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Bepflanzung für die Tiefwasserzone

Ein Gartenteich gliedert sich in mehrere Zonen. Jede dieser Gartenteichbereiche hat seine eigenen Eigenschaften und Ansprüche. Neben dem Uferbereich, der Sumpfzone und dem Flachwasserbereich gibt es noch die Tiefwasserzone. Trotz all der Unterschiede haben die Zonen eine Gemeinsamkeit: Sie verfügen über reichlich Pflanzen, die für den jeweiligen Bereich charakteristisch sind. Doch was ist die ideale Bepflanzung für die Tierwasserzone und warum ist sie überhaupt nötig?

Was ist die Tiefwasserzone?

Die Tiefwasserzone ist der mittige Bereich im Gartenteich und beginnt ab einer Tiefe von ungefähr 90 cm. Falls es sich um einen Gartenteich mit Fischbesatz handelt, sollte der Tiefwasserbereich entsprechend mindestens 120 bis 150 cm tief sein. Mit einer solchen Tiefe wird sowohl verhindert, dass sich das Wasser im Sommer zu sehr erhitzt, als auch im Winter durchfriert.

Warum sind Pflanzen sinnvoll?

Das A und O für den Gartenteich ist sein Klima. Das heißt die Aspekte Sauerstoffgehalt und Nährstoffe müssen im Gleichgewicht sein. Damit dies so ist, braucht es die richtige Bepflanzung. Denn Unterwasserpflanzen produzieren Sauerstoff und nehmen zusätzlich Nährstoffe aus dem Wasser auf. Wenn keine überschüssigen Nährstoffe im Wasser vorkommen, kann auch kein Algenproblem entstehen. Immerhin fehlt die Lebensgrundlage der Alge, wenn die vorhandenen Nährstoffe bereits von den Pflanzen aufgenommen wurden.

3 Arten von Pflanzen

Es gibt unterschiedliche Pflanzenarten in der Tiefwasserzone. Zum einen gibt es sogenannte Schwimmblattpflanzen. Diese wurzeln im Boden und verfügen über lange Blüten- sowie Blattstiele mit denen sie die Wasseroberfläche erreichen. Zum anderen bewohnen ständig untergetauchte Pflanzen den tiefen Bereich im Gartenteich. Sie kommen mit wenig Licht aus und leben vollständig im Wasser. Dabei treiben sie frei im Wasser und wurzeln nicht. Als drittes gibt es im Tiefwasserbereich noch die Schwimmpflanzen. Sie treiben frei im Gartenteich und haben feine Wurzelhärchen.

Keine Wurzeln, sondern Blätter

Auch unter Wasser sorgen die Pflanzen für Sauerstoff.

Unterwasserpflanzen sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten der Tiefwasserzone. Die Blätter der ständig untergetauchten Pflanzenarten sind in der Lage die noch so kleinste Menge an Nährstoffen aus dem Wasser aufzunehmen. Da die Versorgung dieser Unterwasserpflanzen über die Blätter vollzogen wird, bilden sie kaum bis gar keine Wurzeln. Deshalb benötigen Sie im Tiefwasserbereich auch kein Bodensubstrat. Durch natürlich entstehende Ablagerung wird mit der Zeit dennoch eine Schlammschicht am Teichboden entstehen. Hier können schwache Wurzeln bei Bedarf hineinwachsen.

Passende Pflanzen für die Tiefwasserzone

Für die Tiefwasserzone gibt es Pflanzen, die fast vollständig unter Wasser leben und solche, die mit Hilfe ihrer Schwimmblätter an der Teichoberfläche zu sehen sind. Eine Auswahl für Ihren Gartenteich bekommen Sie nun:

  • Seerose
  • Wasserpest
  • Tausendblatt
  • Wasserfeder
  • Hornkraut
  • Wasserlinse
  • Schwimmfarn
  • Krebsschere
  • Wasserhyazinthe
  • Muschelblume
  • Wasserhahnenfuß
  • Wassernuss
  • Hechtkraut
  • Seekanne
  • Wasserknöterich

Ratgeber: Fischhaltung im Gartenteich

Die Fischhaltung im Gartenteich gestaltet sich anders, als die Haltung im Aquarium. Immerhin sind Fische im Gartenteich jahreszeitlichen und wetterbedingten Veränderungen ausgesetzt. Zudem gibt es verschiedene Arten von Gartenteichen, bei denen sich die Fischhaltung wiederum unterscheidet. Das heißt, dass es nicht DIE allgemeine Fischhaltung im Gartenteich gibt. Zudem müssen die Ansprüche der jeweiligen Fischart miteinbezogen werden. Doch es gibt auch generelle Faktoren, die Sie beachten sollten, damit eine artgerechte Fischhaltung in Ihrem Gartenteich generell möglich ist. Welche Kriterien das sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der richtige Standort

Der Standort ist das A und O für die Fischhaltung.

Wenn Sie Fische in Ihrem Gartenteich halten wollen, ist der wichtigste Aspekt der Standort des Gewässers. Denn der Teich darf der Sonneneinstrahlung nicht permanent ausgesetzt sein. Liegt der Gartenteich in der Sonne, treten im Sommer schnell Oberflächentemperaturen von 30°C auf. Zahlreiche Teichfische kommen aus kühlen Gewässern bzw. großen Gewässern mit der Möglichkeit sich in tiefer liegende Zonen zurückzuziehen. Daher wäre ein Teich in vollsonniger Lage nicht artgerecht und würde der Gesundheit der Fische schaden.

Allerdings heißt das nicht, dass Sonne für den Gartenteich tabu ist. Idealerweise bekommt das Gewässer nur zeitweise Sonnenstrahlen ab. Beispielsweise sind die morgendlichen Sonnenstunden perfekt, um den Fischen Tageslicht und etwas Wärme zu bieten, ohne das Wasser aufzuheizen.

Welche Größe für den Teich?

Die Größe des Gartenteichs ist entscheidend für die Wahl und Anzahl der Fische. Bei schwimmaktiven Fischarten sollte die Länge der Tiere mit dem Faktor 10 multipliziert werden. Beispielsweise gilt diese Regelung für Störe. Für ruhigere Fischarten wird die Körperlänge des Tieres mit dem Faktor 5 bis 8 multipliziert. Sollen den Teich unterschiedliche Fischarten bewohnen, muss die Berechnung von der Körperlänge des größten Fischs ausgehen.

Störe brauchen einen großen Gartenteich.

