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Der Sumpfbereich im Gartenteich

Die richtige Bepflanzung

Der Gartenteich ist etwas fürs Auge und für die Seele. Hier kann entspannt sowie beobachtet werden und das direkt im heimischen Garten. Doch ein Gartenteich bedeutet nicht nur Wasser, sondern auch eine vielfältige Bepflanzung. Die Vegetation gliedert sich im Gartenteich in unterschiedliche Bereiche. Eine davon ist der sogenannte Sumpfbereich. Dieser schließt sich an die Uferzone an und ist eine flache sowie breite Zone. Der Sumpfbereich sollte maximal 30 cm breit sein und eine Tiefe zwischen 10 bis 20 cm besitzen.

Wo sich das Leben tummelt

Der Sumpfbereich ist Lebensmittelpunkt verschiedener Amphibien, Insekten und Vögel. Darunter befinden sich unter anderem Frösche, Kröten, Molche und Libellen. Folglich ist es wichtig, dass die Bepflanzung stimmt. Dafür braucht es für die Tiere das richtige Maß, um sich gut zwischen den Pflanzen verstecken und sich dennoch problemlos durch die Bepflanzung fortbewegen zu können. Das heißt, für die richtige Bepflanzung der Sumpfzone müssen die Bereiche Optik und Tierwelt in Einklang gebracht werden. Mit der optimalen Pflanzenauswahl gelingt ein harmonischer Übergang vom Festland hinein ins kühle Nass. Immerhin stellt der Sumpfbereich die Verbindung von Land zu Wasser her. Welche Pflanzen sind also geeignet, um den Teich in den Garten einzubinden und ihn nicht wie eine große Pfütze aussehen zu lassen?

Typisch für den Sumpfbereich

Es ist typisch für die Sumpfzone, dass der Wasserstand schwankt. Diese charakteristische Schwankung beträgt zwischen 0 bis 10 Zentimeter. Das heißt, dass die Pflanzen im Sumpfbereich mal im Trockenen stehen können und auch Überschwemmungen gewohnt sind. Allerdings gilt diese Überflutung nur für Wurzeln und Stamm. Die Blüten und Blätter befinden sich bei den Pflanzen im Sumpfbereich oberhalb der Wasserlinie. Diese Bedingungen sind nicht für jede Pflanze gemacht. Doch es gibt genügend prachtvolle Gewächse, die diese Abwechslung des Wasserstands vertragen.

Passende Pflanzen für die Sumpfzone

Hierzu gehören zum Beispiel:

  • gelbe Sumpfdotterblume
  • blaues Sumpf-Vergissmeinnicht
  • Wiesen-Knöterich
  • rote Kardinals-Lobelie
  • Wasser-Minze
  • Zwerg- und Korkenzieher-Binse
  • Schwertlilienarten wie die Amerikanische Sumpf-Iris und die Asiatische Sumpf-Iris
  • Blutweiderich
  • Krauses Laichkraut
  • Gauklerblume
  • Sumpfcalla
  • Wollgras
  • Sumpffarn
  • Mädesüß
  • Laugenblume
  • Sumpf-Schachtelhalm

Diese Pflanzen vertragen nasse „Füße“ und machen aus jedem Teich ein Schmuckstück.

Eine Schwertlilie erstrahlt im Sumpfbereich mit ihren kräftigen Farben.

Worauf es ankommt: Der Boden

Mit dem wechselnden Wasserstand kommen die Sumpfpflanzen zurecht. Doch ein paar Ansprüche haben auch Pflanzen für den Sumpfbereich: Sie brauchen einen speziellen Boden. Die meisten Gewächse für die Sumpfzone benötigen einen leicht sauren bis neutralen Boden. Zudem sollte der Standort kalkfrei bzw. mindestens kalkarm sein. Generell ist die Kombination aus Gartenteich und Kalk nicht gut, da Kalk das Algenwachstum fördert. Breiten sich Algen im Gartenteich aus, ersticken sie die Sumpfpflanzen.

Die beste Wahl für den Boden ist ein Lehm-Humus-Gemisch. Dieser Boden hält die Feuchtigkeit, was gerade bei einem niedrigen Wasserstand optimal ist. Bei einem Sandboden würde der Bereich komplett austrocknen und die Pflanzen verdursten. Um die Pflanzen im Sumpfbereich gesund über den Winter zu bringen und die Bodenfeuchtigkeit auch in der kalten Jahreszeit zu halten, kann das Beet mit Laub oder Rindenmulch abgedeckt werden. Diese Schicht wird im Frühjahr einfach wieder entfernt. Ohne diesen Schutz sollte die Sumpfzone im Winter bis zum Frühjahrsbeginn regelmäßig gewässert werden.

Zeit zum Pflanzen

Wer einen Gartenteich neu anlegt und ihn bepflanzen will oder bei seinem eingefahrenen Gewässer neue Pflanzen setzen mag, der sollte das zwischen Mitte April und Mitte Mai machen. In diesem Zeitraum gehen die Pflanzen am besten an. Das Wasser und der Boden sind in diesen Monaten nicht mehr gefroren, sondern soweit erwärmt, dass Pflanzen anwachsen können. Beim Einsetzen neuer Pflanzen müssen alle Triebspitzen aus dem Bodensubstrat hinausragen. Damit das gelingt, wird ein breites sowie tiefes Pflanzloch ausgehoben. Das Loch muss so groß sein, dass sich die Wurzeln ungehindert entfalten können. Anschließend wird der Boden leicht angedrückt, aber keinesfalls stark verdichtet. Bei der Bepflanzung sollten die Dimensionen der einzelnen Pflanzen bedacht werden und nicht wahllos gepflanzt werden.

Fragen Sie sich: Welche Pflanze wird groß, welche bleibt klein und welche ist konkurrenzstark. Wer diese Aspekte beachtet und die Pflanzen dementsprechend anordnet, hat lange Zeit viel Freude an seinem Sumpfbereich.

Der Standort für den Gartenteich

Ratgeber: So finden Sie den idealen Platz

Wasser zieht unsere Blicke förmlich an. Leichtes Plätschern, sanfte Wellen oder der Anblick der umher schwimmenden Fische üben auf uns Faszination und Entspannung zugleich aus. Deshalb träumen viele Menschen von einem eigenen Gartenteich. Mit einem solchen Gewässer im heimischen Garten, befindet sich die Entspannungsoase direkt vor der eigenen Haustür. Wer sich für einen eigenen Gartenteich entscheidet, steht bald vor der Frage: Wo genau ist der ideale Standort für den Gartenteich? Um das zu beantworten, müssen einige Faktoren miteinbezogen werden. Welche das sind, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Die Bedeutung des Standorts

Ein Gartenteich ist nicht nur mit Wasser gefüllt, sondern auch ein Sammelbecken für Leben. Hier tummeln sich unterschiedliche Tiere und Pflanzen. Damit diese Lebewesen gut gedeihen können, brauchen sie ausgewogene Umweltbedingungen. Das gelingt nur, wenn der Gartenteich optimal positioniert ist. Nur so fällt genügend Sonnenlicht auf das Gewässer, ohne dass das Wasser überhitzt. Gleichzeitig gibt es schattige Plätze, ohne dass der Teich durch herabfallendes Laub erstickt wird.

Bautechnische Faktoren

Um den richtigen Standort für den Gartenteich zu finden, sollten die Dimensionen des Gewässers bereits klar sein. Die entsprechende Tiefe muss am Standort gegeben sein. Zudem dürfen am gewünschten Standort keine Leitungen im Erdreich liegen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob sich am beabsichtigten Platz Leitungen befinden, sollten Sie Probegrabungen durchführen. Während Fremdleitungen vermieden werden müssen, gibt es Anschlüsse, die benötigt werden. Für die Teichtechnik wird beispielsweise ein Stromanschluss benötigt und für den Ab- bzw. Zulauf sollten Sie eine Wasserleitung einplanen.

