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Aquascaping – Die Kunst im Aquarium

Markante Felsformationen, dichtes Moos, feinfiedriges Gras und schimmernder Kies. Was wie die Beschreibung einer unberührten Landschaft klingt, ist ein Ausschnitt des Aquascapings. Dabei handelt es sich um eine moderne Variante der Pflanzenaquaristik. Denn beim Aquascaping wird das Aquarium naturnah eingerichtet. Dafür nutzen Sie für die Gestaltung Elemente der Natur und bringen sie in abgewandelter Form ein. Die dabei entstehende Landschaft wird als Aquascaping-Layout bezeichnet. Ein solches Layout ist das Kriterium, welches das Aquascaping von der herkömmlichen Aquaristik unterscheidet, denn es ist wohlüberlegt.

Unterschiede zur klassischen Aquaristik

Die Natur hat zahlreiche Facetten. Deswegen nimmt sich ein Aquascaper die ansprechendsten Vorlagen und entwickelt daraus sein Layout. Daher steht die Inspiration an erster Stelle beim Aquascaping. Aquascaper lassen sich von der Natur Impulse geben, recherchieren im Internet, betrachten Bildbände, gehen auf Wanderung und besuchen Parks. Dabei treffen sie auf Orte oder Ausschnitte, die sie detailliert wiedergeben wollen. Daher reichen Aquascapes von detailgetreuen einzelnen Elementen bis hin zu ganzen Miniaturlandschaften.

Nach der Inspiration folgt das Konzept. In der klassischen Aquaristik wird die Aquariengestaltung eher dem Geschmack überlassen und dem zufälligen Positionieren. Dahingegen hat das Aquascaping ein Konzept. Das Layout wird bedacht und skizziert. Hierbei fließen die Inspirationen aus der vorigen Recherche ein. Nachdem das erdachte Layout auf dem Papier den gewollten Eindruck erzielt, wird es umgesetzt.

Wissenswert: Interessant ist, dass die Inspiration nicht etwa von anderen Unterwasserlandschaften kommt, sondern von Landschaften oberhalb der Wasseroberfläche. Verschiedene Gebirgsketten sind ein gern gestaltetes Layout. Ob tiefe Schluchten, dichte Wälder oder lange Hügelketten, sie alle werden aufwendig arrangiert.

Das Hardscape ist anders

Dieses Hardscape wird von „Felsen“ dominiert.

Zusätzlich ist es das Hardscape, das das Aquascaping von der herkömmlichen Aquaristik unterscheidet. Denn ein modernes Aquascape setzt auf ein ausgeprägtes Hardscape, also dekorative Elemente aus harten Materialien. Beispielsweise gehören Steine und Wurzeln zum Hardscape. Vergleichend fällt bei einem herkömmlichen Naturaquarium hauptsächlich die Bepflanzung auf. Zudem sind in der klassischen Variante die Pflanzen akkurat angeordnet, ähnlich einem strukturiertem Garten. Dabei fehlt jegliche Spontanität und Wildheit. Diese Kreativität und „Unordnung“ wird beim Aquascape dargestellt.

Das Hardscape ist scheinbar willkürlich. Doch in Wahrheit ist selbst das chaotische Erscheinungsbild akribisch durchdacht. Bei dieser genau geplanten Anordnung wird oftmals nach der Methode „Wabi-Sabi“ vorgegangen. Das beschreibt die Wahrnehmung durch Schönheit und geht auf Takashi Amano, eine führende Kraft des Aquascapings, zurück. Der japanische Naturfotograf revolutionierte die Aquaristik mit seinen modernen Designs und prägte das Layout vieler Naturaquarien.

Pflanzen im Aquascape

Pflanzen geben dem Aquascape Akzente.

Ergänzend zum zentralen Hardscape dürfen auch beim Aquascaping die Pflanzen nicht fehlen. Ebenso wie Steine, Wurzeln und Co. sind sie nicht dem Zufall überlassen. Wählen Sie die Pflanzen in perfekter Harmonie zum Hardscape. Somit ordnen Sie die Aquarienpflanzen gezielt an und erschaffen ein perfektes Bild. Während klassische Aquarien mit einer Vielzahl von Pflanzen aufwarten, kann es im Aquascape vorkommen, dass lediglich eine Pfanzenart verwendet wurde. Bei Formationen, die durch Steine geprägt sind, werden meist maximal drei verschiedene Pflanzenarten eingesetzt.

Eine gern genutzte Aquarienpflanze ist Moos. Denn Moose integrieren Sie auf die verschiedensten Arten in das Layout. Entweder als Farbklekse auf Wurzeln und Steinen, als dichte Mooslandschaften entlang einer Felskette oder als kleiner Baum. Sollten Sie eine bewaldete Landschaft kreieren wollen, greifen Sie auf sogenanntes Christmas-Moos zurück. Dessen Triebe ähneln Tannenzweigen und ergeben die perfekte Wald-Illusion.

Tiefenwirkung unter Wasser

Damit die Landschaft echt wirkt, müssen die Dimensionen und Perspektiven stimmen. Daher wird der Bodengrund schon fast strategisch beim Aquascape eingesetzt. Mit höher sowie tiefer liegenden Bereichen entsteht eine Tiefenwirkung im Aquarium. Mit niedrig bleibenden Pflanzen im Vordergrund und höheren Aufbauten im Hintergrund wird dieser Effekt verstärkt. Mit diesem Vorgehen schaffen Sie Dynamik und Ausgeglichenheit.

Um alles richtig in Szene zu setzen, darf beim Aquascaping eine passende Beleuchtung nicht fehlen. Immerhin soll alles im optimalen Licht erscheinen. Hierbei sollte die Wirkung von Licht und Schatten nicht unterschätzt werden. Da die Aquarienpflanzen Ihr Aquascape vervollständigen, ist eine CO2-Anlage empfehlenswert. Diese sorgt für ein gesundes Wachstum der Pflanzen.   

Machen Sie den Gartenteich winterfest

So bereiten Sie den Teich auf die kalte Jahreszeit vor

Mittlerweile ist es schon Ende Oktober und der Winter naht. Das ist der Zeitpunkt, um den Gartenteich auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Denn Kälte, Schnee und Frost schaden einem unvorbereiteten Gartenteich. Daher machen Sie den Gartenteich rechtzeitig winterfest, um auch im nächsten Jahr den Anblick Ihrer Wohlfühloase zu genießen. Als Faustregel gilt, dass bei einer dauerhaften Wassertemperatur von unter 10°C Vorbereitungen getroffen werden.

Welche Gefahren gibt es im Winter?

Wenn die Temperaturen kälter werden, beginnen im Gartenteich Prozesse. Beispielsweise wird die organische Masse im Teich zersetzt. Dieser Vorgang benötigt viel Sauerstoff. Sollte zugleich die Wasseroberfläche gefroren sein, wird es ernst. Denn einerseits wird viel Sauerstoff verbraucht und andererseits verhindern die Eisdecke sowie eine mangelnde Umwälzung des Wassers, dass neuer Sauerstoff in den Gartenteich gelangt. Damit wird der Gartenteich zur Todesfalle für Fische, Frösche und andere größere Tiere, die im Teich leben.

Ist der Teich nicht für den Winter vorbereitet, wird es zur Zersetzung von Faulschlamm kommen. Hierbei entstehen Faulgase wie Methan und Schwefelwasserstoff.

Die Teichtechnik im Winter

Bevor es Winter wird, schützen Sie Ihre Teichpumpe. Denn gefrorenes Wasser lässt den Druck ansteigen. Dieser wiederum beschädigt das Förderrad Ihrer Teichpumpe und macht sie letztlich kaputt. Daher schalten Sie die Pumpe rechtzeitig ab. Nun läuft die Pumpe leer und wird gereinigt. Doch die Pumpe wird nicht einfach über den Winter in ein Regal gestellt. Wichtig ist, dass die Pumpe feucht bleibt. Nur so werden die Dichtungen der Pumpe nicht beschädigt. Immerhin würde die Pumpe samt ihrer Dichtungen bei einer trockenen Lagerung austrocknen und die Dichtungen könnten hart sowie porös werden. Das heißt, die Teichpumpe wird in einem Behältnis mit Wasser gelagert. Etwas Pflegemittel im Wasser wird Ihrer Teichpumpe gut tun. Bedenken Sie: Der Lagerplatz muss frostfrei sein. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Keller oder ein Platz in der Garage.

Zudem entnehmen Sie auch die übrige Teichtechnik, die nicht frostsicher ist. Hierzu gehören Filteranlagen, Fontänen und andere Wasserspiele. Nach der Entnahme werden diese Dinge gründlich gereinigt und trocken gelagert. Doch auch diese Utensilien müssen frei von Frost und Eis überwintern.

Damit die Beleuchtung im Winter keinen Schaden nimmt, empfiehlt es sich, die Teichbeleuchtung ebenfalls aus dem Teich zu holen. Zwar sind zahlreiche Leichtmittel als frostsicher gekennzeichnet, jedoch kann es auch hier zu kältebedingte Schäden geben. Auf diese Weise verhindern Sie teure Neuanschaffungen im Frühling.