Zum besseren Verständnis: Sollte ein schwimmaktiver Fisch mit 1 Meter Körperlänge das größte Exemplar im Teich werden, muss der Gartenteich 10 Meter lang sowie 6 Meter breit sein und bei einem Fisch mit 50 cm Länge 3 bis 4 Meter.

Die Tiefe des Gewässers sollte nie unter 1,5 Meter liegen. Nur so verhindern Sie, dass das Wasser im Sommer überhitzt bzw. im Winter durchfriert. Beide Szenarien wären tödlich für die Fische im Gartenteich.

Wenn Sie die passende Größe des Gartenteichs an die Fischarten angepasst haben, sollten Sie den Teich nicht maßlos mit Tieren befüllen. Für einen Fisch mit 50 cm Länge sollten 1.000 bis 3.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Alles sauber dank Teichtechnik

Mit der Fischhaltung im Gartenteich geht auch die richtige Teichtechnik einher. Hierzu gehören u. a. ein Filter und eine Teichpumpe. Diese sorgen dafür, dass alles sauber bleibt und die Fische mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden. Eine Filteranlage erleichtert Ihnen das Säubern des Gewässers. Denn Fische verunreinigen das Wasser durch Futterreste und Ausscheidungen. Würden diese einfach im Teich belassen, würde der steigende Nährstoffgehalt zu erhöhten Algenwachstum führen. Genau das wird mit einer entsprechenden Filteranlage verhindert.

Zusätzlich sorgt eine gute Pumpe für eine Anreicherung mit Sauerstoff. Dabei ist der Sauerstoff nicht nur für die Fische lebensnotwendig, sondern auch für die im Wasser lebenden Mikroorganismen. Diese erhalten das Ökosystem im Teich und verhindern ebenfalls eine Algenausbreitung.

Fazit: Wenn Sie nun die Faktoren Fischarten, Standort, Größe und Technik bedacht haben, dann steht der Fischhaltung im Gartenteich nichts mehr im Weg.

Der Gartenteich und die Flachwasserzone

Welche Pflanzen sind geeignet?

Ein Gartenteich gliedert sich in verschiedene Zonen. Jeder dieser Abschnitte hat seine eigenen Merkmale und Ansprüche. Daher auch die Flachwasserzone. Sie schließt sich an die Ufer- und Sumpfzone an. Demgemäß ist die Zone der erste Bereich im Gartenteich, der ständig im Wasser steht.

Die Flachwasserzone ist mindestens 20 bis 60 cm tief und 30 bis 50 cm breit. Entsprechend müssen bei der Tiefe die unterschiedlichen Wetterverhältnisse bedacht werden. Denn auch bei Hitze sollte sich in dieser Zone Wasser befinden. Immerhin stehen in diesem Bereich nur Pflanzen, die permanent Wasser benötigen. Kurzum: Pflanzen der Flachwasserzone vertragen keine noch so kurze Austrocknung.

Keine Algen dank Flachwasserzone

Die Flachwasserzone spielt eine wichtige Rolle bei der Gesundheit des Gartenteichs. Immerhin sind in dem Flachwasserbereich die meisten algenverhindernden Pflanzen angesiedelt. Denn die Teichpflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser und dem Boden auf. Während die gepflanzten Gewächse gedeihen, fehlt es den Algen an Nährstoffen.

Wenn es keine Pflanzen in dem Bereich gäbe, würde der Nährstoffgehalt in Kombination mit Sonne zu einem Algenbefall führen. Anders gesagt: Wird die Flachwasserzone optimal bepflanzt, fehlen die Nährstoffe für ein Algenwachstum. Somit trägt die Flachwasserzone bedeutend zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich bei.

Welche Pflanzen sind geeignet?

Die Sumpfschwertlilie gehört zu den beliebtesten Pflanzen der Flachwasserzone.

In der Flachwasserzone befinden sich größtenteils Pflanzen, die teilweise oder ganz über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Dennoch befinden sich ihre Wurzeln im Wasser. Das heißt, sie brauchen einen ständigen Wasserkontakt. Wohingegen im tieferen Bereich bereits Pflanzen angesiedelt sind, die ständig untergetaucht bleiben. Doch welche Pflanzen sind für den Flachwasserbereich des Gartenteichs geeignet?

Pflanzen für die Flachwasserzone

  • Froschlöffel
  • Hechtkraut
  • Igelkolben
  • Kalmus
  • Kardinalslobelie
  • Rohrkolben
  • Pfeilkraut
  • Schwanenblume
  • Sumpfschwertlilie
  • Tannenwedel
  • Teich-Schachtelhalm
  • Teichsimse
  • Wasserlobelie
  • Zungen-Hahnenfuß
  • Zwergkalmus
  • Zwerg-Rohrkolben
  • Zwerg-Seerose

Aufgepasst bei der Pflanzenwahl

Die Pflanzen in der Flachwasserzone sind robuste Gewächse mit einem regen Wachstum. Zum Beispiel Rohrkolben und Schilf wachsen gerne bzw. viel. Dementsprechend sollten sie nur für größere Gartenteiche genutzt werden. Infolge würde kleinere Gewässer schnell zuwachsen. Gute Alternativen sind die kleineren und zahmeren Verwandten dieser Pflanzen.

Beispielsweise entsteht mit Zwerg-Rohrkolben und Zwergkalmus weniger Arbeit bzw. Rückschneidebedarf. Allerdings haben auch die Pflanzen mit Hang zum regen Wachstum ihren Reiz. So überzeugt zum Beispiel der Zungen-Hahnenfuß mit leuchtenden Blüten und der Igelkolben zeigt hübsche Fruchtstände.

Unser Tipp: Setzen Sie stark wachsende Gewächse in Pflanzgefäße. In diesen geschlossenen Behältern haben die Pflanzen genügend Platz sich zu entfalten ohne sich unkontrolliert auszubreiten. Damit verhindern Sie auch, dass diese Pflanzen langsamer wachsende Gewächse verdrängen.

Der Gartenteich und seine Technik

Sie wollen sich Ihren Traum vom eigenen Gartenteich erfüllen, brauchen aber noch einige nützliche Informationen rund um die richtige Teichtechnik? Dann ist dieser Blogbeitrag genau das, wonach Sie suchen. Denn wir erklären, warum Sie Technik in Ihrem Gartenteich brauchen und wie Sie die Technik auswählen, damit Ihr Teich optimal läuft. Immerhin handelt es sich beim Gartenteich um ein künstlich angelegtes Gewässer. Das heißt, der Teich funktioniert nicht alleine, sondern ist auf etwas Unterstützung angewiesen. Deshalb ist der Einsatz einer Teichpumpe und entsprechendem Filter nötig.