Wasserpflanzen bestimmen mit

Der Standort muss die Bedürfnisse der Wasserpflanzen erfüllen.

Neben den bautechnischen Faktoren haben auch die Wasserpflanzen einen Einfluss auf die Standortbestimmung. Pflanzen gehören zum Gartenteich dazu. Sie regeln maßgeblich das Klima im Gewässer und sorgen für Sauerstoff. Durch Wasserpflanzen ist es möglich, entsprechende Teichtechnik zu entlasten. Deshalb muss der Standort des Gartenteichs ideal für die Bedürfnisse der Wasserpflanzen sein. Für ihr Wachstum benötigen die Pflanzen Sonnenlicht. Das Licht sollte mindestens vier Stunden am Tag auf das Wasser scheinen. Das ist für die Pflanzen notwendig, um Fotosynthese zu betreiben. Am Mittag sollte der Teich jedoch im Schatten liegen, um nicht zu überhitzen. Wassertemperaturen über 28°C fördern Algenwachstum, Kleinlebewesen arbeiten nicht mehr und das Gewässer weist kein lebenswertes Klima mehr auf. Für gute Lebensbedingungen und ein optimales Wasserklima sind 6 Sonnenstunden pro Tag zu empfehlen. Das gelingt mit einem Standort im Halbschatten.

Eine Frage der Lage

Der Gartenteich sollte jederzeit zugänglich sein und das von allen Seiten. Daher sollte genügend Abstand zum Nachbargrundstück, zu Wegen, Straßen und der eigenen Gartenbegrenzung eingehalten werden. Ein Standort auf einem Hügel oder in einer Kuhle sind ungeeignet. Der ebene Boden ist aus physikalischer Sicht notwendig, damit das Wasser dort bleibt, wo es soll. Eine leichte Bodenneigung lässt sich durch einen korrigierenden Aushub beheben.

Ist die Unebenheit am beabsichtigten Standort allerdings ausgeprägt, kann entweder der umgebende Boden begradigt werden oder Sie entscheiden sich für einen anderen Standort. Eine stark geneigte Fläche führt ansonsten dazu, dass Regenwasser in den Teich hinein fließt und ihn übersäuert. Auf der anderen Seite läuft das Wasser aus dem Teich und überschwemmt den Garten. Der Untergrund sollte nicht felsig sein, da kleinere sowie größere Felsen den Gartenteichbau verkomplizieren. Immerhin muss ein ebener Untergrund entstehen – ohne felsige Hügel oder Löcher. Zusätzlich sollten Bereiche als Standort vermieden werden, die frostgefährdet sind. Denn auch im Winter muss das Wasserklima ausgewogen sein.

Bäume am Gartenteich?

Wie bereits erklärt, liegt der ideale Platz für den Gartenteich im Halbschatten. Das heißt aber nicht, dass direkt ein Baum in der Nähe stehen muss. Denn Bäume spenden zwar Schatten, jedoch machen sie auch Arbeit. Im Herbst werfen sie ihr Laub ab und bedecken damit die Wasseroberfläche. Auch Nadelbäume lassen ihr Grün im jahreszeitlichen Rhythmus fallen. Deswegen müssen Gartenteiche, die in der Nähe von Bäumen angelegt werden, häufig gereinigt werden. Abhilfe schafft ein Laubschutznetz, dass über den Gartenteich gespannt wird. Es verhindert, dass herunterfallendes Laub im Wasser landet. Ein weiterer Risikofaktor bei Bäumen sind ihre Wurzeln. Wird der Gartenteich sehr nah neben Bäumen angelegt, können die Wurzeln die Teichfolie durchstoßen. Deswegen sollte ein entsprechender Abstand zwischen Gartenteich und Bäumen eingehalten werden.

Algen im Gartenteich

Was können Sie dagegen tun?


Der Gartenteich ist Wohlfühloase, Ort zum Entspannen sowie Genießen und ein Treffpunkt für nachmittägliche Kaffeekränzchen. An dem Gewässer können die Gedanken schweifen gelassen sowie die heimische Flora und Faune beobachtet werden. Doch was tun, wenn das sonst so schöne Nass plötzlich von grünen Algen durchzogen ist?

Algen sind ganz natürlich, können aber zur Plage werden.

Algen sind etwas ganz natürliches und sie kommen in fast jedem Gewässer vor. Ist im Wasser eine normale Nährstoffkonzentration enthalten, herrscht ein friedliches Zusammenleben von Fischen und Pflanzen. Wenn jedoch der Gehalt des Phosphats auf über 0,035 mg pro Liter ansteigt, werden die Lebensbedingungen für Algen verbessert. Kommt nun ein Anstieg der Sonneneinstrahlung und entsprechend der Wassertemperatur hinzu, kommt es zur Algenblüte. Dies ist eine explosionsartige Vermehrung von Algen. Es gilt daher, die positiven Bedingungen für den Algenwachstum zu verhindern. Dazu müssen die im Wasser enthaltenen Nährstoffe im Blick behalten werden.

Wie gelangt Phosphat in den Teich?

Für Phosphat gibt es mehrere Wege in das Gewässer. Die häufigste Ursache ist die Kombination aus Fischkot und nicht gefressenem Fischfutter. Beide Elemente legen sich auf dem Teichboden nieder und zersetzen sich dort in ihre Bestandteile. Dabei wird Phosphat freigesetzt und reichert das Wasser an. Weitere Ursache ist das Unterspülen: Bei starken Regenfällen kommt es vor, dass die Nährstoffe aus der Gartenerde herausgespült werden. Gleiches passiert mit Dünger aus benachbarten Beeten oder dem Rasen. Sie werden geradewegs in den Teich gespült und erhöhen den Phosphatgehalt. Zusätzlich führt auch Laub zu einem Anstieg der Phosphatwerte.

So ziehen Sie Nährstoffe aus dem Wasser

Algen sind nicht die einzigen Pflanzen, die u.a. Phosphat für ihr Wachstum brauchen. Auch die anderen Teichpflanzen nutzen Phosphat, Nitrat und andere Nährstoffe, um zu wachsen. Deswegen ist eine Möglichkeit das Algenwachstum zu reduzieren, indem genügend Teichpflanzen im Gewässer leben. Denn viele Teichpflanzen brauchen viele Nährstoffe. Damit werden die Stoffe schnell durch die Pflanzen gebunden und stehen den Algen nicht mehr zur Verfügung. Sind die Nährstoffe erst einmal aufgenommen, können von Zeit zu Zeit die Wasserpflanzen zurückgeschnitten werden. Nicht nur die Wasserpflanzen müssen im Blick behalten werden, sondern auch die Algen selbst sollten aus dem Gewässer entnommen werden. Dafür gibt es spezielle Stäbe, mit denen die Algen gegriffen werden können.

Mineralische Bindemittel helfen gegen Algen.

Eine weitere Möglichkeit gibt es in Form von mineralischen Bindemitteln, sogenannten Phosphatbindern. Dabei werden die Nährstoffe chemisch gebunden und können von keiner Pflanze mehr aufgenommen werden.

Renovieren Sie den Gartenteich

Mit einer sogenannten Renovierung kann effektiv gegen Algen vorgegangen werden. Dafür wird die Mulmschicht entfernt. Das ist die Schicht, die sich durch Fischkot, Futterreste und andere vermoderte Dinge am Teichboden abgesetzt hat. Nach der Entfernung wird der Boden mit neuer Teicherde aufgefüllt. Diese sollte nährstoffarm sein. Die Teichpflanzen müssen bei einer Teichrenovierung ordentlich zurückgeschnitten werden. Auch ihr Bodensubstrat sollte gegen eine nährstoffarme Erde getauscht werden. Noch besser ist es, wenn die Pflanzen in spezielle Pflanzkörbe gesetzt werden. Diese kommen ganz ohne Substrat aus.