Eine Reinigung vor dem Winter

Vor dem Winter muss das Laub aus dem Gartenteich.

Wie eingangs erwähnt, wird  Faulschlamm zu einer Gefahr für den Gartenteich. Um das zu verhindern, nehmen Sie einen Kescher zur Hilfe. Entfernen Sie Fremdmaterial, das die Teichflora unnötig belastet. Dazu gehört auf der Wasseroberfläche schwimmendes Laub. Das abgesunkene Laub wird andernfalls zu Faulschlamm, der wiederum die Konzentration der Nährstoffe im Wasser erhöht und eine Algenbildung provoziert.

Entfernen Sie das Laub alle zwei Tage. Zusätzlich kann ein Laubschutznetz bei der Teichpflege helfen. Hierbei ist es dem Großteil des Laubes nicht mehr möglich, in den Gartenteich zu fallen. Um möglichst viel Laub vom Wasser fern zu halten, ist eine Maschenweite von 20 Millimeter gut.

Außerdem reduzieren Sie den Faulschlamm am Boden des Gartenteichs. Dafür entfernen Sie den Schlamm entweder mit einem Schöpfeimer per Hand oder Sie setzen einen Teichschlammsauger ein. Der Sauger zieht den Schlamm mittels einer Düse vom Boden hinein in einen Auffangbehälter.

Unser Tipp: Werfen Sie den Schlamm nicht einfach weg. Immerhin befinden sich in dem Faulschlamm zahlreiche Nährstoffe, die Sie wunderbar als Dünger oder Beigabe für Ihren Kompost nutzen können.

Was passiert mit den Teichfischen?

Der Gartenteich muss tief genug sein, damit die Fische darin überwintern können.

Damit die Fische im Gartenteich überwintern können, sollte das Gewässer mindestens 80 cm – besser noch 100 cm – tief sein. Denn die Fische verbringen den Winter in den tiefen Zonen des Teichs. Sobald die Wassertemperatur dauerhaft bei 8°C liegt, fallen die Fische in eine Winterstarre. Dabei fährt ihr Bedarf an Sauerstoff herunter und die Fische nehmen keine Nahrung mehr auf.

Unabdingbar ist, dass die Wasseroberfläche im Gartenteich nicht zufriert. Trotz des geringeren Bedarfs an Sauerstoff der Fische, muss ein Gasaustausch stattfinden. Ansonsten ersticken die Fische. Deswegen ist ein Eisfreihalter Pflicht. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen, eine davon ist ein Ring aus Styropor, der das Wasser daran hindert, zuzufrieren.

Sollte Ihr Gartenteich flacher als 80 cm sein, entnehmen Sie die Fische für die Wintersaison. Errichten Sie ein ruhiges, frostfreies Winterquartier. Passen Sie die Wassertemperatur an die jeweilige Fischart an.

Teichpflanzen vorbereiten

Seerosen brauchen eine ausreichende Tiefe, um den Winter im Teich zu meistern.

Neben den Tieren brauchen auch die Pflanzen im Teich einige Vorbereitungen. So schneiden Sie die Schwimmpflanzen gründlich herunter und entfernen alle abgestorbenen Blätter. Für Seerosen gilt auch eine Mindesttiefe des Teichs von 80 cm. Ansonsten schaffen Sie es nicht im Teich über den Winter.

Die Unterwasserpflanzen bereiten Sie auf den Winter vor, indem Sie sie mit einem Rechen auslichten. Dabei sollten Sie ein Mittelmaß finden: Entfernen Sie zu wenig Unterwasserpflanzen, kann der Sauerstoff aufgrund vieler abgestorbener Pflanzenteile knapp werden. Andererseits wird der Sauerstoff knapp, wenn Sie zu viele Unterwasserpflanzen herausnehmen. Immerhin sind diese Pflanzen Sauerstoffproduzenten.

Die Uferpflanzen dünnen Sie ebenfalls aus. Sollte es sich um wuchernde Uferpflanzen handeln, werden diese bis 15 cm über der Wasseroberfläche gestutzt. Diese aus dem Wasser ragenden Halme helfen beim Gasaustausch im Teich.

Alle Arten von frostgefährdeten Pflanzen überwintern außerhalb des Gartenteichs in Behältern. Daher ist es ratsam, solche Gewächse nur mit Pflanzkorb in den Teich zu setzen. Dieser kann im Herbst einfach aus dem Wasser gehoben werden. Somit ersparen Sie sich das Ausgraben der Pflanzen.

Einrichtung im Aquarium – Schritt für Schritt

Die Einrichtung im Aquarium ist mehr, als ein paar Steine und Unterwasserpflanzen. Mit der Einrichtung im Aquarium entscheiden Sie, ob sich die darin lebenden Tiere wohl fühlen. Denn eine gut konzipierte Einrichtung beinhaltet verschiedene Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten für die Unterwasserbewohner. Zudem beeinflusst die Einrichtung die Wirkung des Aquariums. Beispielsweise wirkt ein dunkler Bodengrund mit hellen Felsen sehr modern und der Einsatz von bunten Glassteinen hat einen verspielten Charme.

Grundlagen klären

Damit Sie das Aquarium erfolgreich einrichten können, klären Sie einige Grundlagen. Hierzu gehören die zukünftigen Bewohner des Aquariums. Denn die verschiedenen Tiere haben unterschiedliche Ansprüche an das Aquarium. Dabei müssen Sie den Spagat zwischen den einzelnen Bedürfnissen der Tiere meistern. Fragen Sie sich bei der Planung, welche Tiere Sie halten wollen und wie viele. Klären Sie auch, wie viel Platz Sie für das Aquarium haben. Passt die gewünschte Tierart mit dem zur Verfügung stehenden Platz zusammen, geht es weiter.

Die zukünftigen Aquarienbewohner sind das wichtigste Kriterium für die Einrichtung im Aquarium. Denn die Tiere brauchen eine gewisse Wassertemperatur und einen bestimmten pH-Wert. Diese Werte beachten Sie auch später, wenn es um die Auswahl der Aquarienpflanzen geht. Selbst das Verhalten der Fische hat einen Einfluss auf die Pflanzen. Immerhin brauchen schwimmaktive Fische freie Flächen, damit sie sich uneingeschränkt bewegen können. Hier wären schnell wuchernde Pflanzen nicht artgerecht.

Aquarium säubern und platzieren

Wenn das Aquarium gekauft ist, säubern Sie es. Nutzen Sie einen unbenutzten Schwamm und frisches Leitungswasser, um das Aquarium zu reinigen. Verzichten Sie auf Putzmittel oder Seife. Diese Hilfsmittel hinterlassen Rückstände, die das Wasser belasten und den Tieren schaden. Lassen Sie das Aquarium nach dem Reinigen trocknen.

Anschließend prüfen Sie die Dichtheit des Beckens. Wenn ein Aquarium dicht ist, sind die Silikonnähte gleichmäßig und ohne Unterbrechungen.

Nun stellen Sie das Aquarium an seinen endgültigen Platz. Der perfekte Standort bekommt kein direktes Sonnenlicht ab, ist eben und keinesfalls wackelig. Es gibt genug Raum, um am Aquarium zu hantieren und der Untergrund hält dem Gewicht eines eingerichteten Aquariums stand.

Nun wird eingerichtet

Die erste Schicht im Aquarium bildet der Nährstoffboden. Dieser Langzeit-Bodengrunddünger ist die Nähstoffschicht für die Aquarienpflanzen. Diesen füllen Sie ungefähr 3 cm hoch ein. Auf diese Schicht folgt der eigentliche Bodengrund. Dieser bedeckt den kompletten Nährstoffboden und soll verhindern, dass der Bodendünger frei zugänglich ist.

Beim Bodengrund haben Sie die Wahl zwischen Kies und Sand. Den Unterschied macht die Körnung. Bis zu einer Korngröße von 2 mm handelt es sich um Sand und ab einer Körnung von 2 mm aufwärts ist es Kies. In dem Bereich von 0,1 bis 0,3 mm ist es feiner Aquariumsand.

Heller Kies als Bodengrund.

Welchen Bodengrund Sie wählen, hängt von der zu haltenden Fischart ab. Orientieren Sie sich an der jeweiligen natürlichen Umgebung und den Verhaltensweisen der Tiere. Beispielsweise bevorzugen grundelnde Bodenbewohner einen feineren Sand und Flusskrebse mögen lieber die grobe Variante mit einer Körnung bis 2 mm. Letztlich gilt für den Bodengrund das selbe: Er muss gründlich durchgespült werden. Selbst, wenn der Bodengrund als „gewaschen“ verkauft wird, waschen Sie ihn trotzdem. Nur sogenannter Soil, ein aktiver Boden, wird nicht gewaschen.

Außergewöhnlich: Ein lilafarbener Bodengrund.