Warum brauchen Sie eine Teichpumpe?

Natürliche Gewässer werden von Bächen und Quellen mit frischem Wasser versorgt. Damit bekommen Teiche in der freien Natur immer wieder Anreicherungen mit Sauerstoff. Deshalb bleiben natürliche Teiche im Gleichgewicht und sind nicht auf Hilfe angewiesen. Wohingegen ein angelegter Teich in der Regel nicht über solche Zuflüsse verfügt und den Sauerstoff anderweitig bekommen muss. Kurzum: Diese Aufgabe übernehmen Pumpen und Filter in Ihrem angelegten Gartenteich.

Wie wichtig ist Sauerstoff?

Also Teichtechnik säubert das Wasser und reichert es gleichzeitig mit Sauerstoff an. Doch wozu der Sauerstoff? Ganz klar: Zum Leben. Wie es auf der Erde ohne Sauerstoff kein Leben geben kann, so ist es auch unter Wasser. Die Mikroorganismen, die sich im Wasser bilden und zum Ökosystem Teich beitragen, können nicht ohne Sauerstoff leben. Des Weiteren überleben auch Fische nicht in sauerstoffarmen bis sauerstofflosen Regionen im Teich. Hinzu kommt, dass Sauerstoffmangel zahlreiche Fischkrankheiten begünstigt.

Zum Beispiel darf der Sauerstoffgehalt im Wasser für die Haltung von Kois niemals unter 6 mg/l sinken.

Welche Pumpe brauchen Sie?

Damit diese Frage beantwortet werden kann, spielt die Größe Ihres Gartenteichs eine Rolle. Denn die Teichtechnik muss die passende Menge Wasser anreichern bzw. filtern können. Was nützt Ihnen eine schwache Aquarienpumpe, wenn Sie einen kleinen See im Garten angelegt haben? Daher ist es wichtig, die Größe des Gewässers mit der Pumpenleistung in Einklang zu bringen. Zusätzlich zur Teichgröße ist die Wahl des Filters auch von der Teichgestaltung abhängig. Genauer gesagt, fließen die Bedürfnisse der Pflanzen sowie Teichbewohner mit in die Wahl der Technik.

Guter Filter für viele Fische

Möglicherweise tummeln sich in Ihrem Teich viele verschiedene Fische. Dann sollten Sie auf ein leistungsstärkeres Filtersystem setzen. Im Falle eines Koiteichs braucht es definitiv einen starken Filter, da die farbenfrohen Karpfen ansonsten schnell im Trüben schwimmen. Außerdem erspart Ihnen eine entsprechende Filteranlage viel Arbeit und es bleibt mehr Zeit, um am Gartenteich zu entspannen. Deshalb sind Gartenteichpumpen und Filter in jedem Fall  lohnende Anschaffungen.

Übrigens: Über den Winter sollte die Pumpe nicht im Gartenteich bleiben. Stattdessen holen Sie die Pumpe im späten Herbst aus dem Teich und reinigen sie gründlich. Anschließend wird die Pumpe in einem Eimer Wasser an einem geschützten Ort gelagert. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Keller. Während der Überwinterung darf die Pumpe nicht trocken lagern. Ansonsten wird sie funktionsuntüchtig.

Noch mehr Sauerstoff

Fontänen sorgen für mehr Sauerstoff im Wasser.

Während Pumpen sowie Filter im Verborgenen das Wasser säubern und mit Sauerstoff anreichern, gibt es auch dekorative Möglichkeiten, um die Qualität des Wassers zu verbessern. Immerhin ist der Sauerstoffgehalt für einen gesunden Gartenteich sehr wichtig. Hierfür können Springbrunnen und Fontänen eingesetzt werden. Diese Installationen sehen gut aus, haben eine beruhigende Wirkung durch ihr Plätschern und reichen das Wasser kontinuierlich mit Sauerstoff an.

Jedoch muss beim Anbringen von Fontänen darauf geachtet werden, wo das aufgewirbelte Wasser landet. Denn einige Pflanzen mögen es gar nicht, ständig von Wasserspritzern getroffen zu werden und gehen ein. Beispielsweise die Seerose gehört zu diesen sensiblen Gewächsen. Daher sollten Fontänen und empfindliche Pflanzen ihre eigenen Bereiche im Gartenteich bekommen. Auf diese Weise verbinden Sie das Nützliche mit dem Schönen.

Der Sumpfbereich im Gartenteich

Die richtige Bepflanzung

Der Gartenteich ist etwas fürs Auge und für die Seele. Hier kann entspannt sowie beobachtet werden und das direkt im heimischen Garten. Doch ein Gartenteich bedeutet nicht nur Wasser, sondern auch eine vielfältige Bepflanzung. Die Vegetation gliedert sich im Gartenteich in unterschiedliche Bereiche. Eine davon ist der sogenannte Sumpfbereich. Dieser schließt sich an die Uferzone an und ist eine flache sowie breite Zone. Der Sumpfbereich sollte maximal 30 cm breit sein und eine Tiefe zwischen 10 bis 20 cm besitzen.

Wo sich das Leben tummelt

Der Sumpfbereich ist Lebensmittelpunkt verschiedener Amphibien, Insekten und Vögel. Darunter befinden sich unter anderem Frösche, Kröten, Molche und Libellen. Folglich ist es wichtig, dass die Bepflanzung stimmt. Dafür braucht es für die Tiere das richtige Maß, um sich gut zwischen den Pflanzen verstecken und sich dennoch problemlos durch die Bepflanzung fortbewegen zu können. Das heißt, für die richtige Bepflanzung der Sumpfzone müssen die Bereiche Optik und Tierwelt in Einklang gebracht werden. Mit der optimalen Pflanzenauswahl gelingt ein harmonischer Übergang vom Festland hinein ins kühle Nass. Immerhin stellt der Sumpfbereich die Verbindung von Land zu Wasser her. Welche Pflanzen sind also geeignet, um den Teich in den Garten einzubinden und ihn nicht wie eine große Pfütze aussehen zu lassen?