Gartenteich für Balkon und Terrasse

Alles rund um den Miniteich

Wenn Sie keinen Garten haben, müssen Sie keinesfalls auf einen eigenen Teich verzichten. Denn Sie können einen Teich auch oberirdisch und bei wenig Platz anlegen. Ob Balkon oder Terrasse, die Lösung heißt: Miniteich.

Selbstgemachter Miniteich

Für einen Miniteich können Sie allerhand Gefäße als Basis nutzen. Hierzu gehören unter anderem Teichwannen, halbierte Weinfässer, Viehtränken, Badewannen, Steintröge, Mörtelkübel und Betonringe. Wichtig ist, dass die Behälter dicht sind und keine Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben. Beispielsweise brauchen Gefäße wie ein Betonring noch einen geeigneten Boden. Zudem sollten Sie die Innenwände der Gefäße mit einer schadstofffreien und wasserdichten Beschichtung versehen. Alternativ können Sie die Wände mit einer geeigneten Teichfolie abdichten. Übrigens können Sie die Miniteiche auch von außen gegen die Witterung schützen. Hierfür nutzen Sie einen Anstrich bzw. eine Imprägnierung.

Fertigen Miniteich kaufen

Wer auf einen bereits fertigen Miniteich zurückgreifen will, der findet im Fachhandel eine große Auswahl. Ob rund, sechseckig, aus imprägniertem Holz, Stoff, in neutralem Beige, Grau oder auffälligem Giftgrün, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Größe und Form des Miniteichs sollte zum jeweiligen Standort passen. Dieser sollte idealerweise halbschattig und windgeschützt sein. Aufgrund der Größe und oberirdischen Lage würde sich das Wasser bei sonniger Lage zu sehr aufheizen. Das würde den Teichpflanzen schaden oder sie sogar eingehen lassen. Daher empfiehlt sich ein geschützter Standort.

Mit was Sie einen Miniteich befüllen?

Da der Miniteich kleiner als der übliche Gartenteich ist, sollte auch die Bepflanzung entsprechend weniger üppig ausfallen. Wählen Sie Teichpflanzen, die klein bleiben und nicht zu stark wuchern. Bei einem Miniteich mit einer Tiefe von 40 cm und einem Durchmesser von 80 cm setzen Sie beispielsweise eine Zwergseerose, ein Zwerg-Rohrkolben, blaues Hechtkraut und eine Schwanenblume. Das Arrangement ergänzen Sie durch Stängel von Tausendblatt, Wasserpest oder Hechtkraut, damit wird der nötige Sauerstoff geliefert. Die Seerose kann auch durch eine Wasserhyazinthe, einen Froschbiss oder eine Muschelblume ersetzt werden.

Was jedoch wichtig ist: Setzen Sie austreibende Pflanzen wie den Zwerg-Rohrkolben in einen Pflanzkorb. Ansonsten verteilen sich seine Triebe und verdrängen alle anderen Teichpflanzen. Trotz des geringeren Platzes, müssen die jeweiligen Bedürfnisse beachtet werden. Deshalb sollte z.B. die Zwergrose in einen mit ungedüngter Erde sowie Langzeitdünger befüllten Gitterkorb gesetzt werden. Für die übrigen Pflanzen eignet sich ein Bodensubstrat aus Sand, ungedüngtem Lehm oder Erde. Hierauf kommt eine Schicht kalkfreier Kies. Dieser verhindert, dass das Pflanzsubstrat weggeschwemmt und das Wasser getrübt wird.

Für das Wasser im Miniteich gilt: Je weicher und weniger Kalk, desto besser. Denn kalkhaltiges Wasser führt zu Ablagerungen an den Innenwänden der Miniteiche.

Fische sind für den Miniteich eher nicht geeignet. Durch den geringeren Platz und die fehlende Filterung sowie Pumpe sollte der Miniteich lediglich für Teichpflanzen verwendet werden. Zumal der Miniteich im späten Herbst oftmals abgelassen wird. Seine oberirdische Lage und die geringe Größe würden im Winter nämlich zu einem vollständigen Zufrieren des Wassers führen. Daher wird der Miniteich im Herbst entweder geschützt im Wintergarten bzw. Gewächshaus untergestellt oder er wird geleert.

Was gibt es zu beachten?

Ein Aspekt sollte vor der Beschaffung eines Miniteichs bedacht werden: Sein Gewicht. Der Balkon muss nicht nur das Gewicht des Gefäß an sich tragen können, sondern auch die Wasserfüllung. Wird ein Steintrog gewählt und mit Wasser gefüllt, kann schnell eine Tonne an Gewicht pro m² entstehen.  Deswegen muss schon während der Planung klar sein, welche Last die Terrasse und/oder der Balkon halten. Zusätzlich spielt das Gewicht beim Standort eine weitere Rolle: Ein Verschieben wird unmöglich. Ist der Miniteich erst einmal befüllt, kann er meist nicht mehr bewegt werden. Deshalb sollten Sie sich beim Standort wirklich sicher sein. Ein nachträgliches Verschieben kann nur nach Entleerung des Teichs geschehen. Je nach Last kann ein Rollbrett, wie es für schwere Blumenkübel erhältlich ist, die Mobilität des Teichs erhöhen.

Die verschiedenen Zonen im Gartenteich

Welche Zonen gibt es?

Ein Gartenteich ist oftmals eine Nachbildung von natürlichen Gewässern. Eine Ausnahme sind spezielle Teicharten wie etwa der Fischteich oder der Miniteich. Doch generell wird bei Gartenteichen versucht, ein Stück Natur in den heimischen Garten zu holen und damit dies gelingt, müssen die verschiedenen Tiefenzonen von natürlichen Gewässern nachgeahmt werden. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Zonen im Gartenteich. Die Uferzone bzw. den Teichrand, die Sumpfzone, die Flachwasserzone und die Tiefwasserzone.

Die Uferzone

Den Anfang eines jeden Gartenteichs bildet die Uferzone. Dieser Rand grenzt das Gewässer vom übrigen Garten ab. Daher sollte diese Abgrenzung optisch ansprechend gestaltet werden. Hierfür eignen sich die unterschiedlichsten Materialien. Beliebt sind u.a. Steine in verschiedenen Größen, die die Uferzone natürlich wirken lassen. Allerdings sollte nicht bloß Stein an Stein gelegt werden, da das wiederum künstlich wirken würde. Vielmehr sollte eine scheinbar willkürliche Verteilung von kleineren und größeren Steinen genutzt werden – immer so, dass Tiere problemlos zum bzw. aus dem Gewässer kommen können. Doch beim Thema Stein sollte auch nicht übertrieben werden. Denn gerade bei Folienteichen kann eine Last aus Steinen  dem Folienmaterial schaden. Zusätzlich ist auch Holz ein gern genutzter Teichrand und grüner wird es mit einer bepflanzten Uferzone in Form kleiner Pflanzenbeete. Gräser und Stauden geben dem Teichrand das gewisse Extra.

Die Sumpfzone

Die Sumpfzone schließt sich an die Uferzone an. Es handelt sich um eine breite sowie flache Zone. Daher ist es wichtig, dass die Zone nicht steil angelegt wird, damit Vögel, Amphibien und andere Tiere problemlos an das Gewässer kommen. Die maximale Breite der Sumpfzone beträgt 30 cm. Hinzu kommt eine Tiefe von 10 bis 20 cm. Insgesamt macht die Sumpfzone ca. 1/3 der Teichoberfläche aus. Dieser Bereich wird mit allerlei Sumpfpflanzen besiedelt. Immerhin soll der Rand durch die Bepflanzung optisch ansprechend wirken. Allerdings darf die Bepflanzung auch nicht zu dicht ausfallen, da es den Tieren sonst nicht mehr möglich ist, sich in der Sumpfzone zu verstecken bzw. den Teich als Tränke zu nutzen.