Mit dem Bodengrund wird das Design des Aquariums beeinflusst. Kies oder Sand lassen Sie nach hinten im Aquarium ansteigen. Auf diese Weise betonen Sie bestimmte Bereiche und erschaffen Dynamik. Je nachdem welche Farbe der Bodengrund hat, ergibt sich eine andere Wirkung. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Farben für Kies und Sand. Allerdings sollten Sie keinen Sand für Sandkästen verwenden, da dieser mit Fungiziden behandelt wird. Andererseits ist auch Bausand aufgrund seiner scharfkantigen Körnung ungeeignet.

Hardscape gestalten

Beim sogenannten Hardscape handelt es sich um die harte Einrichtung im Aquarium. Das sind Elemente aus härteren Materialien. Zum Beispiel gehören Hölzer, Wurzeln und Steine zum Hardscape. Hierbei gehen Sie vorsichtig mit den Elementen um, da Sie das Glas des Aquariums nicht beschädigen wollen. Während Sie das Hardscape anlegen, kann Pappe als Schutz vor die Scheiben gesetzt werden.

Mit Steinen bilden Sie das Hardscape.

Sobald die einzelnen Elemente ihre Position gefunden haben, drücken Sie diese in den Kies. Somit haben die Steine und Co. einen festeren Halt und stabilisieren gleichzeitig den Boden. Wenn der Bodengrund mit einer Steigung gestaltet wurde, setzen Sie dort Steine in die Steigung bzw. an die Hügel. Diese geben Stabilität und verhindern ein Abrutschen der Hügel.

Für die Verwendung von Steinen gibt es einige Tipps, die für ein harmonisches und gleichzeitig spannendes Gesamtbild im Aquarium sorgen. So sollten unterschiedlich große Steine verwendet werden. Der größte Stein bildet den zentralen Punkt, um diesen herum werden die kleineren Steine arrangiert. Dabei wirkt eine ungerade Anzahl an Steinen harmonischer.

Pflanzen bilden das Softscape

Mit den Aquarienpflanzen wird das sogenannte Softscape gestaltet. Je nach Tierart wählen Sie eine entsprechende Bepflanzung. Es gibt kleinbleibende Pflanzenarten, Bodendecker, große Stängelpflanzen, buschige Gewächse und vieles mehr. Dabei wählen Sie eine entsprechende Bepflanzung für Vorder-, Mittel- und Hintergrund.

Aquarienpflanzen müssen gut gewaschen werden, bevor sie ins Aquarium kommen.

Aquarienpflanzen sind Lebewesen und brauchen Nahrung. Diese bekommen sie in Gärtnereien mittels Dünger. Da der Dünger aber nicht in das Aquarium soll, werden neue Pflanzen 1 Tag lang in klarem Wasser gebadet. Bei der Haltung von Garnelen sollte das separate Wasserbad sogar bis zu 3 Wochen andauern. Denn Garnelen reagieren sehr empfindlich auf Fremdstoffe.

Pflanzen für das Aquarium werden oftmals im Topf angeboten. In diesen Töpfen sind sie von sogenannter Steinwolle umgeben, die Düngerlösung enthält. Für eine fischfreundliche Wasserqualität niemals die Pflanzen mit Topf und Steinwolle einsetzen. Beides in einem kleinen Eimer Wasser entfernen. Anschließend wird nur die Pflanze alleine 1 Tag lang gründlich ausgewaschen und ins Aquarium gesetzt. Steinwolle enthält Eisen und ist beispielsweise für Garnelen giftig. Selbst noch so langes Baden und Waschen neutralisiert die Steinwolle nicht.

Wenn die Pflanze lange Wurzeln hat, kürzen Sie diese auf ca. 3 cm und entfernen Sie abgestorbene Blätter. Jetzt werden die Pflanzen eingesetzt. Eine lange Pinzette erleichtert die Arbeit, da mit diesem Hilfsmittel die Pflanze bis in den Nährstoffboden gesteckt werden kann. Beginnen Sie mit der Bepflanzung im Hintergrund und arbeiten Sie sich nach vorne.

Technik und Feinschliff

Das Aquarium ist ein künstlich angelegtes Ökosystem, dass auf Hilfe angewiesen ist. Damit das System läuft, benötigen Sie entsprechende Technik. Hierzu gehört ein geeigneter Filter. Dieser reinigt das Wasser durchgehend und sorgt für eine gute Wasserqualität. Wird der Filter in Nähe der Wasseroberfläche positioniert, bringt er diese in Bewegung. Dadurch wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert.

Je nach Tier brauchen Sie einen Heizstab. Mit diesem bringen Sie das Wasser auf die Temperatur, die für die jeweilige Tierart nötig ist. Für gesunde Pflanzen ist der Einsatz einer CO2-Anlage ideal. Doch eine CO2-Anlage ist kein Muss für das Aquarium. Was Sie jedoch benötigen, ist eine Beleuchtung. Denn das Licht ist notwendig, um einen Tag- und Nachtrhythmus zu simulieren. Zudem fördert die Beleuchtung das Pflanzenwachstum.

Unser Tipp: Bevor Sie die Technik zum Laufen bringen, muss das Aquarium noch mit Wasser befüllt werden. Dabei gehen Sie behutsam vor, da ansonsten die neue Einrichtung aufgewirbelt wird. Nutzen Sie einen Teller und legen Sie diesen in das Aquarium. Nun gießen Sie das Wasser auf den Teller, anstatt auf den Bodengrund. So wird das Wasser behutsam in das frisch eingerichtete Aquarium gegossen.

Das Wetter und der Gartenteich

Welche Auswirkungen hat das Wetter auf den Teich?

Der Himmel ist wolkenlos, die Sonne brennt auf der Haut und schon seit Tagen gab es keine Abkühlung. Mitten in dieser prallen Hitze befindet sich der Gartenteich. Er bekommt die ungebremsten Sonnenstrahlen ab.

Oder aber: Plötzlich ziehen Wolken auf. Der Himmel wird schwarz wie die Nacht. Ein Blitz erhellt den Horizont für Sekunden, dann folgt der Donner. Nun fallen Regentropfen so groß wie Haselnüsse herab. Der Regen wird immer stärker und trifft ungebremst auf die Oberfläche des Gartenteichs. Der Wasserstand steigt und bald schon tritt das kühle Nass über den Rand des Teichs.

So verschieden diese Situationen auch sind, sie werfen eine Frage auf: Welche Auswirkungen hat das Wetter auf den Gartenteich? Immerhin befindet sich der Teich ungeschützt unter freiem Himmel. Damit treffen ihn Sonne, Regen, Hagel, Sturm, Schnee und andere Wetterereignisse. Zudem wirkt das Wetter nicht nur auf den Gartenteich, sondern auch auf die darin lebenden Fische. Erfahren Sie, welchen Einfluss das jeweilige Wetter auf den Gartenteich und seine Bewohner hat.

Wenn das Unwetter kommt

Ein Unwetter am Gartenteich hat zweierlei Gesichter. Zum einen die Seite der Teichbewohner. Wenn sich der Himmel zuzieht und verdunkelt, ist der Regen nicht mehr fern. Wer die Gelegenheit hatte, seine Teichfische bei Regen zu beobachten, der wird irritiert sein. Denn Koi, Goldfisch und Co. ziehen sich nicht verängstigt auf den Boden des Gartenteichs zurück. Vielmehr werden sie aktiv und schwimmen umher. Hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Der Regen prasselt auf die Oberfläche des Gewässers und sorgt für eine starke Bewegung. Dadurch wird der Teich mit Sauerstoff angereichert, der wiederum die Fische munter macht. Zusätzlich sorgt das Unwetter für eine Abkühlung im Teich, die die Aktivität der Fische weiter fördert.

Neben dem höheren Sauerstoffgehalt bringt ein Unwetter für die Fische noch mehr Positives mit sich. Hierzu gehört das steigende Futterangebot. Der Regen spült Insekten sowie Würmer von der Uferböschung und überhängenden Ästen in das Wasser. Auf diese Weise bekommen die Fische durch den Regen eine schmackhafte Mahlzeit. Daher versammeln sich die Fische oftmals schon bei leichtem Regen am Rand des Gartenteichs und suchen nach Futter.

Pflanzen und Technik sind betroffen

Starker Regen kann Blätter und Pflanzenteile beschädigen.

Zum anderen hat ein Unwetter Auswirkungen auf die Pflanzen sowie die Technik im Gartenteich. Für diese Bereiche bringt ein Unwetter negative Effekte mit sich. Bei einem Unwetter treten häufig gleichzeitig Regen und starker Wind auf. Diese Kombination setzt den Pflanzen im und rund um den Gartenteich sehr zu. Die Blätter und andere Pflanzenteile können durch Starkregen beschädigt werden. Zudem führt die Witterung teilweise zu einem Abrutschen der Uferböschung. Dadurch gelangen Materialien ins Wasser, die dem biologischen Gleichgewicht schaden.

Unser Tipp: Greifen Sie direkt nach einem Unwetter zum Kescher und entfernen Sie lose Pflanzenteile sowie Laub aus dem Wasser. So hat der Gartenteich eine Chance, sein ökologisches Gleichgewicht zu halten und nicht umzukippen.