Typisch für den Sumpfbereich

Es ist typisch für die Sumpfzone, dass der Wasserstand schwankt. Diese charakteristische Schwankung beträgt zwischen 0 bis 10 Zentimeter. Das heißt, dass die Pflanzen im Sumpfbereich mal im Trockenen stehen können und auch Überschwemmungen gewohnt sind. Allerdings gilt diese Überflutung nur für Wurzeln und Stamm. Die Blüten und Blätter befinden sich bei den Pflanzen im Sumpfbereich oberhalb der Wasserlinie. Diese Bedingungen sind nicht für jede Pflanze gemacht. Doch es gibt genügend prachtvolle Gewächse, die diese Abwechslung des Wasserstands vertragen.

Passende Pflanzen für die Sumpfzone

Hierzu gehören zum Beispiel:

  • gelbe Sumpfdotterblume
  • blaues Sumpf-Vergissmeinnicht
  • Wiesen-Knöterich
  • rote Kardinals-Lobelie
  • Wasser-Minze
  • Zwerg- und Korkenzieher-Binse
  • Schwertlilienarten wie die Amerikanische Sumpf-Iris und die Asiatische Sumpf-Iris
  • Blutweiderich
  • Krauses Laichkraut
  • Gauklerblume
  • Sumpfcalla
  • Wollgras
  • Sumpffarn
  • Mädesüß
  • Laugenblume
  • Sumpf-Schachtelhalm

Diese Pflanzen vertragen nasse „Füße“ und machen aus jedem Teich ein Schmuckstück.

Eine Schwertlilie erstrahlt im Sumpfbereich mit ihren kräftigen Farben.

Worauf es ankommt: Der Boden

Mit dem wechselnden Wasserstand kommen die Sumpfpflanzen zurecht. Doch ein paar Ansprüche haben auch Pflanzen für den Sumpfbereich: Sie brauchen einen speziellen Boden. Die meisten Gewächse für die Sumpfzone benötigen einen leicht sauren bis neutralen Boden. Zudem sollte der Standort kalkfrei bzw. mindestens kalkarm sein. Generell ist die Kombination aus Gartenteich und Kalk nicht gut, da Kalk das Algenwachstum fördert. Breiten sich Algen im Gartenteich aus, ersticken sie die Sumpfpflanzen.

Die beste Wahl für den Boden ist ein Lehm-Humus-Gemisch. Dieser Boden hält die Feuchtigkeit, was gerade bei einem niedrigen Wasserstand optimal ist. Bei einem Sandboden würde der Bereich komplett austrocknen und die Pflanzen verdursten. Um die Pflanzen im Sumpfbereich gesund über den Winter zu bringen und die Bodenfeuchtigkeit auch in der kalten Jahreszeit zu halten, kann das Beet mit Laub oder Rindenmulch abgedeckt werden. Diese Schicht wird im Frühjahr einfach wieder entfernt. Ohne diesen Schutz sollte die Sumpfzone im Winter bis zum Frühjahrsbeginn regelmäßig gewässert werden.

Zeit zum Pflanzen

Wer einen Gartenteich neu anlegt und ihn bepflanzen will oder bei seinem eingefahrenen Gewässer neue Pflanzen setzen mag, der sollte das zwischen Mitte April und Mitte Mai machen. In diesem Zeitraum gehen die Pflanzen am besten an. Das Wasser und der Boden sind in diesen Monaten nicht mehr gefroren, sondern soweit erwärmt, dass Pflanzen anwachsen können. Beim Einsetzen neuer Pflanzen müssen alle Triebspitzen aus dem Bodensubstrat hinausragen. Damit das gelingt, wird ein breites sowie tiefes Pflanzloch ausgehoben. Das Loch muss so groß sein, dass sich die Wurzeln ungehindert entfalten können. Anschließend wird der Boden leicht angedrückt, aber keinesfalls stark verdichtet. Bei der Bepflanzung sollten die Dimensionen der einzelnen Pflanzen bedacht werden und nicht wahllos gepflanzt werden.

Fragen Sie sich: Welche Pflanze wird groß, welche bleibt klein und welche ist konkurrenzstark. Wer diese Aspekte beachtet und die Pflanzen dementsprechend anordnet, hat lange Zeit viel Freude an seinem Sumpfbereich.

Der Standort für den Gartenteich

Ratgeber: So finden Sie den idealen Platz

Wasser zieht unsere Blicke förmlich an. Leichtes Plätschern, sanfte Wellen oder der Anblick der umher schwimmenden Fische üben auf uns Faszination und Entspannung zugleich aus. Deshalb träumen viele Menschen von einem eigenen Gartenteich. Mit einem solchen Gewässer im heimischen Garten, befindet sich die Entspannungsoase direkt vor der eigenen Haustür. Wer sich für einen eigenen Gartenteich entscheidet, steht bald vor der Frage: Wo genau ist der ideale Standort für den Gartenteich? Um das zu beantworten, müssen einige Faktoren miteinbezogen werden. Welche das sind, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Die Bedeutung des Standorts

Ein Gartenteich ist nicht nur mit Wasser gefüllt, sondern auch ein Sammelbecken für Leben. Hier tummeln sich unterschiedliche Tiere und Pflanzen. Damit diese Lebewesen gut gedeihen können, brauchen sie ausgewogene Umweltbedingungen. Das gelingt nur, wenn der Gartenteich optimal positioniert ist. Nur so fällt genügend Sonnenlicht auf das Gewässer, ohne dass das Wasser überhitzt. Gleichzeitig gibt es schattige Plätze, ohne dass der Teich durch herabfallendes Laub erstickt wird.

Bautechnische Faktoren

Um den richtigen Standort für den Gartenteich zu finden, sollten die Dimensionen des Gewässers bereits klar sein. Die entsprechende Tiefe muss am Standort gegeben sein. Zudem dürfen am gewünschten Standort keine Leitungen im Erdreich liegen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob sich am beabsichtigten Platz Leitungen befinden, sollten Sie Probegrabungen durchführen. Während Fremdleitungen vermieden werden müssen, gibt es Anschlüsse, die benötigt werden. Für die Teichtechnik wird beispielsweise ein Stromanschluss benötigt und für den Ab- bzw. Zulauf sollten Sie eine Wasserleitung einplanen.

Wasserpflanzen bestimmen mit

Der Standort muss die Bedürfnisse der Wasserpflanzen erfüllen.