Für die Bepflanzung der Sumpfzone eignen sich unter anderem Blutweiderich, Fieberklee, Gauklerblume, Gemeiner Frauenmantel, Laugenblume, Lungenkraut, Mädesüß, Mammutblatt, Prachtspiere, Schaublatt, Sumpfcalla, Sumpfdotterblume, Sumpfgladiole, Sumpf-Schachtelhalm, Sumpf-Vergissmeinicht.

Die Flachwasserzone

Kalmus wächst in der Flachwasserzone.

Hinter der Sumpfzone befindet sich die sogenannte Flachwasserzone. Sie kann entweder ohne Übergang folgen oder mit einer kleinen Trennung. Letztere geschieht in Form von Steinen und Kies oder durch einen kleinen Wall. Einerseits kann eine solche Abgrenzung sinnvoll sein, da in den einzelnen Zonen jeweils andere Pflanzen wachsen. Andererseits heißt das auch, dass je nach Zone und Pflanze ein anderes Bodensubstrat nötig ist. Wenn die Zonen abgetrennt sind, fällt es leichter, den Pflanzen den passenden Boden zu bieten.

Der Flachwasserbereich ist mindestens 20 bis 60 cm tief. Die Tiefe muss so gewählt sein, dass die Teichpflanzen permanent im Wasser stehen. Pflanzen der Flachwasserzone vertragen keine noch so kurze Austrocknung. Die maximale Breite der Flachwasserzone beträgt 30 bis 50 cm. Diese Zone ist wichtig, da hier die meisten algenverhindernden Pflanzen angesiedelt sind. Denn in der Flachwasserzone wachsen Teichpflanzen, die Nährstoffe aus dem Wasser und dem Boden aufnehmen. Dadurch fehlen die Nährstoffe für ein etwaiges Algenwachstum. Somit trägt die Flachwasserzone bedeutend zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich bei.

Nachfolgend gibt es eine kleine Auswahl an Teichpflanzen, die für die Flachwasserzone geeignet sind: Froschlöffel, Hechtkraut, Igelkolben, Kalmus, Kardinals-Lobelie, Pfeilkraut, Rohrkolben, Schwanenblume, Sumpfschwertlilie, Tannenwedel, Teich-Schachtelhalm, Teichsimse, Wasserlobelie, Zungen-Hanenfuß und Zwerg Rohrkolben.

Die Tiefwasserzone

Der letzte Bereich im Gartenteich ist die Tiefwasserzone. Diese beginnt ab einer Tiefe von 90 cm. Sollten in dem gewünschten Teich Fische gehalten werden, muss die Tiefwasserzone mindestens 120 bis 150 cm tief sein. Ansonsten heizt sich das Gewässer im Sommer zu schnell auf und kann andererseits im Winter komplett zufrieren. Beides wäre schädlich für die Tiere. Die Tiefwasserzone sollte eine Grundfläche von mindestens 2 m² aufweisen.

Ein besonderer Anblick: Schwimmpflanzen von unten.

In der Tiefwasserzone fühlen sich Schwimmpflanzen wohl. Sie schwimmen an der Wasseroberfläche während ihre Wurzeln frei im Wasser umher treiben. Die beliebte Seerose findet ebenso in der Tiefwasserzone ihren Platz. Andere geeignete Pflanzen für die Tiefwasserzone sind: Durchwachsenes Laichkraut, Kamm-Laichkraut, Krauses Laichkraut, Großes Nixenkraut, Kanadische Wasserpest, Quirlblättriges Tausendblatt, Raues Hornkraut, Stumpfkantiger Wasserstern, Sumpf Teichfaden, Wasserfeder, Buckelige Wasserlinse, Dreifurchige Wasserlinse, Kleine Wasserlinse, Froschbiss, Krebsschere, Schwimmfarn, Sternlebermoos, Wassernuss, Wasserschlauch und Zwerg-Wasserlinse.

Einen Gartenteich anlegen

Hier erfahren Sie: So wird’s gemacht

Ein Gartenteich gilt für viele Gartenbesitzer als ultimative Wohlfühloase. Dort tummeln sich farbenfrohe Fische, beeindruckende Insekten, exotische Blüten, feinfiedrige Gräser und je nach Geschmack plätschern Springbrunnen oder Fontänen. Dieser Ausblick lädt zum Genießen und Entspannen ein. Wer sich den Traum vom eigenen Gartenteich erfüllen möchte, kann dies auch in Eigenregie hinbekommen. Wir verraten, welche Schritte zum Anlegen eines Folienteichs gehören.

Hinweis: Ein Teich aus Folie lohnt sich ab einer Fläche von 5 m². Ist Ihr Traum vom Gartenteich kleiner, empfiehlt sich eine Teichwanne. Diese hat eine vorgefertigte Form und wird in den Boden eingelassen. Alles, was größer als 5 m² sein soll und eine individuelle Form bekommen soll, ist mit einem Folienteich besser aufgehoben.

Der Weg zum eigenen Gartenteich beginnt mit der Planung.

Nichts geht über gute Planung!

Für all diejenigen, die einen eigenen Folienteich anlegen wollen, steht die Planung an erster Stelle. Hierzu gehört die Ermittlung des bestens Standorts. Also: Wo soll der Gartenteich hin? Ideal ist ein Standort im Halbschatten. Mit einer Sonneneinstrahlung von 6 Stunden täglich, geht es den Teichpflanzen richtig gut. Der Standort sollte so gewählt sein, dass der Teich zu jeder Zeit zugänglich ist. Liegt der Teich zu nah am Nachbarsgrundstück, zu nah am eigenen Gartenzaun oder eben so, dass der Teich unzugänglich ist, dann ist der Platz nicht geeignet.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Teich nicht direkt unter Bäumen steht. Ansonsten wird die Wasseroberfläche im Herbst vom abfallenden Laub bedeckt und es entsteht jede Menge Arbeit für Sie. Immerhin muss das Laub aus dem Wasser geholt werden. Alternativ kann ein Laubschutznetz angebracht werden. Dann dürfen auch Bäume in der Nähe des Gartenteichs stehen.

Wie groß soll es werden?

Haben Sie einen Platz für den Folienteich gefunden? Dann können nun Form und Maße festgelegt werden. Damit Sie sich die Ausmaße besser vorstellen können, kann mit einem Gartenschlauch die Kontur des Teichs gelegt werden. Beim Gartenteich herrscht das Motto: Je größer, desto besser. Nicht nur, dass größere Gewässer natürlicher wirken, sondern in großen Teichen stellt sich auch leichter ein ökologisches Gleichgewicht ein.

Ein Spaten hilft dabei, die Kontur des Teiches zu markieren.

Wenn alles passt, beginnt die Markierung. Mit einem Spaten wird die Kontur eingestochen und die Grasnarbe entfernt. Jetzt können die einzelnen Erdschichten abgetragen werden. Beim Aushub werden die einzelnen Gartenteichzonen festgelegt. Arbeiten Sie sich von außen nach innen. Erst entsteht die 10 bis 20 cm tiefe Sumpfzone. Daran schließt sich die 20 – 60 cm tiefe Flachwasserzone an und im letzten Schritt entsteht der 120 bis 150 cm tiefe Tiefwasserbereich. Zwischen den einzelnen Zonen sollte das Gefälle maximal 30° steil sein.

Wichtig ist, dass sich die Ränder des Teichs auf einer Ebene befinden. Mittels Wasserwaage und Dachlatte kann das leicht überprüft werden. Das Teichbett muss frei von spitzen Gegenständen wie Steinen, Scherben oder Wurzeln sein. Anderenfalls könnte die Teichfolie beschädigt werden und der Teich wäre undicht. Wenn das Teichbett geprüft wurde, wird eine Schicht Sand aufgebracht. Sie gibt eine Extraportion Schutz. Nun kommt eine Schicht Gartenteichvlies über den Sand. Gartenteichvlies ist ein synthetisches Material, welches sehr widerstandsfähig ist.