Wenn das Wetter derart zugeschlagen hat, kann das Wasser im Gartenteich zunächst getrübt sein. Immerhin wurde Fremdmaterial in den Teich gespült und der Teich wurde durch den starken Regen aufgewirbelt. Das legt sich nach ein paar Tagen wieder.

Ist Ihr Gartenteich mit einem Filter ausgestattet, kontrollieren Sie diesen einen Tag nach dem Unwetter. Denn es kommt vor, dass sich abgerissene Pflanzenteile an die Ansaugöffnung setzen und den Filter verstopfen. Diese Verstopfung lösen Sie, sodass die Filterleistung aufrecht erhalten werden kann.

Hinweis: Den Filter befreien Sie lediglich von losen Pflanzenteilen und führen keine Komplettreinigung durch. Durch die Reinigung entfernen Sie einen Großteil der nützlichen Filterbakterien. Doch gerade die brauchen Sie nun für eine schnelle Regenerierung der Teichbiologie. Würde der Filter gereinigt, bräuchte der Gartenteich sehr viel länger, um die eingebrachten Materialien abzubauen.

Vorbereitungen für ein Unwetter

Bevor Ihr Gartenteich durch ein Unwetter Schaden nimmt, können Sie Schutzmaßnahmen ergreifen. Hierzu gehört ein sicherer Uferbereich. Dafür wird der Bereich am besten so angelegt, dass er nicht abrutschen kann. Zusätzlich entfernen bzw. sichern Sie alle Gegenstände rund um den Teich, die hinein geweht oder ins Wasser stürzen können. Des weiteren sorgen Sie mit einem Laubschutznetz, dass lose Blätter, Äste und andere Materialien in den Gartenteich gelangen. Das alles passiert, bevor das Gewitter da ist. Während des Unwetters geht die Eigensicherung vor und Sie sollten sich nicht am Gartenteich aufhalten.

Heiße Temperaturen im Gartenteich

Pralle Sonne kann für den Gartenteich und seine Bewohner gefährlich werden.

Ebenso hat die pralle Sonne einen Einfluss auf den Gartenteich. Denn die Sonne lässt die Wassertemperatur ansteigen. Gerade in kleinen Teichen kommt es sehr schnell zu einer Erhöhung der Temperatur. Als Grenze gilt eine Wassertemperatur von 22°C. Bei höheren Gradzahlen wird es für die Teichbewohner gefährlich. Immerhin hängt die Wassertemperatur mit dem Sauerstoffgehalt zusammen. Je wärmer es im Wasser ist, desto niedriger wird der Sättigungspunkt. Damit kann Sauerstoff im warmen Wasser schlechter gelöst werden. Dieser Sauerstoff fehlt den Fischen und führt zu Atemnot.

Als Soforthilfe bietet sich das Nachfüllen von kühlerem Wasser an. Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht zu rapide abfällt und sich auch nicht unter dem Normbereich befindet. Aufgrund der heißen Temperaturen kann es passieren, dass das Teichwasser verdunstet. Diesen Verlust gleichen Sie ebenfalls durch ein Nachfüllen von Wasser aus.

Der Sauerstoff ist entscheidend

Damit der Sauerstoffgehalt generell geregelt ist, achten Sie darauf, dass genügend Unterwasserpflanzen vorhanden sind. Diese regulieren die natürliche Sauerstoffproduktion und ziehen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser. Die Nährstoffe in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung können einen Algenbefall hervorrufen. Daher entfernen Sie Verunreinigungen bei heißem Wetter regelmäßig. Dazu gehört das Abfischen von Algen und Teichschlamm. Beispielsweise nutzen Sie eine Harke, um die grünen Algen aus dem Gewässer zu beseitigen. Ein nützliches Hilfsmittel ist ein UVC-Teichklärer, der mittels UV-C Strahlung Algen abtötet.

Weitere Hilfsmittel für mehr Sauerstoff sind Springbrunnen, Fontänen und Pumpen. Alles, was das Wasser in Bewegung bringt, reichert das Wasser mit Sauerstoff an.

Um eine starke Überhitzung zu vermeiden, sorgen Sie für Schatten. Hierbei sind Sonnenschirme und Pavillons hilfreich. Achten Sie auf eine ausreichende Befestigung der Sonnenschirme. Zudem sind dichte Gräser und hohe Bäume tolle Schattenspender. Allerdings sollten die Gräser und ihre ins Wasser reichende Wurzeln regelmäßig gestutzt werden. Anderenfalls wird das Wasser zugewuchert. Da ein Baum in Teichnähe Laub mit sich bringt, montieren Sie ein Schutznetz über den Gartenteich.

Die Welt der Nano-Aquaristik

Die Aquaristik braucht nicht immer viel Platz, sondern kann auch in kleineren Formaten begeistern. Beispielsweise die Nano-Aquaristik. Hierbei liegt der Fokus auf kleinen Dimensionen. Das fängt bereits bei der Wahl des Aquariums an. Im Vergleich zu Standardbecken fällt die Aquariengröße der Nano-Aquaristik winzig aus und beinhaltet nur eine geringe Wassermenge. Neben der Aquariengröße sind auch die Einrichtung, die Aquarientechnik und die Bewohner anders, als bei den großen Becken. Worin die Unterschiede genau liegen und was Sie bei der Nano-Aquaristik beachten müssen, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Das winzige Aquarium

Während Standardaquarien bei einem Wasservolumen ab 70 Litern beginnen, liegen Nano-Aquarien weit unter diesen Werten. Von einem Nano-Aquarium wird gesprochen, wenn das Becken zwischen 10 und 60 Liter Wasser fasst. Dabei sind Nano-Aquarien meist 30 x 30 x 35 cm groß. Mit diesen Maßen sind vielfältige Möglichkeiten verbunden, die mit einem großen Becken nicht realisiert werden können. Zum Beispiel kann ein Nano-Aquarium in Räumen aufgestellt werden, die für die großen Formate keinen Platz bieten.

Somit ist es möglich, das Nano-Aquarium im Bad, in der Küche oder im Schlafzimmer zu positionieren. Selbst ins Büro passt das kleine Becken und fügt sich wunderbar ein. Zusätzlich wiegt ein gefülltes Nano-Aquarium vergleichsweise wenig und benötigt keinen speziellen Unterschrank. Eine Kommode oder ein Tisch reichen vollkommen aus.

Trotz der zahlreichen Optionen gibt es Standorte, die für das kleine Aquarium ungeeignet sind. Hierzu zählt direktes Sonnenlicht. Dieses würde das Wasser überhitzen und eine Algenbildung hervorrufen. Besser ist ein ruhiger und relativ dunkler Standort wie etwa in einer Ecke des Zimmers.

Schnecken eignen sich fürs Nano-Aquarium.

Da der zur Verfügung stehende Platz in der Nano-Aquaristik begrenzt ist, eignen sich nur kleine Tiere als Besatz. Zu diesen tierischen Bewohnern gehören neben Garnelen und Zwergflusskrebsen auch Schnecken.

Ein Nano-Aquarium einrichten

Sobald Sie ein Miniaturbecken haben, kann es los gehen. Als erstes kommt ein Nährstoffboden in das Aquarium. Dieser bildet die Basis und wird ungefähr 2 cm hoch eingefüllt. Diese Nährstoffschicht liefert die Substanz, die die Pflanzen später zum Leben benötigen. Nun folgt eine 3 cm hohe Schicht sogenannter Garnelenkies, der zuvor gut gewaschen wird. Auf diese Weise werden Verunreinigungen oder Belastungen wie Kalk weg gespült. Dieser Kies ist speziell für kleine Aquarienbewohner wie Garnelen konzipiert und sehr feinkörnig. Er verhindert, dass Futterreste in die Nährstoffschicht gelangen und das Wasser belasten. Dunkler Kies wirkt edel und stellt einen besonders attraktiven Kontrast zum Grün der Pflanzen dar.

Jetzt wird es Zeit für die Dekoration. Beliebte Elemente sind Wurzeln und Steine. Sie verleihen dem Nano-Aquarium eine gewisse Natürlichkeit und bieten verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, falls Tiere in das Aquarium einziehen sollten. Dabei sollten die Steine für Aquarien geeignet sein. Das heißt, die Steine sind wasserneutral und geben keine Stoffe ins Wasser ab. Ebenfalls sollte das Holz für den Einsatz im Aquarium geeignet sein. Nehmen Sie niemals frisches Holz, da es im Wasser fault und das Wasser enorm belastet.

Anschließend kann das Aquarium zu 2/3 mit Wasser gefüllt werden. Nehmen Sie Leitungswasser mit einer Temperatur von 20°C und reichern Sie es mit einem Nano Wasseraufbereiter an. Damit der Boden nicht aufgewühlt wird, legen Sie einen flachen Teller in das Becken. Nun wird das Wasser über den Teller laufen gelassen und der Boden wird nicht aufgewirbelt.

Jetzt wird‘s grün

Pflanzen bringen Leben ins Aquarium.

Erst dann wird es Grün im Nano-Aquarium. Die einzusetzenden Aquarienpflanzen sollten vorher ordentlich gewässert werden, um keine gefährlichen Inhaltsstoffe (z.B. Dünger) an das Wasser im Aquarium abzugeben.