Neben den bautechnischen Faktoren haben auch die Wasserpflanzen einen Einfluss auf die Standortbestimmung. Pflanzen gehören zum Gartenteich dazu. Sie regeln maßgeblich das Klima im Gewässer und sorgen für Sauerstoff. Durch Wasserpflanzen ist es möglich, entsprechende Teichtechnik zu entlasten. Deshalb muss der Standort des Gartenteichs ideal für die Bedürfnisse der Wasserpflanzen sein. Für ihr Wachstum benötigen die Pflanzen Sonnenlicht. Das Licht sollte mindestens vier Stunden am Tag auf das Wasser scheinen. Das ist für die Pflanzen notwendig, um Fotosynthese zu betreiben. Am Mittag sollte der Teich jedoch im Schatten liegen, um nicht zu überhitzen. Wassertemperaturen über 28°C fördern Algenwachstum, Kleinlebewesen arbeiten nicht mehr und das Gewässer weist kein lebenswertes Klima mehr auf. Für gute Lebensbedingungen und ein optimales Wasserklima sind 6 Sonnenstunden pro Tag zu empfehlen. Das gelingt mit einem Standort im Halbschatten.

Eine Frage der Lage

Der Gartenteich sollte jederzeit zugänglich sein und das von allen Seiten. Daher sollte genügend Abstand zum Nachbargrundstück, zu Wegen, Straßen und der eigenen Gartenbegrenzung eingehalten werden. Ein Standort auf einem Hügel oder in einer Kuhle sind ungeeignet. Der ebene Boden ist aus physikalischer Sicht notwendig, damit das Wasser dort bleibt, wo es soll. Eine leichte Bodenneigung lässt sich durch einen korrigierenden Aushub beheben.

Ist die Unebenheit am beabsichtigten Standort allerdings ausgeprägt, kann entweder der umgebende Boden begradigt werden oder Sie entscheiden sich für einen anderen Standort. Eine stark geneigte Fläche führt ansonsten dazu, dass Regenwasser in den Teich hinein fließt und ihn übersäuert. Auf der anderen Seite läuft das Wasser aus dem Teich und überschwemmt den Garten. Der Untergrund sollte nicht felsig sein, da kleinere sowie größere Felsen den Gartenteichbau verkomplizieren. Immerhin muss ein ebener Untergrund entstehen – ohne felsige Hügel oder Löcher. Zusätzlich sollten Bereiche als Standort vermieden werden, die frostgefährdet sind. Denn auch im Winter muss das Wasserklima ausgewogen sein.

Bäume am Gartenteich?

Wie bereits erklärt, liegt der ideale Platz für den Gartenteich im Halbschatten. Das heißt aber nicht, dass direkt ein Baum in der Nähe stehen muss. Denn Bäume spenden zwar Schatten, jedoch machen sie auch Arbeit. Im Herbst werfen sie ihr Laub ab und bedecken damit die Wasseroberfläche. Auch Nadelbäume lassen ihr Grün im jahreszeitlichen Rhythmus fallen. Deswegen müssen Gartenteiche, die in der Nähe von Bäumen angelegt werden, häufig gereinigt werden. Abhilfe schafft ein Laubschutznetz, dass über den Gartenteich gespannt wird. Es verhindert, dass herunterfallendes Laub im Wasser landet. Ein weiterer Risikofaktor bei Bäumen sind ihre Wurzeln. Wird der Gartenteich sehr nah neben Bäumen angelegt, können die Wurzeln die Teichfolie durchstoßen. Deswegen sollte ein entsprechender Abstand zwischen Gartenteich und Bäumen eingehalten werden.

Algen im Gartenteich

Was können Sie dagegen tun?


Der Gartenteich ist Wohlfühloase, Ort zum Entspannen sowie Genießen und ein Treffpunkt für nachmittägliche Kaffeekränzchen. An dem Gewässer können die Gedanken schweifen gelassen sowie die heimische Flora und Faune beobachtet werden. Doch was tun, wenn das sonst so schöne Nass plötzlich von grünen Algen durchzogen ist?

Algen sind ganz natürlich, können aber zur Plage werden.

Algen sind etwas ganz natürliches und sie kommen in fast jedem Gewässer vor. Ist im Wasser eine normale Nährstoffkonzentration enthalten, herrscht ein friedliches Zusammenleben von Fischen und Pflanzen. Wenn jedoch der Gehalt des Phosphats auf über 0,035 mg pro Liter ansteigt, werden die Lebensbedingungen für Algen verbessert. Kommt nun ein Anstieg der Sonneneinstrahlung und entsprechend der Wassertemperatur hinzu, kommt es zur Algenblüte. Dies ist eine explosionsartige Vermehrung von Algen. Es gilt daher, die positiven Bedingungen für den Algenwachstum zu verhindern. Dazu müssen die im Wasser enthaltenen Nährstoffe im Blick behalten werden.

Wie gelangt Phosphat in den Teich?

Für Phosphat gibt es mehrere Wege in das Gewässer. Die häufigste Ursache ist die Kombination aus Fischkot und nicht gefressenem Fischfutter. Beide Elemente legen sich auf dem Teichboden nieder und zersetzen sich dort in ihre Bestandteile. Dabei wird Phosphat freigesetzt und reichert das Wasser an. Weitere Ursache ist das Unterspülen: Bei starken Regenfällen kommt es vor, dass die Nährstoffe aus der Gartenerde herausgespült werden. Gleiches passiert mit Dünger aus benachbarten Beeten oder dem Rasen. Sie werden geradewegs in den Teich gespült und erhöhen den Phosphatgehalt. Zusätzlich führt auch Laub zu einem Anstieg der Phosphatwerte.

So ziehen Sie Nährstoffe aus dem Wasser

Algen sind nicht die einzigen Pflanzen, die u.a. Phosphat für ihr Wachstum brauchen. Auch die anderen Teichpflanzen nutzen Phosphat, Nitrat und andere Nährstoffe, um zu wachsen. Deswegen ist eine Möglichkeit das Algenwachstum zu reduzieren, indem genügend Teichpflanzen im Gewässer leben. Denn viele Teichpflanzen brauchen viele Nährstoffe. Damit werden die Stoffe schnell durch die Pflanzen gebunden und stehen den Algen nicht mehr zur Verfügung. Sind die Nährstoffe erst einmal aufgenommen, können von Zeit zu Zeit die Wasserpflanzen zurückgeschnitten werden. Nicht nur die Wasserpflanzen müssen im Blick behalten werden, sondern auch die Algen selbst sollten aus dem Gewässer entnommen werden. Dafür gibt es spezielle Stäbe, mit denen die Algen gegriffen werden können.