Wie wird die Größe der Teichfolie bemessen?

Im nächsten Schritt muss die passende Größe der Teichfolie ermittelt werden. Für die Maße gilt: Folienbreite ist gleich Teichbreite plus 2 mal Teichtiefe plus 60 cm Rand. Ähnlich ist es bei der Folienlänge. Sie ist gleich Teichlänge plus 2 mal Teichtiefe plus 60 cm Rand. Mit den Extrazentimetern am Rand kann nachher ein abschließender Uferbereich entstehen.

Die Teichfolie wird nun über den Aushub gezogen. Das klappt am besten ab einer Außentemperatur von 15°C. Dann ist die Folie ziemlich flexibel und das Verlegen wird leichter. Wenn die Folie liegt und nicht spannt, kann überschüssiger Rand abgeschnitten werden. Der restliche Rand wird mit Erde und Steinen festgetreten. Die Tiefwasserzone wird anschließend mit Bodensubstrat sowie Teichkies befüllt. Dann darf das Wasser folgen. Der Teich sollte langsam befüllt werden und bei einem Drittel Füllung sollte erst einmal gestoppt werden.

Pflanzen für den Gartenteich

Dekorative Fontänen sorgen für mehr Sauerstoff im Wasser und sind schön anzusehen.

Jetzt werden die Teichpflanzen in die Tiefwasserzone gesetzt. Steht die Bepflanzung im tiefsten Bereich, kann weiter Wasser eingefüllt und die anderen Zonen bepflanzt werden. Arbeiten Sie sich mit der Bepflanzung von innen nach außen. Je nach Teichart und Inhalt werden schließlich noch Pumpen und Filtersysteme angebracht. Zudem können Spielereien wie ein Bachlauf oder andere dekorative Wasserspiele montiert werden.

Die letzten Handgriffe

Der letzte Schritt ist die Gestaltung des Uferbereichs. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Grasnarbe kann wieder angebracht werden, Steine und Wurzeln können als Ufer genutzt werden oder es werden Blumenbeete als Uferzone kreiert. Werden die Beete mit Stauden und Gräsern bepflanzt, wirkt der Gartenteich dekorativ und natürlich zugleich. Der Fantasie sind beim Anlegen eines Folienteichs kaum Grenzen gesetzt.

Ratgeber: Der Koiteich

Farbenfrohe Exoten im eigenen Garten

Ein edles und zugleich farbenfroh wirkendes Gewässer ist der Koiteich.  Kois stammen aus Japan und gelten als Juwele des Wassers. Jeder einzelne Karpfen hat eine individuelle und einzigartige Farbzeichnung. Die possierlichen Tierchen lieben die Gesellschaft anderer Kois und sollten keinesfalls alleine gehalten werden. Sie fühlen sich in Gruppen ab mindestens 10 bis 20 Karpfen wohl. Dazu kommt, dass Kois bis zu 100 cm lang und bis zu 5 kg schwer werden. Dementsprechend groß muss der Koiteich angelegt sein. Ideal ist es, wenn pro Koi 5.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen. Da die japanischen Karpfen bis zu 60 Jahre alt werden, ist ein Koiteich ein Vorhaben, an dem Sie lange Freude haben.

Die Dimensionen eines Koiteichs

Neben dem Wasservolumen spielen auch weitere Maße eine Rolle. Die Wassertiefe sollte 200 cm betragen. Wenn Sie die Seitenwände sehr senkrecht anlegen, erhöht sich die Schwimmfläche. Je nachdem welche Dimensionen der Koiteich letztlich einnehmen soll, wird eine Baugenehmigung nötig. Halten Sie auch die erforderlichen Mindestabstände zu Straßen und Nachbargrundstücke ein, damit alles reibungslos klappt. Zudem sollten Sie derart große/ tiefe Teiche gut abgesichern, damit Kinder, Tiere oder andere Lebewesen nicht in das Gewässer stürzen können.

Ein Koiteich braucht genug Platz.

Der richtige Standort

Um den passenden Standort für Ihren Koiteich zu finden, bedenken Sie einige Kriterien:

Zunächst ist die Größe ein wichtiger Faktor. Der nötige Platz muss vorhanden sein. Zudem braucht es einen Standort mit schattigen sowie sonnigen Bereichen. Bäume im direkten Umfeld erhöhen Ihren Arbeitsaufwand, da beispielsweise abfallendes Laub regelmäßig aus dem Wasser entfernt werden muss.

Der Teich sollte von jeder Seite zugänglich sein und die nötigen Mindestabstände zu anderen Grundstücken einhalten. Wenn der Teich an die Terrasse anschließen soll, muss zwischen Stromanschluss und Gewässer ein Abstand von mindestens 3 Metern eingehalten werden.

Auf die Technik kommt es an

Bei einem Schwarm Kois brauchen Sie einen geeigneten Filter. Dieser sollte auf zwei Ebenen arbeiten, um einerseits Abfallstoffe mechanisch aus dem Wasser zu filtern und andererseits müssen giftige Abfallstoffe mittels biologischem Filter (Bakterien) umgewandelt werden. Denn im Teich entsteht giftiges Ammoniak, welches Bakterien erst in Nitrit und schließlich in ungiftiges Nitrat verarbeiten. Beide Filter benötigen ihren festen Platz und sollten bei der Teichplanung bedacht werden.

Neben dem Filter benötigen Sie auch eine Teichpumpe, die das Wasser fördert. Die Pumpe speist zum einen den Filter und sorgt zum anderen für eine kontinuierliche Zirkulation des Wassers. Damit wird die Wasserqualität rundum verbessert. Zwar baut das Filtersystem bereits im Wasser gelöste Schadstoffe sowie andere Schwebstoffe ab, jedoch empfiehlt sich zusätzlich ein UVC-Gerät. Durch den UVC-Klärer werden die pathogenen Keime und die Keimzahl der Abwasserbakterien niedrig gehalten.

Die farbenfrohen Karpfen sind ein echter Hingucker.

Gute Wasserqualität für Kois

Eine hohe Wasserqualität fördert die Gesundheit von Kois, lässt sie besser wachsen und agiler sein.  Verunreinigtes Wasser belastet die Karpfen. Beim Koiteich sollte der Sauerstoffgehalt konstant im Blick sein. Denn Sauerstoff ist lebenswichtig und schwankt durch Temperatur, Fischbesatz, Bepflanzung und tierischer Verdauung. Ein weiterer elementarer Faktor ist der pH-Wert des Wassers. Dieser sollte bei 7 liegen. Maximal ist ein pH-Wert von 6,5 bis 8 tolerierbar.

Am besten messen Sie den pH-Wert mittags, da er zu dieser Zeit seinen Höchststand hat. Zudem ist die Karbonathärte sowie die Gesamthärte des Wassers wichtig. Die Karbonathärte stabilisiert den pH-Wert und liegt idealerweise zwischen 6° bis 8° dH. Die Gesamthärte sollte zwischen 10° und 15° dh liegen, da die japanischen Karpfen eher hartes Wasser bevorzugen. Letztlich sollte auch regelmäßig die Konzentration von Ammonium, Ammoniak und Phosphat kontrolliert werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Multi Testkit für Teichwasser.

Ein Hauch von Japan

Japan im heimischen Garten: Mit einem Koiteich

Damit der Koiteich harmonisch wirkt, darf die passende Bepflanzung und Dekoration nicht fehlen. Dies gilt nicht nur im Teich, sondern auch außerhalb. Innerhalb des Gewässers eignen sich u.a. Rohrkolben, Seerosen, Hornblatt und andere robuste Pflanzen. Diese Eigenschaft ist wichtig, da Kois gerne knabbern.