Nun wird die Technik eingebracht. Mittlerweile gibt es auch für winzige Aquarien passende Filtertechnik. Mit einem kompakten Nano-Eckfilter nimmt die Technik nicht viel Platz ein und fällt kaum auf. Achten Sie darauf, dass der Filter garnelensicher ist, falls Sie Tiere einsetzen wollen. Wird der Filter noch mit Stängelpflanzen kaschiert, ist er beinahe unsichtbar. Wenn der Filter angebracht ist, wird das Aquarium vollständig mit Wasser befüllt und eine Abdeckscheibe auf das Becken gesetzt. Schließlich wird eine Aufsteckleuchte installiert und das Nano-Aquarium ist fertig eingerichtet.

Bevor Sie Unterwasserbewohner in das Nano-Becken setzen, muss das Aquarium eingefahren werden. Hierin sind Aquarien aller Größen gleich: Ohne eine Einlaufphase sollte kein tierischer Besatz erfolgen. Denn das Ökosystem im Aquarium muss sich erst einspielen und stabil sein. Selbstverständlich können Sie auch ein reines Pflanzenbecken pflegen.

Pflanzen in der Nano-Aquaristik

Moos ist eine beliebte Pflanze in der Nano-Aquaristik.

Für ein intaktes biologisches Gleichgewicht im Aquarium geht es nicht ohne Pflanzen. Dabei übernehmen Pflanzen mehrere Funktionen. Zum einen erzeugen sie Sauerstoff, der für tierische Bewohner lebenswichtig ist. Zum anderen entziehen Aquarienpflanzen dem Wasser die Nährstoffe, die Algen für ihren Wachstum und ihre Ausbreitung benötigen. Darüber hinaus reinigen die Pflanzen das Wasser auch von Schadstoffen und verdrängen damit Krankheitskeime. Des weiteren reduzieren die Pflanzen den Stress für die Tiere, da sie Schutz und Verstecke bieten.

Beliebte Pflanzen in der Nano-Aquaristik sind Moose. Sie gibt es mit feinfiedrigen oder dick gepolsterten Blättern, als schnell ausbreitende Bodendecker und als scheinbar schwerelos schwebende Bälle. Das Moos wird von Mikroorganismen besiedelt, die beispielsweise von Garnelen verspeist werden. Zudem sind Moose eine tolle Beschäftigung für Garnelen. Auf den Blättchen wird nach Futter gesucht oder sich anderweitig beschäftigt. Der geringe Bedarf an Nährstoffen und Licht macht Moose extrem pflegeleicht. Sie vertragen Temperaturen zwischen 20 bis 28°C, sodass sie optimal mit der Garnelenhaltung harmonieren.

Das Nano-Aquarium beleuchten

Es gibt spezielle Beleuchtung für die Nano-Aquaristik. Hierbei handelt es sich um verstellbare Aufsteckleuchten, die am Rand des Aquariums befestigt werden. Mit ihren Farbspektren sorgen sie für eine gute Farbwiedergabe der Einrichtung und Tiere. Während der Beleuchtung laufen die Stoffwechselprozesse der Pflanzen ab und verbrauchen ihre Energie. Allerdings sind die Pflanzen enorm wichtig für das kleine Ökosystem und sollen gesund bleiben. Deswegen sollte die Beleuchtungszeit unterteilt werden. Morgens wird für 4 bis 5 Stunden beleuchtet. Es folgt eine zwei- bis vierstündige Pause ohne Beleuchtung, die von erneutem Licht von 5 bis 7 Stunden abgelöst wird. Auf diese Weise bekommen die Pflanzen eine Erholungsphase. Um nicht dauern an- und auszuschalten, lohnt sich die Installation einer Zeitschaltuhr.

Ratgeber: Das Aquarium umrüsten

Kann ein Süßwasseraquarium auf Meerwasser umgerüstet werden?

Die Aquaristik zieht mit ihrem Charme zahlreiche Aquarianer in ihren Bann. Gerade Anfänger entscheiden sich oftmals für die Süßwasseraquaristik, da sich um Meerwasserbecken vielerlei Mythen und Stolpersteine ranken. Jedoch kommt dem einen oder anderen Süßwasseraquarianer nach einer Weile der Gedanke, von Süß- auf Salzwasser umzurüsten. Daher die Frage: Kann man ein Aquarium umrüsten?

Die Antwort ist ja. Es ist prinzipiell möglich, ein Süßwasseraquarium auf Salzwasser umzurüsten. Dafür müssen die Stellschrauben neu justiert werden. Was wir damit meinen und wie das geht, erfahren Sie nun.

Andere Bedürfnisse ans Licht

Wer von Süß- zu Meerwasser wechseln will, der sollte die Aquarientechnik neu aufstellen. Hierbei müssen aber nicht ganz von vorne beginnen, da Sie ja bereits über ein Aquarium verfügen. Für die Meerwasseraquaristik brauchen Sie jedoch eine andere Beleuchtung. Im Salzwasserbecken sind ganz andere Bewohner zu finden, als im Süßwasseraquarium. Ein Süßwasserfisch benötigt ein Lichtspektrum, mit dem ein Meereslebewesen nicht gut klar kommt. Korallen, Anemonenfisch und Co. sind auf abweichende Lichtspektren angewiesen. Deshalb tauschen Sie die Beleuchtung einfach aus. Die alten Fassungen der Röhren können Sie wiederverwenden.

Unterschiede der Aquarientechnik

Zudem werden Meerwasseraquarien mit speziellen Technikbecken mit Überlauf und Rückförderpumpe kombiniert. Diese Ausstattung sorgt für eine gute Wasserzirkulation und reichert das Wasser mit Sauerstoff an. Hinzu kommt ein Eiweißabschäumer. Dieser entlastet das Ökosystem im Aquarium, da er das Wasser mittels Aufschäumen säubert. Durch den Schaum werden Schadstoffe gefangen und eingeschlossen. Der Schaum treibt an die Wasseroberfläche und wird einfach abgeschöpft.

Für das Umrüsten auf Meerwasser ist der Einsatz von Strömungspumpen wichtig. Sie sind nötig, um im Aquarium die natürlichen Gegebenheiten nachzustellen. Im offenen Meer gibt es Naturgewalten wie etwa meterhohe Wellen und starke Strömungen. Mit solchen Strömungspumpen wird die Natur im kleineren Rahmen imitiert. Dabei wird das Wasser umgewälzt. Als Richtwert gilt eine 20-fache stündliche Umwälzung des Wasservolumens.

Wärmen und Kühlen

Während das Heizen bzw. Kühlen beim Süßwasseraquarium nicht immer Pflicht ist, darf es beim Meerwasserbecken nicht fehlen. Immerhin sollte im Meerwasseraquarium eine konstante Temperatur von 25°C herrschen. Damit wird im Winter geheizt und im Sommer nach Bedarf gekühlt. Zur Kühlung gibt es spezielle Lüfter und Kühlaggregate.

Schließlich unterscheidet sich auch die Einrichtung des Meerwasserbeckens und muss bei einer Umrüstung angepasst werden. Denn ein Salzwasseraquarium benötigt sogenanntes Lebendgestein, Kies und Sand. Diese Aspekte dienen als biologische Filter und halten die Wasserwerte stabil. Empfehlenswert sind löchrige Steine, da poröse Steine viel Platz für nützliche Bakterien und Kleinstlebewesen bieten.

Der Weg zum ersten eigenen Aquarium

Die Aquaristik ist ein facettenreiches Hobby, bei dem es viel zu beobachten gibt. Im Aquarium erwarten Sie faszinierende Unterwasserlandschaften bis hin zu außergewöhnlichen Tieren mit ihren speziellen Verhaltensweisen. Doch wie gelingt der Schritt in die Welt der Aquarianer? Genau diese Frage beantworten wir in unserem heutigen Blogbeitrag.

Schritt 1: Das Aquarium

Zur Basis der Aquaristik gehört selbstverständlich das Aquarium. Der Gedanke, dass die Haltung von Fischen nicht viel Platz benötigt und ein rundes Wasserglas reichen würde, ist ein Irrglaube. Denn runde Aquarien reflektieren Echos aus jeglicher Richtung, sodass sich die Fische in dem Becken nicht zurechtfinden.  Daher greifen Sie bitte ausschließlich auf rechteckige Aquarien zurück. Wenn die Behälter rechteckig sind, werden Schallwellen nicht gleichmäßig reflektiert und die Fische können Hindernisse, Fressfeinde und Ähnliches problemlos orten.

Große Fische brauchen ein großes Aquarium.

Neben der Form spielt auch die Größe eine wichtige Rolle. Hierbei ist ebenfalls ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Aquaristik ein Hobby für wenig Platz ist. Immerhin stellt das Aquarium den Lebensraum der von Ihnen zu betreuenden Wasserbewohner da. Wer sich eine richtige Unterwasserlandschaft gestalten möchte und größere Fische pflegen will, der braucht ein entsprechend großes Aquarium. Zudem erleichtert ein großes Aquarium ungemein die Stabilität der Wasserwerte. Je größer der Behälter, desto stabiler die Werte.