Mineralische Bindemittel helfen gegen Algen.

Eine weitere Möglichkeit gibt es in Form von mineralischen Bindemitteln, sogenannten Phosphatbindern. Dabei werden die Nährstoffe chemisch gebunden und können von keiner Pflanze mehr aufgenommen werden.

Renovieren Sie den Gartenteich

Mit einer sogenannten Renovierung kann effektiv gegen Algen vorgegangen werden. Dafür wird die Mulmschicht entfernt. Das ist die Schicht, die sich durch Fischkot, Futterreste und andere vermoderte Dinge am Teichboden abgesetzt hat. Nach der Entfernung wird der Boden mit neuer Teicherde aufgefüllt. Diese sollte nährstoffarm sein. Die Teichpflanzen müssen bei einer Teichrenovierung ordentlich zurückgeschnitten werden. Auch ihr Bodensubstrat sollte gegen eine nährstoffarme Erde getauscht werden. Noch besser ist es, wenn die Pflanzen in spezielle Pflanzkörbe gesetzt werden. Diese kommen ganz ohne Substrat aus.

Gartenteich für Balkon und Terrasse

Alles rund um den Miniteich

Wenn Sie keinen Garten haben, müssen Sie keinesfalls auf einen eigenen Teich verzichten. Denn Sie können einen Teich auch oberirdisch und bei wenig Platz anlegen. Ob Balkon oder Terrasse, die Lösung heißt: Miniteich.

Selbstgemachter Miniteich

Für einen Miniteich können Sie allerhand Gefäße als Basis nutzen. Hierzu gehören unter anderem Teichwannen, halbierte Weinfässer, Viehtränken, Badewannen, Steintröge, Mörtelkübel und Betonringe. Wichtig ist, dass die Behälter dicht sind und keine Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben. Beispielsweise brauchen Gefäße wie ein Betonring noch einen geeigneten Boden. Zudem sollten Sie die Innenwände der Gefäße mit einer schadstofffreien und wasserdichten Beschichtung versehen. Alternativ können Sie die Wände mit einer geeigneten Teichfolie abdichten. Übrigens können Sie die Miniteiche auch von außen gegen die Witterung schützen. Hierfür nutzen Sie einen Anstrich bzw. eine Imprägnierung.

Fertigen Miniteich kaufen

Wer auf einen bereits fertigen Miniteich zurückgreifen will, der findet im Fachhandel eine große Auswahl. Ob rund, sechseckig, aus imprägniertem Holz, Stoff, in neutralem Beige, Grau oder auffälligem Giftgrün, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Größe und Form des Miniteichs sollte zum jeweiligen Standort passen. Dieser sollte idealerweise halbschattig und windgeschützt sein. Aufgrund der Größe und oberirdischen Lage würde sich das Wasser bei sonniger Lage zu sehr aufheizen. Das würde den Teichpflanzen schaden oder sie sogar eingehen lassen. Daher empfiehlt sich ein geschützter Standort.

Mit was Sie einen Miniteich befüllen?

Da der Miniteich kleiner als der übliche Gartenteich ist, sollte auch die Bepflanzung entsprechend weniger üppig ausfallen. Wählen Sie Teichpflanzen, die klein bleiben und nicht zu stark wuchern. Bei einem Miniteich mit einer Tiefe von 40 cm und einem Durchmesser von 80 cm setzen Sie beispielsweise eine Zwergseerose, ein Zwerg-Rohrkolben, blaues Hechtkraut und eine Schwanenblume. Das Arrangement ergänzen Sie durch Stängel von Tausendblatt, Wasserpest oder Hechtkraut, damit wird der nötige Sauerstoff geliefert. Die Seerose kann auch durch eine Wasserhyazinthe, einen Froschbiss oder eine Muschelblume ersetzt werden.

Was jedoch wichtig ist: Setzen Sie austreibende Pflanzen wie den Zwerg-Rohrkolben in einen Pflanzkorb. Ansonsten verteilen sich seine Triebe und verdrängen alle anderen Teichpflanzen. Trotz des geringeren Platzes, müssen die jeweiligen Bedürfnisse beachtet werden. Deshalb sollte z.B. die Zwergrose in einen mit ungedüngter Erde sowie Langzeitdünger befüllten Gitterkorb gesetzt werden. Für die übrigen Pflanzen eignet sich ein Bodensubstrat aus Sand, ungedüngtem Lehm oder Erde. Hierauf kommt eine Schicht kalkfreier Kies. Dieser verhindert, dass das Pflanzsubstrat weggeschwemmt und das Wasser getrübt wird.

Für das Wasser im Miniteich gilt: Je weicher und weniger Kalk, desto besser. Denn kalkhaltiges Wasser führt zu Ablagerungen an den Innenwänden der Miniteiche.

Fische sind für den Miniteich eher nicht geeignet. Durch den geringeren Platz und die fehlende Filterung sowie Pumpe sollte der Miniteich lediglich für Teichpflanzen verwendet werden. Zumal der Miniteich im späten Herbst oftmals abgelassen wird. Seine oberirdische Lage und die geringe Größe würden im Winter nämlich zu einem vollständigen Zufrieren des Wassers führen. Daher wird der Miniteich im Herbst entweder geschützt im Wintergarten bzw. Gewächshaus untergestellt oder er wird geleert.

Was gibt es zu beachten?

Ein Aspekt sollte vor der Beschaffung eines Miniteichs bedacht werden: Sein Gewicht. Der Balkon muss nicht nur das Gewicht des Gefäß an sich tragen können, sondern auch die Wasserfüllung. Wird ein Steintrog gewählt und mit Wasser gefüllt, kann schnell eine Tonne an Gewicht pro m² entstehen.  Deswegen muss schon während der Planung klar sein, welche Last die Terrasse und/oder der Balkon halten. Zusätzlich spielt das Gewicht beim Standort eine weitere Rolle: Ein Verschieben wird unmöglich. Ist der Miniteich erst einmal befüllt, kann er meist nicht mehr bewegt werden. Deshalb sollten Sie sich beim Standort wirklich sicher sein. Ein nachträgliches Verschieben kann nur nach Entleerung des Teichs geschehen. Je nach Last kann ein Rollbrett, wie es für schwere Blumenkübel erhältlich ist, die Mobilität des Teichs erhöhen.

Die verschiedenen Zonen im Gartenteich

Welche Zonen gibt es?