Schwimminseln und Deko

Eine gute Methode sind sogenannte Schwimminseln. Das sind schwimmende Pflanzbereiche, auf denen sich Sumpfpflanzen wohlfühlen, die normal im Flachwasserbereich wachsen. Die Inseln bieten den Kois Schutz, werden zum Ablaichen und Knabbern genutzt werden. Rund um den Teich kann eine Vielzahl an Pflanzen gesetzt werden: Roter Ahorn, Rhododendron, Azalee, Kiefer, Schilf, verschiedene Gräser und Bambus (mit Rhizomsperre). Nicht nur die Bepflanzung sorgt für die japanische Optik, sondern auch Kies, Steinplatten, Findlinge, Steinlaternen, Löwenwächter, Sitzbänke und Brücken. Bei der Gestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Die verschiedenen Arten von Gartenteichen

Welcher Gartenteich passt zu Ihnen?

Gartenteich ist nicht gleich Gartenteich: Es gibt unterschiedliche Arten von Gartenteichen. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in Größe, technischer Ausführung und Gestaltung. Dadurch ist für jeden Geschmack und für jede örtliche Gegebenheit etwas dabei.

Damit Sie einen Überblick über die zahlreichen Arten von Teichen bekommen, werden nun die gängigsten Sorten vorgestellt. Es ist möglich, die jeweilige Teichart als Reinform anzulegen oder Teichsorten miteinander zu kombinieren. Zwar erfüllen gemischte Teichanlagen nicht mehr die Kriterien der jeweiligen Teichart, doch sie entsprechen den eigenen Wünschen.

Der Schwimmteich

Wer eine natürliche Kombination aus Gartenteich und Pool sucht, der wird beim Schwimmteich fündig. Ein Schwimmteich ist ein Gartenteich ab einer Wasseroberfläche von 50 Quadratmetern und gliedert sich in mehrere Zonen. Zum einen gibt es die Schwimmfläche. Hier können frei und ungestört Bahnen gezogen werden. Zum anderen gibt es die Pflanzzone, die auch als Regenerationszone oder Filterbereich bezeichnet wird. Dort findet die natürliche Aufbereitung des Wassers durch Teichpflanzen statt. Diese Zone nimmt etwa 50 % der gesamten Fläche ein.

Das Wasser im Schwimmteich wird auf natürliche Weise durch die Pflanzen der Regenerationszone aufbereitet. Meist werden hierfür Binsen, Röhrichtarten und Seggen eingesetzt. Der Schwimm- und der Regenerationsbereich sind voneinander getrennt, damit die Teichpflanzen nicht in den Schwimmbereich rüber wuchern können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste Variante ist eine Trennwand unter Wasser. Diese reicht bis kurz unter die Wasseroberfläche. Die andere Variante sind zwei voneinander getrennte Becken, die sich nur über einen niedrigen Zulauf miteinander vermischen. Neben der Wasseraufbereitung sorgen die Pflanzen auch für eine natürliche Optik sowie eine harmonische Verbindung zum Schwimmbereich. Zur Pflege des Schwimmteichs gehört die regelmäßige Entfernung von Laub und anderem Treibgut. Dies gelingt ganz leicht mit einem Kescher.

Mit einer Mindestoberfläche von 50 Quadratmetern ist der Schwimmteich kein kleines Vorhaben. Dennoch: Größer ist hierbei noch besser. Immerhin ertragen große sowie tiefe Gewässer anhaltende Hitzewellen besser. Ist der Schwimmteich zu klein und der Sommer zu warm, entstehen schnell Algen. Da es sich beim Schwimmteich um ein natürliches Gewässer ohne Chemikalien handelt, sollte die Algenbildung daher nicht provoziert werden. Algen sind die eine Sache, doch es gibt auch Dinge, die mit einem Schwimmteich einhergehen. So sollte gelegentlich trübes Wasser, etwas Schlamm am Boden des Teichs oder ein schwimmender Frosch kein Problem für Sie darstellen. Das alles entspricht Ihren Vorstellungen von einem Gartenteich? Ja, dann scheint der Schwimmteich zu Ihnen zu passen. Er ist die perfekte Verbindung aus Natur und Schwimmbad.

Der Fischteich

Die Beobachtung von Fischen soll eine beruhigende Wirkung auf den Betrachter haben. Einen ähnlichen Effekt sollen auch Wasser und fließende Bewegungen haben. Die ideale Kombination dieser Aspekte bietet der Fischteich.

Der sogenannte Fischteich dient einzig und alleine der Haltung von Fischen. Das heißt, im Fischteich befinden sich keinerlei Pflanzen. Damit das Wasser klar und gesund bleibt, braucht ein Fischteich ein starkes Filtersystem. Normalerweise würden Teichpflanzen das Wasser mit Sauerstoff anreichern. Diese Aufgabe muss im Fischteich von einer Luftpumpe übernommen werden, damit die Fische mit genügend frischem Sauerstoff versorgt werden.

Der Fischteich sollte mindestens 80 Zentimeter tief sein, besser bzw. sicherer sind 100 Zentimeter. Denn die Fische werden auch im Teich überwintern. Damit sie das problemlos können, braucht der Fischteich eine ausreichende Tiefe. Immerhin darf das Wasser im Winter nicht durchfrieren. Um sich und seine Fische abzusichern, lohnen sich eine Teichheizung oder eine Luftpumpe.

Welche Fische in den Teich gesetzt werden, hängt von der Größe des Gewässers und der anderen Fische sowie des Lebensumfelds ab. Konkret heißt das: Große Fische dürfen keinesfalls in einem kleinen Teich gehalten werden. Sollten Sie sich für Störe entscheiden, muss der Fischteich dementsprechend groß sein. Wenn mehrere Fischarten gesellschaftlich gehalten werden wollen, müssen die Größenverhältnisse stimmen. Sehr kleine Fische werden von großen Exemplare als Futter angesehen. Zusätzlich sollte die Lebensweise der Fischarten in die Entscheidung miteinbezogen werden. Manche Fische halten sich auf dem Grund auf, andere im mittleren Bereich und wieder andere schwimmen durch alle Zonen umher. Wählen Sie mehrere Arten, die sich nur am Grund aufhalten, kommen sich die Tiere in die Quere und es entstehen Revierkämpfe.

Besser: Nicht zu viele Fische

Auf welche Fische die Wahl auch fallen mag, wichtig ist, dass nicht zu viele Fische in den Teich gesetzt werden. Eine Überzahl an Fischen stört das biologische Gleichgewicht des Wassers. Je mehr Fische enthalten sind, desto mehr Abfall (Futterreste, Kot, etc.) entsteht. Ist es mehr Abfall, als die Teichbakterien bewältigen können, entstehen Schwebealgen, das Wasser wird trüb und die Fische können erkranken. Deswegen ist ein gesundes Maß an Fischen die beste Wahl. Für die optimale Umwälzung des Wassers im Fischteich sollte auf jeden Fall eine Teichpumpe genutzt werden.

Der Naturteich

Die Schönheit natürlicher Gewässer kann mit einem Naturteich in den heimischen Garten geholt werden. Der Naturteich zeichnet sich durch seine Unberührtheit aus. Weder Technik noch chemische Mittel kommen im Naturteich zum Einsatz. Ideal ist es, wenn der Naturteich aussieht, als  wäre er genau so im Wald gefunden worden: Eine natürliche und üppige Bepflanzung, größere sowie kleinere Steine und die unterschiedlichsten Tiere. Den Naturteich macht außerdem ein zarter Übergang von Land ins Wasser aus. Die seichte Randzone strotzt vor Ufer- und Sumpfbepflanzung. Ein flacher Teichrand ermöglicht es z.B. Fröschen und Molchen problemlos in den Teich und wieder hinaus zu klettern.