Allerdings gibt es auch in der Aquaristik kleinere Becken, die sogenannten Nano-Aquarien. Sie bilden eine Sonderform und sind für sehr kleine Tiere wie Zwergkrebse und Schnecken konzipiert. Wer nicht gerade mit der Nano-Aquaristik einsteigen will, der wählt am besten ein Aquarium mit 100 cm Kantenlänge. Sollten Sie jedoch bereits eine bestimmte Fischsorte favorisieren, die Sie pflegen wollen, dann sollte die Größe des Aquariums direkt an die Ausmaße der Fische angepasst werden.

Der richtige Standort

Für den perfekten Standort des Aquariums müssen einige Faktoren beachtet werden. Dazu gehört das Sonnenlicht. Direktes Sonnenlicht gilt es zu vermeiden. Das Licht heizt das Wasser unkontrolliert auf und schadet den Fischen, den Pflanzen und der Wasserqualität. Ebenso ungeeignet ist die Nähe zu einer Tür oder Lautsprechern.

Wählen Sie einen ruhigeren Standort, den Sie bequem vom Sofa oder Esstisch aus beobachten können. Die Tiere fühlen sich wohl, wenn nicht den ganzen Tag Trubel an der Aquarienscheibe herrscht.

Platzieren Sie das Aquarium auf einen geeigneten Unterschrank. In der Regel gibt es passende Aquarien-Schrank-Kombinationen. Wollen Sie den Schrank selber wählen, achten Sie auf seine Belastbarkeit. Immerhin wiegt ein Liter Wasser ein Kilogramm. Hinzu kommen die Dekoration und die Technik, die ebenfalls einige Kilos wiegen.

Nun geht`s an die Technik

Ein Aquarium ist ein künstlich angelegtes Gewässer. Damit alles geregelt und im Gleichgewicht abläuft, braucht es die passende Aquarientechnik. Für ein ausgewogenes Ökosystem im Aquarium benötigen Sie einen Filter. Er ist das A und O eines intakten Aquariums. Der Filter wälzt das Wasser im Becken um. Währenddessen  arbeiten reinigende Bakterien auf Hochtouren und bauen giftige Ausscheidungen ab. Zudem wird durch die Wasserumwälzung das Algenwachstum eigedämmt.

Ein Anhängefilter wird einfach an die Rückwand des Aquariums gehangen.

Bei Aquarien bis 120 Liter Wasservolumen kann ein Innenfilter genutzt werden. Diesen montieren Sie an die Rückwand des Aquariums. Mit Unterwasserpflanzen und etwas Dekoration gelingt es gut, den Filter zu kaschieren. Sollten Sie ein voluminöseres Aquarium wählen, ist ein Außenfilter zu empfehlen. Solche Filter sind entsprechend der Aquariumsmaße größer und werden im Unterschrank aufbewahrt. Der Außenfilter wird mittels Schläuchen mit dem Aquarienwasser verbunden. Im Inneren des Filters befindet sich eine Pumpe, die das Wasser zirkulieren lässt und es entsteht ein intakter Filterkreislauf.

Ein weiteres Element der Aquarientechnik ist der Heizstab. Dabei wärmt er nicht das Wasser auf, sondern soll eine gewisse Temperatur konstant halten. Der Heizstab und seine zu leistende Funktion werden an die jeweilige Fischart angepasst. Sollten Sie ein Kaltwasseraquarium pflegen wollen, kann gegebenenfalls komplett auf den Heizstab verzichtet werden. Soll das Wasser allerdings gleichmäßig in einem Bereich zwischen 24 und 26°C bleiben, ist ein Heizstab ideal. Immerhin sind Fische bei Temperaturdifferenzen recht empfindlich.

Beleuchtung im Aquarium

Damit Sie alles im Blick haben und die Tiere einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus bekommen, darf die Beleuchtung nicht fehlen. Die Aquarienbeleuchtung imitiert das Sonnenlicht und trägt zur Gesundheit der Fische sowie der Pflanzen bei. Dementsprechend beträgt die ideale Beleuchtungszeit zwischen 10 und 12 Stunden. Mit einer Zeitschaltuhr kann die Beleuchtung gleichmäßig gesteuert werden.

Üblicherweise werden Tageslichtröhren in kalt- sowie warmweißem Lichtspektrum genutzt. Doch es gibt auch sogenannte Colorleuchten, die die Farben der Fische stärker herausholen sollen. Wer die Beleuchtungsintensität verdoppeln will, sollte auf Reflektoren setzen. Auf diese Weise wird es heller, aber der Energieverbrauch bleibt gleich. Allerdings ist diese Methode nur geeignet, wenn die Beleuchtungsintensität für den jeweiligen Fischbesatz geeignet ist.  

Die Einrichtung: „Home sweet Home“

Mit der Einrichtung wird das Aquarium individuell.

Sobald die Basis steht, kann es an die Einrichtung gehen. Dabei hängen die Details vom gewünschten Tierbesatz ab. Doch es gibt einige generelle Aspekte, die zur Aquariumseinrichtung gehören. Dazu zählt der Bodengrund. Dieser besteht aus zwei Schichten. Die erste Schicht bildet ein Nährstoffboden. Er nimmt ungefähr 1/3 des gesamten Bodenvolumens ein und sorgt für ausreichend Nährstoffe für die Unterwasserpflanzen. Hierauf wird eine ca. 4 bis 6 cm dicke Schicht aus abgerundetem Kies gefüllt. Der Kies hat einen Durchmesser von ein bis zwei Millimeter und verhindert, dass der Nährstoffboden aufgewirbelt werden kann. Es gibt zahlreiche Farben beim Kies, sodass individuelle Vorlieben erfüllt werden können.

Bei manchen Fischen (z.B. Buntbarsch oder Diskusfisch) wird statt des Kieses feiner Sand verwendet. Dabei wird eine maximal zwei Zentimeter dicke Sandschicht aufgetragen, die regelmäßig gesäubert werden muss.

Ein weiteres Einrichtungselement sind die Aquarienpflanzen. Sie tragen einen Großteil zur Wasserqualität bei und sollten nicht fehlen. Sie sind quasi die Lunge des Aquariums. Am besten werden zwei bis drei Wasserpflanzen je 10 Liter Wasservolumen gepflanzt. Die Wurzeln werden in den Nährstoffboden gesetzt und mit dem Kies fixiert. Aquarienpflanzen gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. So entstehen einzigartige Landschaften, die die Wasserwerte stabilisieren.

Schließlich kann Dekoration zum Einsatz kommen. Diese reicht von Steinen über Wurzeln bis hin zu Skulpturen aus Keramik. Damit es ein einheitliches Bild im Aquarium gibt, kann die Rückwand von außen mit einer Folie beklebt oder direkt mit einer Strukturrückwand ausgestattet werden.

Das Wasser kann kommen

Startersets sorgen für kristallklares Wasser.

Sobald das Aquarium fertig eingerichtet ist, füllen Sie es mit Wasser. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Leitungswasser enthält oftmals Rückstände von Desinfektionsmitteln oder Schwermetallen. Deshalb sollten die Stoffe mit einem Wasseraufbereiter beseitigt werden. Zudem lohnen sich Filterstarterbakterien. Diese sorgen dafür, dass der Selbstreinigungsprozess des Wassers aktiviert wird. Mit einem Wassertest überprüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte. Das Aquarium soll mindestens zehn Tage für sich stehen. Das heißt, es kommen noch keine tierischen Bewohner hinein. In dieser sogenannten Einlaufphase justieren Sie die Technik und die Bakterien beginnen mit ihrer Arbeit. Erst, wenn die Wasserwerte nach diesen 10 Tagen für weitere 3 Tage hintereinander stabil waren, können die ersten robusten Bewohner einziehen. Je länger Sie mit dem Fischbesatz warten, desto besser ist das Ökosystem eingefahren.

Wasserfall im Gartenteich – Setzen Sie Akzente

Ein Wasserfall im Gartenteich ist ein echter Hingucker. Dabei ist bereits der Gartenteich an sich ein beeindruckendes Element, dass durch seine glänzende Wasseroberfläche und die grünen Gräser sowie Farne ein Ambiente der Ruhe verbreitet. Kommt nun ein Wasserfall hinzu, wird der Gartenteich optisch aufgewertet. Denn ein Wasserfall zieht die Blicke magisch an.

Sobald ein Wasserfall im Gartenteich vorhanden ist, wird er bestaunt und zu einem zentralen Punkt des Gewässers. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Wasserfall im Gartenteich aussehen soll. Von der stufenförmigen Kaskade bis zum steil abfallenden Wasser – Ihre Optionen sind vielfältig.

Der Wasserfall und seine Vorteile

Für den Wasserfall im Gartenteich spricht nicht nur seine Optik. Darüber hinaus hat das Wasserelement einen positiven Einfluss. Denn ein Wasserspiel wertet die Qualität des Wassers auf. Aufgrund des Plätscherns wird das Wasser in Bewegung gebracht. Sobald das herunterfallende Wasser in den stehenden Teich fällt, wird das Gewässer punktuell aufgewirbelt. Dadurch wird der Teich mit Sauerstoff angereichert. Schließlich führt die höhere Sauerstoffzufuhr zu einem besseren biologischen Gleichgewicht.