Ein Gartenteich ist oftmals eine Nachbildung von natürlichen Gewässern. Eine Ausnahme sind spezielle Teicharten wie etwa der Fischteich oder der Miniteich. Doch generell wird bei Gartenteichen versucht, ein Stück Natur in den heimischen Garten zu holen und damit dies gelingt, müssen die verschiedenen Tiefenzonen von natürlichen Gewässern nachgeahmt werden. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Zonen im Gartenteich. Die Uferzone bzw. den Teichrand, die Sumpfzone, die Flachwasserzone und die Tiefwasserzone.

Die Uferzone

Den Anfang eines jeden Gartenteichs bildet die Uferzone. Dieser Rand grenzt das Gewässer vom übrigen Garten ab. Daher sollte diese Abgrenzung optisch ansprechend gestaltet werden. Hierfür eignen sich die unterschiedlichsten Materialien. Beliebt sind u.a. Steine in verschiedenen Größen, die die Uferzone natürlich wirken lassen. Allerdings sollte nicht bloß Stein an Stein gelegt werden, da das wiederum künstlich wirken würde. Vielmehr sollte eine scheinbar willkürliche Verteilung von kleineren und größeren Steinen genutzt werden – immer so, dass Tiere problemlos zum bzw. aus dem Gewässer kommen können. Doch beim Thema Stein sollte auch nicht übertrieben werden. Denn gerade bei Folienteichen kann eine Last aus Steinen  dem Folienmaterial schaden. Zusätzlich ist auch Holz ein gern genutzter Teichrand und grüner wird es mit einer bepflanzten Uferzone in Form kleiner Pflanzenbeete. Gräser und Stauden geben dem Teichrand das gewisse Extra.

Die Sumpfzone

Die Sumpfzone schließt sich an die Uferzone an. Es handelt sich um eine breite sowie flache Zone. Daher ist es wichtig, dass die Zone nicht steil angelegt wird, damit Vögel, Amphibien und andere Tiere problemlos an das Gewässer kommen. Die maximale Breite der Sumpfzone beträgt 30 cm. Hinzu kommt eine Tiefe von 10 bis 20 cm. Insgesamt macht die Sumpfzone ca. 1/3 der Teichoberfläche aus. Dieser Bereich wird mit allerlei Sumpfpflanzen besiedelt. Immerhin soll der Rand durch die Bepflanzung optisch ansprechend wirken. Allerdings darf die Bepflanzung auch nicht zu dicht ausfallen, da es den Tieren sonst nicht mehr möglich ist, sich in der Sumpfzone zu verstecken bzw. den Teich als Tränke zu nutzen.

Für die Bepflanzung der Sumpfzone eignen sich unter anderem Blutweiderich, Fieberklee, Gauklerblume, Gemeiner Frauenmantel, Laugenblume, Lungenkraut, Mädesüß, Mammutblatt, Prachtspiere, Schaublatt, Sumpfcalla, Sumpfdotterblume, Sumpfgladiole, Sumpf-Schachtelhalm, Sumpf-Vergissmeinicht.

Die Flachwasserzone

Kalmus wächst in der Flachwasserzone.

Hinter der Sumpfzone befindet sich die sogenannte Flachwasserzone. Sie kann entweder ohne Übergang folgen oder mit einer kleinen Trennung. Letztere geschieht in Form von Steinen und Kies oder durch einen kleinen Wall. Einerseits kann eine solche Abgrenzung sinnvoll sein, da in den einzelnen Zonen jeweils andere Pflanzen wachsen. Andererseits heißt das auch, dass je nach Zone und Pflanze ein anderes Bodensubstrat nötig ist. Wenn die Zonen abgetrennt sind, fällt es leichter, den Pflanzen den passenden Boden zu bieten.

Der Flachwasserbereich ist mindestens 20 bis 60 cm tief. Die Tiefe muss so gewählt sein, dass die Teichpflanzen permanent im Wasser stehen. Pflanzen der Flachwasserzone vertragen keine noch so kurze Austrocknung. Die maximale Breite der Flachwasserzone beträgt 30 bis 50 cm. Diese Zone ist wichtig, da hier die meisten algenverhindernden Pflanzen angesiedelt sind. Denn in der Flachwasserzone wachsen Teichpflanzen, die Nährstoffe aus dem Wasser und dem Boden aufnehmen. Dadurch fehlen die Nährstoffe für ein etwaiges Algenwachstum. Somit trägt die Flachwasserzone bedeutend zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich bei.

Nachfolgend gibt es eine kleine Auswahl an Teichpflanzen, die für die Flachwasserzone geeignet sind: Froschlöffel, Hechtkraut, Igelkolben, Kalmus, Kardinals-Lobelie, Pfeilkraut, Rohrkolben, Schwanenblume, Sumpfschwertlilie, Tannenwedel, Teich-Schachtelhalm, Teichsimse, Wasserlobelie, Zungen-Hanenfuß und Zwerg Rohrkolben.

Die Tiefwasserzone

Der letzte Bereich im Gartenteich ist die Tiefwasserzone. Diese beginnt ab einer Tiefe von 90 cm. Sollten in dem gewünschten Teich Fische gehalten werden, muss die Tiefwasserzone mindestens 120 bis 150 cm tief sein. Ansonsten heizt sich das Gewässer im Sommer zu schnell auf und kann andererseits im Winter komplett zufrieren. Beides wäre schädlich für die Tiere. Die Tiefwasserzone sollte eine Grundfläche von mindestens 2 m² aufweisen.

Ein besonderer Anblick: Schwimmpflanzen von unten.

In der Tiefwasserzone fühlen sich Schwimmpflanzen wohl. Sie schwimmen an der Wasseroberfläche während ihre Wurzeln frei im Wasser umher treiben. Die beliebte Seerose findet ebenso in der Tiefwasserzone ihren Platz. Andere geeignete Pflanzen für die Tiefwasserzone sind: Durchwachsenes Laichkraut, Kamm-Laichkraut, Krauses Laichkraut, Großes Nixenkraut, Kanadische Wasserpest, Quirlblättriges Tausendblatt, Raues Hornkraut, Stumpfkantiger Wasserstern, Sumpf Teichfaden, Wasserfeder, Buckelige Wasserlinse, Dreifurchige Wasserlinse, Kleine Wasserlinse, Froschbiss, Krebsschere, Schwimmfarn, Sternlebermoos, Wassernuss, Wasserschlauch und Zwerg-Wasserlinse.