Für noch mehr Natürlichkeit, wählen Sie eine unregelmäßige Form des Teichs. Quadratische oder runde Formen wirken künstlich und eignen sich nicht für den Naturteich. Verschiedene Wassertiefen sind ideal, um viele Tiere anzulocken. Die unterschiedlichen Tiere werden nicht in den Naturteich gesetzt, sondern sie werden das Gewässer mit der Zeit selbstständig besiedeln.

Unser Tipp: Sauerstoffpflanzen sollten direkt beim Anlegen des Teichs gesetzt werden. Diese reichern das Wasser mit frischem Sauerstoff an, verhindern Algenwachstum und machen den Naturteich zum idealen Heim für allerlei Amphibien und Insekten. Bei einer Mindesttiefe von 80 Zentimetern friert der Naturteich im Winter nicht durch und die Teichpflanzen sorgen weiterhin für Sauerstoff.

Der Miniteich

Nicht jeder hat genug Platz, um direkt eine ganze Teichoase anzulegen. Doch das heißt nicht, dass Sie auf Ihr eigenes Gewässer verzichten müssen. Die Lösung ist der Miniteich.  Hierzu gehören künstlich angelegte Teiche mit einer Wasserfläche von ca. 1 Quadratmeter. Neben der geringen Größe ist auch die oberirdische Lage charakteristisch. Ein Miniteich braucht weder Erdaushub noch Teichfolie, sondern lediglich ein geeignetes Gefäß. Von Teichschale über Mörtelbottich, Viehtränke, Steintrog bis hin zum Fass, die Möglichkeiten sind vielfältig. Durch die geringe Größe passt der Miniteich ideal auf den Balkon oder die Terrasse. Allerdings sollte es ein halbschattiger und windgeschützter Standort sein. In praller Sonne würde sich das Wasser sehr schnell aufheizen. Trotz Miniaturform ist es ein Teich, in dem Wasserpflanzen Platz finden.

Die passenden Pflanzen

Auch bei einem Miniteich gilt: Die Pflanzengröße muss zum Gefäß passen. Eine Anordnung einer Zwergseerose mit blauem Hechtkraut, einem Zwerg-Rohrkolben sowie einer Schwanenblume ergibt ein harmonisches Bild. Als Sauerstofflieferanten eignen sich Stängel von Tausendblatt, Hechtkraut oder Wasserpest. Aufgrund der geringen Teichgröße müssen die Pflanzen regelmäßig zurückgeschnitten und ausgedünnt werden. Wenn es Richtung Herbst geht und die Temperaturen fallen, sollte der Miniteich geschützt untergestellt werden. Ein guter Platz ist im Wintergarten oder im Gewächshaus. Gibt es keinen geeigneten Standort über den Winter, sollte der Miniteich abgelassen und im Frühjahr neu befüllt werden. Denn durch seine oberirdische Lage und seine geringe Größe, würde das Wasser im Winter durchfrieren.

Fazit

Wenn Sie nun auf der Suche nach einem passenden Gartenteich sind, spielen Ihre Wünsche eine entscheidende Rolle: Soll der Gartenteich so natürlich wie möglich und bloß zum Anschauen sein? Oder wollen Sie in Ihrem Gartenteich schwimmen können? Sind Sie auf der Suche nach einem Gewässer für farbenfrohe Karpfen? Das heißt, Sie sollten sich fragen, was Ihnen für Ihren zukünftigen Teich wichtig ist. Zudem sollten die örtlichen Gegebenheiten miteinbezogen werden. Verfügen Sie über einen Balkon oder eine große Gartenanlage. Dieser Aspekt spielt bei der Wahl des Gartenteichs ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn alle Fragen geklärt sind und die Entscheidung gefallen ist, kann die Planung und der Bau Ihrer Teichoase beginnen.

Gartenteich fit für das Frühjahr


Wenn die Tage wieder länger werden, die Temperatur langsam steigt und sich Schnee sowie Eis verabschieden, dann kündigt sich der Frühling an. Diese Zeit des Übergangs sollte genutzt werden, um den Gartenteich optimal auf die neue Saison vorzubereiten. Mit einigen Handgriffen wird der Gartenteich fit für den Frühjahr. Daher: Was genau ist zu tun?

Vom Winter zum Frühling

Während des Winters hat sich das Leben im Gartenteich auf ein Minimum reduziert. Fische und andere Teichbewohner haben sich mit einer angefutterten Fettreserve in die untersten Bereiche des Teichs zurückgezogen. Pflanzen verharren kahl und warten auf wärmere Tage, um zu sprießen. Die Teichoberfläche ist bis auf den Bereich am Eisfreihalter restlos zugefroren und auch die Teichtechnik befindet sich im Winterschlaf. Das alles ändert sich, sobald es Frühling wird.

Die Temperatur gibt den Startschuss

Der Frühling fängt offiziell im März an. Doch beim Thema Gartenteich hängen die Frühjahsvorbereitungen von der Wassertemperatur ab. Liegt die Temperatur konstant über 10°C, ist der Startschuss für den Frühjahrsputz im sowie am Teich gefallen.

Um den Gartenteich fit für das Frühjahr zu machen, beginnen Sie mit dem Überprüfen. Die winterliche Kälte kann der Teichfolie und der Teichtechnik zu schaffen machen. Deswegen werfen Sie im Frühjahr einen genauen Blick auf diese Dinge. Die Teichfolie kann beispielsweise durch scharfkantiges Eis gerissen sein. Daher überprüfen Sie die Teichfolie auf ihre Dichtheit. Auch die entsprechende Technik sollte einen Funktionstest durchlaufen. Sollte der Teichfilter noch nicht im Herbst – vor seiner Einlagerung – gesäubert worden sein, dann sollte dies spätestens vor dem Einsetzen im Frühjahr geschehen. Die Teichtechnik wird jedoch noch nicht eingesetzt. Erst bereiten Sie den Gartenteich ordentlich vor.

Los geht die Reinigung

Wenn alle Untergründe und Utensilien kontrolliert wurden, geht es zur Reinigung über. Hierfür sollten abgestorbene Pflanzenteile und Laub aus dem Gartenteich entfernt werden. Dies gelingt problemlos mit einem Kescher. Werden die Pflanzenteile im Teich gelassen, verrotten sie dort und legen sich auf dem Boden ab. Wird diese Schicht zu dick, verändert sie die Wasserchemie und kann das Wasser umschlagen lassen, da sich der Nährstoffgehalt im Wasser erhöht. Das wiederum wäre für die Teichbewohner schädlich und würde zusätzlich eine Algenausbreitung hervorrufen.

Vorbeugen erspart viel Arbeit

Damit es gar nicht erst zu Veränderungen in der Wasserchemie kommt, sollten auch die Ablagerungen am Boden entfernt werden. Dazu kann ein Schlammsauger eingesetzt werden. Damit es auch nicht so schnell zu neuen Ablagerungen kommt, werden die Pflanzen im sowie rund um den Gartenteich zurück geschnitten. Neben den Pflanzen, sollten auch Steine und andere Gegenstände rund um den Teich überprüft werden: Liegen sie fest auf oder sind sie verrutscht? Es kann passieren, dass Steine durch Schmelzwasser unterspült werden und der Bereich rund um den Gartenteich unsicher wird. Deswegen sollte sicherheitshalber alles auf seine Festigkeit getestet werden.

Wasserqualität immer im Blick

Die Wasserqualität lässt sich mit einem Test-Kit leicht überprüfen.

