

Unser Tipp: Setzen Sie stark wachsende Gewächse in Pflanzgefäße. In diesen geschlossenen Behältern haben die Pflanzen genügend Platz sich zu entfalten ohne sich unkontrolliert auszubreiten. Damit verhindern Sie auch, dass diese Pflanzen langsamer wachsende Gewächse verdrängen.