Einen Gartenteich anlegen

Hier erfahren Sie: So wird’s gemacht

Ein Gartenteich gilt für viele Gartenbesitzer als ultimative Wohlfühloase. Dort tummeln sich farbenfrohe Fische, beeindruckende Insekten, exotische Blüten, feinfiedrige Gräser und je nach Geschmack plätschern Springbrunnen oder Fontänen. Dieser Ausblick lädt zum Genießen und Entspannen ein. Wer sich den Traum vom eigenen Gartenteich erfüllen möchte, kann dies auch in Eigenregie hinbekommen. Wir verraten, welche Schritte zum Anlegen eines Folienteichs gehören.

Hinweis: Ein Teich aus Folie lohnt sich ab einer Fläche von 5 m². Ist Ihr Traum vom Gartenteich kleiner, empfiehlt sich eine Teichwanne. Diese hat eine vorgefertigte Form und wird in den Boden eingelassen. Alles, was größer als 5 m² sein soll und eine individuelle Form bekommen soll, ist mit einem Folienteich besser aufgehoben.

Der Weg zum eigenen Gartenteich beginnt mit der Planung.

Nichts geht über gute Planung!

Für all diejenigen, die einen eigenen Folienteich anlegen wollen, steht die Planung an erster Stelle. Hierzu gehört die Ermittlung des bestens Standorts. Also: Wo soll der Gartenteich hin? Ideal ist ein Standort im Halbschatten. Mit einer Sonneneinstrahlung von 6 Stunden täglich, geht es den Teichpflanzen richtig gut. Der Standort sollte so gewählt sein, dass der Teich zu jeder Zeit zugänglich ist. Liegt der Teich zu nah am Nachbarsgrundstück, zu nah am eigenen Gartenzaun oder eben so, dass der Teich unzugänglich ist, dann ist der Platz nicht geeignet.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Teich nicht direkt unter Bäumen steht. Ansonsten wird die Wasseroberfläche im Herbst vom abfallenden Laub bedeckt und es entsteht jede Menge Arbeit für Sie. Immerhin muss das Laub aus dem Wasser geholt werden. Alternativ kann ein Laubschutznetz angebracht werden. Dann dürfen auch Bäume in der Nähe des Gartenteichs stehen.

Wie groß soll es werden?

Haben Sie einen Platz für den Folienteich gefunden? Dann können nun Form und Maße festgelegt werden. Damit Sie sich die Ausmaße besser vorstellen können, kann mit einem Gartenschlauch die Kontur des Teichs gelegt werden. Beim Gartenteich herrscht das Motto: Je größer, desto besser. Nicht nur, dass größere Gewässer natürlicher wirken, sondern in großen Teichen stellt sich auch leichter ein ökologisches Gleichgewicht ein.

Ein Spaten hilft dabei, die Kontur des Teiches zu markieren.

Wenn alles passt, beginnt die Markierung. Mit einem Spaten wird die Kontur eingestochen und die Grasnarbe entfernt. Jetzt können die einzelnen Erdschichten abgetragen werden. Beim Aushub werden die einzelnen Gartenteichzonen festgelegt. Arbeiten Sie sich von außen nach innen. Erst entsteht die 10 bis 20 cm tiefe Sumpfzone. Daran schließt sich die 20 – 60 cm tiefe Flachwasserzone an und im letzten Schritt entsteht der 120 bis 150 cm tiefe Tiefwasserbereich. Zwischen den einzelnen Zonen sollte das Gefälle maximal 30° steil sein.

Wichtig ist, dass sich die Ränder des Teichs auf einer Ebene befinden. Mittels Wasserwaage und Dachlatte kann das leicht überprüft werden. Das Teichbett muss frei von spitzen Gegenständen wie Steinen, Scherben oder Wurzeln sein. Anderenfalls könnte die Teichfolie beschädigt werden und der Teich wäre undicht. Wenn das Teichbett geprüft wurde, wird eine Schicht Sand aufgebracht. Sie gibt eine Extraportion Schutz. Nun kommt eine Schicht Gartenteichvlies über den Sand. Gartenteichvlies ist ein synthetisches Material, welches sehr widerstandsfähig ist.

Wie wird die Größe der Teichfolie bemessen?

Im nächsten Schritt muss die passende Größe der Teichfolie ermittelt werden. Für die Maße gilt: Folienbreite ist gleich Teichbreite plus 2 mal Teichtiefe plus 60 cm Rand. Ähnlich ist es bei der Folienlänge. Sie ist gleich Teichlänge plus 2 mal Teichtiefe plus 60 cm Rand. Mit den Extrazentimetern am Rand kann nachher ein abschließender Uferbereich entstehen.

Die Teichfolie wird nun über den Aushub gezogen. Das klappt am besten ab einer Außentemperatur von 15°C. Dann ist die Folie ziemlich flexibel und das Verlegen wird leichter. Wenn die Folie liegt und nicht spannt, kann überschüssiger Rand abgeschnitten werden. Der restliche Rand wird mit Erde und Steinen festgetreten. Die Tiefwasserzone wird anschließend mit Bodensubstrat sowie Teichkies befüllt. Dann darf das Wasser folgen. Der Teich sollte langsam befüllt werden und bei einem Drittel Füllung sollte erst einmal gestoppt werden.

Pflanzen für den Gartenteich

Dekorative Fontänen sorgen für mehr Sauerstoff im Wasser und sind schön anzusehen.

Jetzt werden die Teichpflanzen in die Tiefwasserzone gesetzt. Steht die Bepflanzung im tiefsten Bereich, kann weiter Wasser eingefüllt und die anderen Zonen bepflanzt werden. Arbeiten Sie sich mit der Bepflanzung von innen nach außen. Je nach Teichart und Inhalt werden schließlich noch Pumpen und Filtersysteme angebracht. Zudem können Spielereien wie ein Bachlauf oder andere dekorative Wasserspiele montiert werden.

Die letzten Handgriffe

Der letzte Schritt ist die Gestaltung des Uferbereichs. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Grasnarbe kann wieder angebracht werden, Steine und Wurzeln können als Ufer genutzt werden oder es werden Blumenbeete als Uferzone kreiert. Werden die Beete mit Stauden und Gräsern bepflanzt, wirkt der Gartenteich dekorativ und natürlich zugleich. Der Fantasie sind beim Anlegen eines Folienteichs kaum Grenzen gesetzt.