Die Wasserqualität bzw. -zusammensetzung ist ein sehr wichtiger Faktor. Nur mit den richtigen Werten bleibt das System Teich lange gesund. Um das zu gewährleisten, sollte der pH-Wert ab dem Frühjahr regelmäßig kontrolliert werden. Idealerweise liegt der pH-Wert zwischen 7 und 8,5. Ergänzend zum pH-Wert sollte auch der Wert der Karbonathärte bestimmt werden. Die Karbonathärte gibt die Härte des Wassers an und sollte sich zwischen 6 und 10 °dH befinden. In diesem Bereich können sich Teichbewohner gut entwickeln. Die Überprüfung der pH-Werte und Karbonathärte ist nötig, da sich im Laufe des Winters die Wasserzusammensetzung durch Regen sowie Schnee verändern kann.

Endspurt: Teichtechnik

Erst, wenn alles überprüft und gesäubert ist, sollte die Teichtechnik wieder eingesetzt werden. Der Teichfilter gehört zu den wichtigsten Utensilien, da er das biologische Gleichgewicht im Gartenteich stabilisiert. Während des Winters stand im Gartenteich alles still. Damit alles wieder in Schwung kommt, wird ergänzend die Wasserpumpe eingeschaltet. Die Pumpe vermischt die Wasserschichten und reichert das Wasser mit Sauerstoff an. Wichtiger Hinweis: Es sollte unbedingt die Wirkdauer der UV-Filter überprüft werden. Die übliche Lebensdauer der UV-Röhren liegt bei neun Monaten.

Die Fütterung muss warten

Nun ist der Gartenteich fit für den Frühling. Doch mit der Fütterung der Fische muss noch gewartet werden. Hierbei reicht die Wassertemperatur nämlich noch nicht aus. Die Fische müssen erst richtig aus ihrer Winterstarre erwachen. Bei zu geringer Wassertemperatur sind die Fische noch nicht in der Lage, das angebotene Futter zu verwerten – wenn die Tiere das Futter überhaupt schon annehmen.  Anderenfalls landet das überschüssige Futter nur auf dem Teichboden und belastet das Wasser. Deswegen sollte erst bei einer konstanten Wassertemperatur von 15°C mit der Fütterung begonnen werden.

teich-Tipp: Eisfrei durch den Winter

Teich-Tipp: Sicher durch den Winter

Langsam werden die Tage kürzer und der Herbst geht merklich in den Winter über. Während der Winterzeit ziehen sich die Fische in tiefere Wasserschichten zurück und bleiben dort bis zum Frühjahr in einer Art Winterstarre. Der Herzschlag verlangsamt sich auf rund einen Schlag pro Minute, und der Stoffwechsel kommt fast vollständig zum Erliegen. Fische nehmen in der Winterstarre nur sehr wenig Sauerstoff auf und brauchen keine Nahrung mehr.

Die Teichbewohner sollten auf diese veränderten Bedingungen vorbereitet werden, um den typischen Frühjahrskrankheiten vorzubeugen. Die einzelnen Schritte um die kostbaren Fische auf die Winterzeit vorzubereiten sind mit geringen Kostenaufwand und wenig Arbeit umzusetzen.

Fettreserven schützen die Tiere vor Kälte und körperlicher Schwäche. Diese Fettreserven sollten vor dem Winter gezielt angefüttert werden. Füttern Sie die Fische mehrmals täglich mit kleinen Portionen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Fische das Futter auch annehmen und keine Reste des Futters im Teich verbleiben. Vitamine und Mineralien sollten während der Konditionierungsfütterung täglich beigefüttert werden. Sie unterstützen die Tiere dabei Fettreserven anzulegen und beleben den Stoffwechsel. Bei niedrigen Temperaturen sollten leicht verdauliche Futtervarianten verwendet werden, wie z.B. Sanikoi Staple Prime. Durch den hohen Weizenkeimanteil und die zugesetzten Vitamine eignet sich das hochwertige Futter hervorragend für die Fütterung im Herbst.

Der Gartenteich im Winter

Die Temperaturen im Teich sollten regelmäßig kontrolliert und wenn möglich langsam gesenkt werden. Die Teichbewohner reagieren mitunter sensible auf starke Temperaturschwankungen und bereits Änderungen der Wassertemperatur von 4°C im Verlauf von 24 Stunden bedeuten für die Tiere erhöhten Stress. Wichtig sind die Temperatur regelnden Maßnahmen in erster Linie bei kleinen Teichen, die schnell auskühlen und durch die fehlende Wassertiefe nicht sicher gestellt ist, dass sich eine ca. 40 cm hohe Schicht mit einer Temperatur von ca. 4°C bildet. Wasser hat bei ca. 4°C die höchste Dichte und sinkt durch das Gewicht ab, so dass bei einer Wassertiefe von mehr als 80 cm das Überwintern problemlos möglich sein sollte. Bei einem Teichvolumen über 30.000 Litern wird ausreichend Wärme im Wasser gespeichert und das Auskühlen messbar verlangsamt. Hier ist nur bei extremen Wettersituationen ein Eingreifen notwendig.

Vorsicht ist geboten, wenn die Teichpumpe den Winter über in Betrieb bleibt. Die Wasserschichten werden durchgemischt und die schützende Wasserschicht am Grund des Teiches durch kaltes Oberflächenwasser herunter gekühlt. Die Eisbildung an der Oberfläche kann so zwar eine Weile verhindert werden, aber die am Boden ruhenden Teichbewohner erfrieren, da die Wassertemperatur unter 4° C sinkt. Dort wo die Teichbewohner sich für ihre Winterruhe zurück ziehen, sollte möglichst wenig Strömung herrschen, damit kein kaltes Wasser in die Ruhezone gelangt.

Teichpumpen sollten während der Winterzeit frostsicher eingelagert werden. Im Winter reicht der durch z.B. Kanadische Wasserpest oder Hornkraut produzierte Sauerstoff für die ruhenden Teichbewohner aus. Sinnvoller als der Betrieb eine Teichpumpe ist der Einsatz eines Oxydators oder eines Teichbelüfters, der das Teichwasser mit feinperlendem Sauerstoff versorgt und so die Fäulnisprozesse im Teich unterbindet.

Winterruhe bedeutet auch, dass keine größeren Baumaßnahmen am Teich vornehmen sollten. Die Fische werden unruhig und der Energieverbrauch steigt. Das steigert das Risiko, dass die Fische im Frühjahr entkräftet sind und krank werden. Sollte der Teich zufrieren, sollte man es vermeiden, diesen mit Klopfen oder Ähnlichem öffnen zu wollen. Tauen Sie das Eis stattdessen besser mit einem Fön oder heißem Wasser auf.

Um ein sehr starkes Abkühlen zu verhindern, kann man den Teich mit diversen Materialen abdecken. Geeignet sind Styropor, PE-Bälle, Doppelstegplatten und vieles mehr. Notwendig sind diese Maßnahmen allerdings nur bei kleinen Teich oder extremen Witterungsverhältnissen. Man sollte dabei auf jeden Fall darauf achten, dass eine kleine Stelle im Teich nicht abgedeckt wird. Diese Stelle sollte dann auch eisfrei gehalten werden, um einen Gasaustausch zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht diese eisfreie Stelle das Beobachten der Teichbewohner während der Winterzeit, so dass bei eventuellen Erkrankungen eingegriffen werden können.

Effektiv und kostengünstig ist die Verwendung eines Teichheizers in Kombination mit einem Frostwächter. Der Frostwächter schaltet den Teichheizer ein, wenn die Temperatur bei 0° Grad liegt und verhindert so, dass der Teich vollständig zufriert. Angeboten werden solche System z.B. von Schego.

Kontrollieren Sie, wenn möglich, im Laufe des Winters die Wasserqualität. Ist der Teich im Herbst gut gepflegt und gereinigt worden, sollte es im Verlauf des Winters nicht zu Problemen kommen. Die Fische sollten im Winter nur bei anhaltend warmen Temperaturen gefüttert werden. Bedenken Sie, dass das Futter, wenn es nicht gefressen wird, im Frühjahr zum Problem werden kann, da es die Wasserqualität beeinträchtigt.