Welcher Wasserfall passt?

Es gibt nicht nur eine Art Wasserfall für den Gartenteich.

Wer einen Wasserfall im Gartenteich realisieren will, der hat die Wahl zwischen mit Folien gelegten Wasserelementen und vorgeformten Schalen. Hierbei ist entscheidend, ob Sie noch mitten im Bauvorhaben stecken oder der Gartenteich schon fertig ist. Denn im Bauprozess können Sie den Wasserfall mittels Steinen und Folie selber designen. So kann ein kleiner Bachlauf angefertigt werden, der zu einem Wasserfall wird und in den Gartenteich mündet. Oder Sie nutzen vorgeformte Elemente. Gut bewährt haben sich Wasserfälle aus Edelstahl. Diese sind leicht zu reinigen und rosten nicht. Mit einer integrierten LED-Beleuchtung ist der Wasserfall auch im Dunkeln ein wahrer Blickfang.

Der richtige Aufbau

Der Aufbau eines Wasserfalls setzt sich aus 3 Faktoren zusammen. Diese sind der Wasserauslass, das Wasserbecken sowie das Gefälle. Beim Wasserbecken handelt es sich in unserem Fall um den Gartenteich. Mittels einer Pumpe und eines Schlauchs werden der Auslass sowie das Auffangbecken verbunden. Auf diese Weise entsteht ein Wasserkreislauf.

Wasserfall mit Sturz

Haben Sie sich für einen vorgeformten Wasserfall entschieden, suchen Sie einen geeigneten Platz zur Montage. Dabei kommt es zusätzlich darauf an, ob das Wasser als Sturz oder terrassierter Lauf in den Teich treffen soll. Für einen Sturz ist ein natürliches Gefälle am Gartenteich ideal. Vielleicht haben Sie eine Böschung, die sich für den Wasserauslass eignet. Sollte der Bereich rund um den Gartenteich eben sein, helfen Sie nach. Zum Beispiel kann ein kleiner Hügel direkt am Gartenteich aufgeschüttet werden. Dieser wird mit Naturstein dekoriert oder mit Pflanzen besetzt. Die Wasserfallwanne wird auf dem höchsten Punkt des Hügels fixiert. Achten Sie darauf, dass sich der Auslass frei über dem Wasser befindet. Nur so, kann der Wasserfall senkrecht in den Teich plätschern.

Eine weitere Variante wäre das Schichten von Schieferplatten. Errichten Sie eine leicht versetzte Schichtung, sodass Spalten entstehen. In diese werden Farne gesetzt und erzeugen eine natürliche Optik. Die Wasserfallwanne wird ebenfalls auf dem höchsten Punkt montiert und kann ringsum mit Schiefer verziert werden.

Der Wasserfall im Gartenteich als Sturz.

Schließlich können Sie auch eine Wand für den Wasserfall mauern. Dafür wird am Rand des Gartenteichs ein kleines Mäuerchen errichtet, in dem die Wasserfallschale verbaut wird.

Aber übertreiben Sie es nicht mit der Höhe des Wasserfalls. Denn die Höhe sowie die Steigung bestimmen die Lautstärke des Wasserfalls. Während das Plätschern eine angenehm beruhigende Wirkung hat, kann ein lautes Aufklatschen von Wassermengen recht störend sein. Hier gilt es das richtige Maß an Höhe, Steigung und Durchflussmenge zu finden. Zudem sollten Sie tierische Teichbewohner berücksichtigen. Befinden sich im Gartenteich Fische, wollen diese nicht von Wassermassen runter gedrückt werden.

Sanfter Wasserlauf

Das Wasser läuft dank Auffangwannen sanft herunter.

Wollen Sie keinen steilen Wasserfall, sondern ein sanftes Gefälle? Dann modellieren Sie einen Bachlauf. Hierfür benötigen Sie ebenfalls einen erhöhten Ausgangspunkt, wie etwa einen Hügel. Von hier aus wird das Wasser stufenweise Richtung Gartenteich gebracht. Der Bachlauf besteht abwechselnd aus Auffangwannen und fließenden Abschnitten. Die Bachlaufwannen fangen das Wasser auf den einzelnen Ebenen auf. Durch den Zufluss wird permanent Wasser aus den Wannen gedrückt, sodass mehrere kleine Wasserfälle entstehen. Diese Variante bringt das Wasser schonend in den Gartenteich, erzeugt keinen Lärm und stört die Fische nicht.

Passende Technik für den Wasserfall

Der Wasserfall im Gartenteich plätschert nicht von alleine vor sich hin. Dafür brauchen Sie eine Pumpe. Die Leistung der Pumpe muss an mehrere Faktoren angepasst werden. Dazu gehören das Gefälle, die gewünschte Fließgeschwindigkeit des Wassers und die Höhe, dass das Wasser überwinden muss. Je größer die Förderhöhe ist, desto geringer ist die Förderleistung der Pumpe. Achten Sie daher auf das Leistungsdiagramm Ihrer Pumpe. Zusätzlich wird die Pumpenleistung auch von der Länge sowie dem Durchschnitt des Bachlaufs gehemmt.

Pumpenleistung berechnen

Damit die Pumpe zu Ihrem Vorhaben passt, berechnen Sie die benötigte Pumpenleistung. Dafür ist der Abschnitt ausschlaggebend, in dem die Fließgeschwindigkeit am schnellsten sein soll. Sie messen die Länge, Breite und Höhe des Abschnittes. Mit diesen Werten errechnen Sie Länge x Breite x Höhe. Daraus ergibt sich ein Volumen, welches einer Wassermenge entspricht. Hätten wir ein Volumen von 0,05 m³ berechnet, bedeutete dies 50 Liter Wasser. Um diese Menge mit einer Geschwindigkeit von 2 Meter pro Minute zu pumpen, benötigen Sie eine Pumpe mit einer Mindestleistung von 100 Liter/Minute. Soll das Wasser schneller fließen, wählen Sie eine stärkere Pumpe oder Sie gestalten den Bachlauf schmaler.

Funktionierender Wasserkreislauf

Um den Wasserkreislauf zu schließen, wird die Technik angeschlossen. Ein Schlauch stellt die Verbindung zwischen Auffangbecken und Wasserauslass her. Diesen Schlauch verlegen Sie außerhalb des Wasserfalls. Entsprechend wird der Schlauch um das Gefälle herum gelegt oder auf der Rückseite des Mäuerchens angebracht. Anschließend kaschieren Sie den Schlauch mit passender Dekoration. Mit dem richtigen Einsatz von Steinen und Pflanzen verschwindet der Schlauch aus dem Sichtfeld.

Natürlich wäre der Schlauch innerhalb des Bachlaufs oder unter den Wannen tatsächlich nicht sichtbar. Sobald es aber zu Wartungsarbeiten kommt, kommen Sie nicht mehr an den Schlauch heran bzw. Sie müssten alles auseinander bauen. Daher gilt beim Wasserfall im Gartenteich: Verbauen Sie die Technik so, dass Sie jederzeit erreichbar ist.

Wasserfall im kleineren Stil

Alternativ braucht es für einen Wasserfall keinen Gartenteich. Für das Wasserelement reicht bereits ein kleines Auffangbecken wie etwa eine Zinkwanne. So genießen Sie den Anblick eines Wasserfalls auch in kleineren Dimensionen.

Ratgeber: Der Goldfisch

Geselliger Karpfen für den Gartenteich

Der Goldfisch gehört zu den Fischen, die fast jeder kennt, aber auch unterschätzt. Denn Goldfische sind sehr gesellige Tiere, die Schwung in den heimischen Gartenteich bringen können. Vielleicht sind die farbenfrohen Fische ja auch etwas für Sie.

Typisch Goldfisch

Einzuordnen ist der Goldfisch in die Familie der Karpfenfische. Mit einer maximalen Körperlänge von 35 cm gehört er zu den mittelgroßen Fischen. Seinen Ursprung hat der goldene Fisch in China. Dort beheimatet er mittlere Wasserregionen, die mäßig fließen oder still sind. Der friedliche Fisch ist ein Schwarmfisch und braucht Artgenossen, um zu leben. Wenn die Gegebenheiten stimmen, kann das possierliche Tier bis zu 40 Jahre alt werden.

Die orange-gelbe Färbung gab dem Goldfisch seinen Namen.

Das Aussehen hat dem Fisch seinen Namen gegeben. Denn seine Grundfärbung ist orange-gelb. Hinzu kommen sein schlanker Körper und seine leicht transparent wirkenden Flossen. In Kontrast dazu sind seine Augen tiefschwarz. Männliche Goldfische sind schlanker als ihre weiblichen Artgenossen. Gerade in der Laichzeit sind die Geschlechterunterschiede deutlicher, da die weiblichen Goldfische dann Flecken tragen.

Die Männchen werben in der Laichzeit um ein Weibchen. Geht der weibliche Fisch auf das ausgeprägte Balzverhalten ein, können Goldfische bis zu 1.000 Eier auf einmal ablegen. Bereits nach einer Woche schlüpfen die Jungfische und haben graugrüne Schuppen. Erst mit acht Monaten färben sich die Jungfische in das typische orange-gelb.

Friedliche Fische

Der Goldfisch ist die Ruhe selbst. Er liebt es friedlich mit seinen Artgenossen umherzustreifen und genüsslich den Boden nach einer Mahlzeit abzusuchen. Die kleinen Allesfresser vertilgen sowohl pflanzliche, als auch tierische Nahrung. Ein Goldfisch sollte niemals alleine gehalten werden. Denn das Tier braucht den Kontakt zu anderen Goldfischen. Ansonsten fühlt sich der Fisch nicht wohl und geht ein. Erst, wenn es Goldfischen gut geht, zeigen sie ihre ganzen Verhaltensweisen. Hinzu kommt ihre Färbung. Auch diese ist erst intensiv, wenn sich der Fisch wohlfühlt. Daher bitte keine Einzelhaltung der sozialen Fische. Zudem sind „Goldfischgläser“ beziehungsweise runde Aquarien absolut ungeeignet.  

Goldfische im Gartenteich

Wenn der Gartenteich mindestens 150 cm tief ist, über verschiedene Teichzonen und ein geeignetes Filtersystem verfügt, dann ist er für Fische bewohnbar.

Für die Haltung im Gartenteich gilt: Auch ein Goldfisch hat Ansprüche.

Die Mindesttiefe ist notwendig, damit der Teich im Winter nicht durchfriert und Schwankungen im Teichkreislauf verkraften kann. Niedrige Teiche frieren im Winter durch, heizen sich im Sommer auf und kommen mit zusätzlichen Nährstoffen nicht zurecht. Solch ein Gartenteich wäre ungeeignet für einen Schwarm Goldfische.

Hat ihr Gartenteich die idealen Voraussetzungen, steht dem Besatz mit Goldfischen nichts im Weg. Allerdings sollten Sie den Teich auch nicht überfüllen. Pro Goldfisch sollten 500 Liter Wasservolumen zur Verfügung stehen, damit sich die Fische gut zu entwickeln. Wenn Sie einen Schwarm halten wollen, muss der Gartenteich die entsprechende Größe aufweisen.

Neben der Größe spielen auch das Bodensubstrat und die Bepflanzung eine Rolle. Ohne Bodensubstrat wirbeln die Fische beim Gründeln  Mulm auf und trüben das Wasser. Ideal ist ein feines Gemisch aus Kies und Sand. Darin können Nahrung gesucht und Pflanzen gesetzt werden.

Für die artgerechte und gesunde Haltung bepflanzen Sie den Teich vielfältig. Unterwasserpflanzen sorgen nicht nur für Sauerstoff, sondern entziehen dem Wasser auch Schadstoffe. Zusätzlich dienen Wasserpflanzen als Verstecke oder Laichplätze. Beispielsweise sorgen Seerosenblätter für Schatten. Damit es den Fischen nicht zu warm wird, liegt idealerweise ein Drittel des Gewässers im Schatten. Hierbei wärmt sich das Wasser nicht so schnell auf und es wird kein Algenwachstum provoziert.

Die beliebtesten Fische für den Gartenteich

Ein Gartenteich und ein Fischbestand gehören oftmals zusammen. Selbst wer eigentlich nur einen Gartenteich anlegen wollte, spielt schnell mit den Gedanken, einige Fische in den Gartenteich zu setzen. Dabei gibt es so einige Exemplare, die sich zu den beliebtesten Fischarten für die Teichhaltung entwickelt haben. Dies liegt vor allem an ihrer geringen Größe und ihren einfachen Haltungsbedingungen. Doch um welche Fische handelt es sich?

Der Klassiker unter den Fischen – Der Goldfisch

Goldfische gehören zu den beliebtesten Fischen im Gartenteich.

Wie auch in anderen Bereichen des Lebens, so gibt es auch im Gartenteich einen Klassiker. Hierbei handelt es sich um den Goldfisch. Der kleine gold-gelbe Fisch wird seit Jahrhunderten gezüchtet und gehört zu den beliebtesten Zierfischen. Mit einer maximalen Körperlänge von 30 cm und seinem friedlich, geselligen Wesen ist der Goldfisch ein gern gehaltener Fisch im Gartenteich. Die kleinen Schwarmfische brauchen Artgenossen und vertragen sich auch mit anderen Friedfischen sehr gut.

Der Sonnenbarsch: Exotische Schönheit

Mit einer maximalen Körperlänge von 15 cm gehört der Sonnenbarsch zu den kleineren Fischen. Seine Schuppen sind braun-türkis gefärbt und verleihen ihm ein exotisches Aussehen. Da die Fischart eine Wasserhärte von 17 bis 20 benötigt, um gesund zu bleiben, gehören bei der Haltung vom Sonnenbarsch regelmäßige Kontrollen der Wasserwerte dazu.

Während Goldfisch und Co. zu den geselligen Friedfischen gehören, sieht es beim Sonnenbarsch etwas anders aus. Denn der Gemeine Sonnenbarsch gehört zu den Raubfischen und sollte mit maximal einem Artgenossen zusammen gehalten werden. Hierbei müssen Sie allerdings mit reichlich Nachwuchs rechnen. Die Fischbabys würden wiederum dafür sorgen, dass sich keine Insekten, Amphibien oder andere kleineren Fische im Teich halten können. Wollen Sie jedoch eine natürliche Methode, um den Nachwuchs anderer Teichfische zu regulieren, dann ist der Sonnenbarsch eine Möglichkeit.

Doch eine Vergesellschaftung ist auch mit dem Sonnenbarsch möglich. Dafür sollten die Fische nicht zu klein sein, da sie sonst auf dem Speiseplan des Barsches stehen.

Aktive Schwimmerin – Die Goldorfe

Ein beliebter Fisch für den Gartenteich ist auch die Goldorfe. Die Fischart erreicht eine maximale Körperlänge von 25 cm und trägt weißgoldene bis orangerote Schuppen. Die Goldorfe ist schlank und sehr schwimmfreudig. Daher darf der Teich keinesfalls zu klein sein. Die lebhaften Fische brauchen genügend Schwimmplatz.

Als Teichbesitzer haben Sie viel Freude an diesem Fisch, da er sich gerne zeigt. Was die Goldorfe gar nicht mag, ist Einzelhaltung. Denn das Tier braucht einen Schwarm bestehend aus mindestens 8 Artgenossen. Gemeinsam schwimmen sie durch das Gewässer und präsentieren ihr facettenreiches Verhalten. Eine Verhaltensweisen zeigt das taktische Vorgehen der Fische: Die zügigen Schwimmer ernähren sich von Insekten, Mückenlarven sowie Pflanzen. Dabei locken Sie ihre Nahrung ins Mittelwasser des Teichs oder an die Wasseroberfläche und verspeisen sie dann. Damit sind die kleinen Zierfische auch nützlich, da sie die Mücken dezimieren.

Elritze – Ein umtriebiger Fisch

Die Elritze bleibt klein und zeigt sich überall im Teich.

Bei der Elritze handelt es sich um einen sehr lebhaften Teichfisch. Dabei bleibt diese Fischart mit einer Körperlänge von 8 cm vergleichsweise klein. In einem Schwarm von mindestens zehn Tieren fühlt sich der kleine Fisch wohl. Seine Schuppen zeigen eine dezente Silberfärbung und fallen besonders vor dunkleren Teichgründen auf.

Die Elritze bevorzugt keinen bestimmten Teichbereich und ist in der gesamten Wassersäule unterwegs. Diese Verhaltensweise trägt zu seiner Beliebtheit bei. Immerhin durchschwimmt die Elritze alle Ebenen und bringt Leben in das Gewässer. Zu seiner Nahrungsquelle gehören Pflanzen ebenso wie Wassertiere und Insekten, die auf der Wasseroberfläche landen.

Liebevolle Pärchen – Bitterling

Der sogenannte Bitterling ist ein kleinerer Fisch und erreicht nur eine Körperlänge von acht Zentimetern. Mit seinen silbernen Schuppen funkelt der Fisch wie ein kleiner Diamant, wenn Sonnenstrahlen auf ihn treffen. Hinzu kommt bei den Männchen die rötliche Iris, die dem Fisch ein außergewöhnliches Aussehen verleiht. Zu seinen Lieblingsspeisen gehören Insekten, kleine Wassertierchen sowie Pflanzen.

Auch für den Bitterling gilt, dass er Artgenossen zum Leben braucht. Denn diese Fischart bewegt sich paarweise durch den Teich. Ohne Partner würde der Bitterling eingehen. Sie sollten mindestens vier der Tiere halten, sodass ein Schwarm entsteht und jeder einen Partner hat. Wenn Sie Platz für mehr Bitterlinge haben, achten Sie bitte auf eine gerade Anzahl. So können sich die Tiere ihren Partner aussuchen und keiner bleibt alleine zurück.